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Pullover für Neuseelands ölverschmutzte Pinguine

Von GRAZIA am Donnerstag, 3. November 2011 um 15:59 Uhr

Vor der Küste Neuseelands hat das havarierte Container-Schiff Rena im Meeresschutzgebiet „Mayor Island Marine Reserve“ eine schlimme Ölkatastrophen verursacht – über 350 Tonnen giftiges Schweröl flossen ins Meer. 1.300 Seevögel, darunter viele Zwergpiguine, starben bisher. Um zu verhindern, dass die geretteten Pinguine beim Putzen ihres Gefieders Öl schlucken und sterben, strickten Tierfreunde jetzt Pinguin-Pullover!

Unter der schlimmen Ölkatastrophe in einem der schönsten Naturschutzgebiete der Welt leiden vor allem die in Neuseeland angesiedelten Zwergpinguine. Für sie ist das Öl besonders gefährlich.

Sie haben sehr dicht beieinander liegende, unterschiedlich lange Federn, die sie ständig putzen. Was bei dem ölverschmiertem Gefieder natürlich absolut fatal ist, da sie so das hochgiftige Öl schlucken!

Nach mehreren erfolglosen Versuchen, das Putzverhalten der Zwergpinguine zu verhindern, zog man ihnen einfach selbstgestrickte Wollpullover über. Eine äußerst wirkungsvolle Methode, wie sich herausstellte.

Denn sie verhindert nicht nur das Verschlucken des Öls, sondern halten die kleinen Tiere auch warm! Die Vögel tragen die Wolle weiter, bis sich das natürliche Fett der Federn regeneriert hat und sie freigelassen werden können.

Damit nicht noch mehr Zwergpinguine sterben müssen, rief das neuseeländische Unternehmen Skeinz die Bevölkerung dazu auf, Pullover für die Pinguine zu stricken und veröffentlichte Anleitungen und Strickmuster auf der Unternehmenswebsite.

Wir sind ganz verliebt in die niedlichen Lebensretter!

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