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Robert Koch-Institut: Fehler aufgedeckt!

Von Jenny am Donnerstag, 12. August 2021 um 09:35 Uhr

Wie das Robert Koch-Institut (RKI) nun bekannt gab, könnten deutlich mehr Menschen bereits einmal geimpft sein, als aus dem aktuellen Impfdashboard hervorgeht.

Seit Anfang Juli nehmen die Corona-Fallzahlen in Deutschland erneut stetig zu. Am heutigen Donnerstagmorgen vermeldete das Robert Koch-Institut wieder einen deutlichen Anstieg des Infektionsgeschehens und eine 7-Tage-Inzidenz, die auf einen Wert von 27,6 Fälle pro 100.000 Einwohner klettert. Zudem nimmt die Zahl der Corona-Neuansteckungen im Vergleich zur Vorwoche um 59 Prozent zu. Angesichts dieser Entwicklung und mit Blick auf dem Herbst rückten die Politiker nach der Ministerpräsidentenkonferenz nochmals das Impfen in den Fokus und betonten die Relevanz einer erhöhten Impfquote für eine Verbesserung der Corona-Lage. Wie das Robert Koch-Institut nun aber bekannt gab, gebe es bei der Interpretation der Impfquoten-Daten eine "gewisse Untersicherheit" und gewisse Überlegungen legten nahe, dass die Quote der Geimpften deutlich höher sei, als bislang aus dem Impfdashboard hervorgehe.

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Robert Koch-Institut: Impfquote könnte höher sein als gedacht

Wie dem Impfdashboard des Robert Koch-Instituts zu entnehmen ist, erhielten bis zum 10. August in Deutschland 62,7 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Dosis eines Impfstoffes gegen Covid-19. Allerdings könnte diese Angabe fehlerhaft sein, wie das RKI nun selbst bekannt gab. Insbesondere unter jungen Erwachsenen und Erwachsenen im mittleren Alter heißt es, könnten bereits mehr Menschen als offiziell verzeichnet, erstgeimpft sein. Auffällig geworden sind diese Unsicherheiten durch Diskrepanzen von Daten zwischen einer Covimo-Erhebung Ende Juni, Mitte Juli, bei der die Impfquote mithilfe einer Befragung hochgerechnet wird und den Meldungen des Digitalen Impfquotenmonitorings (DIM), welches die Daten von Impfzentren, Krankenhäusern, mobilen Ärzten und Betriebsärzten sowie von niedergelassenen Ärzten und Privatärzten für die Hochrechnung auf dem Impfdashboard verwendet. Dabei offenbarte sich eine Diskrepanz von 20 Prozentpunkten. Im Report des RKIs schätzt man, dass der tatsächliche Wert in der Mitte beider Werte – also demnach zwischen 59 Prozent und 79 Prozent der Erstgeimpften – liegt. Nach Veröffentlichung dieses Fehlers erklärte Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) den Zeitungen der Funke Mediengruppe: "Verlässliche Zahlen sind die Basis für die Akzeptanz der Corona-Maßnahmen", und wies zudem darauf hin: "Sollte die Impfquote in der Gruppe der 18- bis 59-jährigen tatsächlich viel höher liegen als gemeldet, hätten wir gerade mit Blick auf den Herbst eine viel entspanntere Lage." Über weitere Entwicklungen informieren wir euch stets! 🙏🏼

© Getty Images

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