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Rita Ora: „Ich sehe mir gerne nackte Frauen an!“

Von GRAZIA am Samstag, 19. Juli 2014 um 18:00 Uhr
Gefühlt ist sie gerade auf jedem Red Carpet zu sehen, arbeitet fieberhaft an ihrem zweiten Album (kommt im Herbst), ist das Gesicht des neuen Donna-Karan-Parfums "My NY", und wir freuen uns jetzt schon auf ihr großes Filmdebüt in "50 Shades of Grey" am Valentinstag 2015. Grund genug, Rita Ora auf einen Plausch in London zu treffen.

In "50 Shades of Grey“ spielen Sie die Adoptivschwester des Helden Christian Grey. Wie werden wir Sie in dem SM-Film erleben?

Nicht ganz nackt, aber sehr sexy. Ich hätte jedoch auch nichts gegen eine etwas freizügigere Rolle gehabt. Ich habe kein Problem, mich nackt zu zeigen. Das Buch habe ich regelrecht verschlungen!

 

Anna Wintour lästerte jüngst, dass man nur noch nackt auf dem Roten Teppich auffallen kann.Gibt es eigentlich noch Tabus?

Ich finde, man muss nicht nackt auf den roten Teppich gehen. Verstehen Sie mich nicht falsch, Nacktheit ist absolut nichts Schlimmes, sondern toll. Ich liebe es, mir nackte Frauen anzugucken. Es ist eine persönliche Entscheidung – jeder hat die Freiheit, sich auszuziehen. Aber klar, im Grunde muss man für gar nichts nackt sein.

 

An einem Tag tragen Sie Spongebob, am anderen ein elegantes Dior-Kleid. Man weiß nie, was man von ihnen zu sehen bekommt. Ist das nicht stressig, immer überraschen zu wollen?

Das ist gar nicht stressig. Ich finde es eher aufregend. Und es ist toll, zu sehen, was die Designer rausbringen, und die Teile dann zu stylen. Ich mache das nicht, weil ich es muss, sondern weil ich Spaß dran habe. Es ist mein Hobby. Wenn ich nicht im Studio bin oder an meinem Laptop arbeite, dann liebe ich es, mich zu verkleiden und zu stylen. Oder ich hole mir Inspirationen in Museen, zum Beispiel bei der Daphne-Guinness-Ausstellung in New York oder der von Alexander McQueen. Ich liebe Veränderungen. Ich brauche immer wieder Neues.  

 

Rihannas Stylist hat gesagt, dass die schon längst all ihre Herbst-Looks aufgebraucht hat. Kennen Sie das Problem?

Haha, nein! Ich versuche, alles ganz unterschiedlich zu kombinieren und immer wieder neu aussehen zu lassen.

 

Das klingt ganz so, als ob die erste eigene Modelinie nicht mehr lange auf sich warten lässt. Wie würde die aussehen?

Ja, Pläne gibt es tatsächlich schon. Mode ist ein wichtiger Teil in meinem Leben. Ich würde auf jeden Fall jede Saison was ganz anderes rausbringen und wahrscheinlich alles ändern, bis aufs Logo. Die Kollektion müsste immer unter einem anderen Thema laufen. Ich finde es sehr spannend, Mode aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Dann nicht als Konsument, sondern als Designer. Dafür will ich alles über den kreativen Prozess lernen.

 

Ob auf der Toilette, halb nackt oder ungeschminkt, Sie posten quasi minütlich. Wie süchtig sind Sie nach Instagram und Twitter?

Oh Gott, sehr. Jeden Tag, immer! Noch bevor ich mir die Zähne putze. Sobald ich aufwache, bin ich online. Ich liege im Bett, mache ein Auge auf, und das andere scrollt sich schon auf Instagram durch. Ich bin to-
tal abhängig von dem Zeug. Das ist meine Droge.

 

Interview: Britta Kröpke