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Sarah Jessica Parker: So vergrault sie ihren Ehemann

Von GRAZIA am Mittwoch, 10. Februar 2010 um 11:11 Uhr

Eine wow!-wundervolle Karriere, eine süße Familie und immer die heißesten Schuhe. Sie hat wirklich alles – aber jetzt streikt ihr Mann Matthew Broderick. Autsch!

„Ich weiß, wie es ist, sich von der Welt ausge­schlossen und einsam zu fühlen“, erklärte Matthew Broderick vor zwei Wochen. Er sagte es nicht zu Sarah Jessica Parker, seiner Frau, er sagte den Satz zu einer Journalistin. In einem Interview. Das klingt traurig – und ist es auch. Vor allem für Sarah. Es ist ein indirekter Vorwurf, der in Echttext übersetzt bedeutet: „Du hast ja keine Zeit für mich. Du machst Karriere – ich mach den Rest. Und ich hab’s satt.“
Touché – das saß!

Seit „Sex and the City“ ist Sarah Jessica Parker ein Megastar, Mode-Vorbild, Designerin, eine unverwechselbare Marke, eine Ikone für Millionen Frauen in aller Welt. Und er ist ein… ja genau, was noch mal? Ach ja, ein Achtziger-Jahre-Star („Ferris macht blau“), der ab und zu und beinahe unbemerkt Filme dreht, manch-mal am Broadway Theater spielt. Seine Hauptrolle aber ist seit über zehn Jahren: der Mann an der Seite von SJP.

Jetzt macht er nicht mehr mit. Er braucht Abstand. In ein paar Wochen wird Sarah Jessica Parker (44) ihrem Ehemann Matthew Broderick (47) Goodbye sagen müssen. Er wolle das Theaterstück „The Starry Messenger“ zusammen mit Autor und Freund Kenny Lonergan „im Frühjahr in London auf die Bühne bringen“, kündigte er an. Aber wieso, um Himmels Willen, ausgerechnet jetzt? Sarah hat zu Hause in New York das vielleicht stressigste Jahr ihrer Karriere vor sich, als Schauspielerin und Co-Produzentin des zweiten „Sex and the City“-Films und neuerdings auch noch als Kreativdirektorin für die neue „Heritage“-Linie des Couturehauses Halston.

Und da sind auch noch die Kinder, Sohn James (7) und die Zwillingsbabys Tabitha und Marion, die vor sechs Monaten per Leihmutter zur Welt kamen. „Ich bin eine schlechte Mom“, klagte SJP schon häufiger – konnte sich aber auf Matthew verlassen, der sich um die drei Kids kümmerte. Allerdings wohl nicht ganz freiwillig. Warum sollte er seine Familie sonst gerade jetzt verlassen, wenn auch nur eine Theatersaison lang? Wenn SJP mal die Stopptaste gedrückt hätte in ihrem Fast-forward-Alltag zwischen Filmsets, Fitnesstraining, Fotoshootings und, und, und…

Dann hätte sie sehen können, wie traurig ihr Mann wirkt. Dabei ist es nicht so, dass er Sarah egal wäre. „Die beiden lieben sich sehr“, so ein Freund, aber: „Sie führten noch nie eine konventionelle Ehe.“ 2008 soll Matthew Sarah betrogen haben; 2009 wollte sie mit den Kindern nach Brooklyn ziehen, er downtown im Stadthaus bleiben. Am Ende haben sich die beiden wieder zusammengerauft. Aber eins war und ist so: Am Ende bestimmt sie. Sie ist der Boss. Das New Yorker Luxusleben, das die Familie führt, finanziert sie mit ihrer Schauspielerei.

Die Folge: Sarah ist in erster Linie als Hauptverdienerin im Einsatz und immer weniger als Ehefrau und Mutter. Sie reibt sich auf an ihren eigenen Ansprüchen. Alles soll perfekt sein, ihre Filme, ihre Outfits, ihre Familie. Sarah hat sieben Brüder und Schwestern, also brauchte Sohn James auch welche. Ob Matthew das ebenfalls wollte? „Statistisch gesehen sind es in solchen Fällen meist die Frauen, die den Wunsch haben und sich durchsetzen“, sagt der Partnerschaftstherapeut Dr. Elmar Basse zu GRAZIA. „Wäre es auch Matthews Wunsch gewesen, ginge er sicher jetzt nicht nach London. Offenbar haben sich viel Stress und Frustration angestaut.“ Und ist jetzt alles aus? Nein. Wenn Sarah ihrem Mann („Ich fühle mich nie bei irgendetwas sicher“) jetzt zeigt: Du bist wichtig, wichtiger als Filme und Ruhm. Wenn sie nach London kommt, sein Stück anschaut, ihm applaudiert. „Die räumliche Veränderung kann wie eine Schocktherapie wirken“, so Dr. Basse. Veränderung entsteht durch Irritation. Eingefahrene Beziehungsmuster werden durchgeschüttelt, neue Muster aufgebaut. Insofern könnte die Trennung auf Zeit die Rettung ihrer Ehe sein. In einer „SATC“-Folge sagt Sarah als „Carrie“: „Vielleicht sind unsere Fehler am Ende unser Schicksal.“ Vielleicht. Also muss sie das hier jetzt richtig machen. Sie kann das. Und zwar perfekt.

Hol ihn dir zurück, Sarah!