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Suki Waterhouse: Wir trafen den neuen Upcoming-Star zum Shooting und Interview

Von GRAZIA am Donnerstag, 20. Juni 2019 um 11:17 Uhr

Suki Waterhouse ist gerade in aller Munde: Ob als gefragtes Model oder hippe Indie-Schauspielerin. Unsere Redakteurin Deborah Landshut traf die 27-Jährige in London zum Interview und sprach mit ihr über ihren Style, starke Frauen und gutes Parfum.

Suki hat es echt in sich: Trotz einer Göße von 1,74 Meter schaffte sie es zum begehrten Model und arbeitete schon für Brands wie Burberry, Tommy Hilfiger und aktuell ist sie das Gesicht des Dufts "Amo Ferragamo Flowerful". Außerdem etabliert sie sich gerade als echter Indie-Film-Star und ging 2016 sogar unter die Designer und launchte ihr eigenes Accessoire-Label. Wir trafen den britischen Upcoming-Star zum exklusiven GRAZIA Shooting und Interview.

1. Sie haben offenbar großen Spaß bei unserem Shooting ...

Ja, ich bin im Alltag eher gemütlich gekleidet. Umso mehr liebe ich es aber, mich auch mal richtig zu stylen. Man hat mit Kleidung einen enormen Einfluss darauf, wie man sich fühlt. Mit Parfum übrigens auch.

2. Können Sie sich selbst gut riechen?

Für mich ist Parfum immer Teil meines Looks. Deshalb passt es auch so gut, dass ich das Gesicht des „Amo Ferragamo Flowerful by Salvatore Ferragamo“-Dufts bin. Style hat was mit Ausstrahlung zu tun.


Ein schöner Duft gehört für sie zum Look: Suki ist das Gesicht von "Amo Ferragamo Flowerful" von Salvatore Ferragamo; Credit: Rosaline Shahnavaz/Lo and Behold

3. Ihr Nonplusultra-Look?
Ich kombiniere gern Kontraste, zum Beispiel elegante Businessblazer und dazu Ugly Sneakers. Wenn irgendwas am Outfit falsch wirkt, fühlt es sich für mich erst richtig an!

4. Machen Sie immer das, worauf Sie Lust haben?
Immer. Ich muss nur vorsichtig sein, dass ich mich nicht übernehme. Ich würde am liebsten tausend Sachen gleichzeitig machen. Ich bin relativ angstfrei und freue mich, neue Dinge auszuprobieren. Ich spreche nur nicht so gerne vor Publikum. Ich zeige mich lieber auf Fotos oder in Filmen.

5. In Filmen spielen Sie oft das coole Powergirl – Ihre Lieblingsrolle?

Ich mag generell Rollen, die etwas vielschichtiger sind, komplexe Charaktere. Wo nicht alles offensichtlich ist. Starke Frauen, die nicht auf den ersten Blick stark sind.

6. Was ist eine starke Frau für Sie?

Ich finde es schwierig, das zu definieren. Ab wann ist sie stark? Die Leute denken gerne, sobald die Frau eine Knarre in der Hand hält, Gewalt anwendet oder besonders laut ist, sei sie stark. Ich sehe das anders. Das ist für mich eher maskulin als machtvoll. Ist es nicht stark, wenn man weint? Zeigt man Schwäche, wenn man nicht selbstbewusst ist? Ist man labil, wenn man nicht ganz genau weiß, was man will? Ich glaube, Frauen haben so viele Seiten, und eine falsche Entscheidung oder ein schwacher Moment macht sie nicht automatisch schwach.

Am liebsten spielt sie aktuell in Indie-Filmen. Credit: Rosaline Shahnavaz/Lo and Behold

7. Gibt es Rollen, die Sie sofort ablehnen?
Auf jeden Fall! Etwa wenn ich im Skript schon erkennen kann, dass es eigentlich nur um meinen Körper geht.

8. Ihre Schwestern modeln auch. Geben Sie ihnen Ratschläge?
Ich bin die Älteste von vieren und habe als Erste mit dem Modeln angefangen. Also habe ich natürlich ein besonderes Auge auf die Jüngeren. Zuallererst habe ich sichergestellt, dass sie eine gute Agentin haben. Nämlich meine. Unsere Mutter ist kein „Momager“, meine Geschwister nennen mich also ihren „Sistager“. Aber das bin ich eben als große Schwester, da kann ich nicht aus meiner Rolle!

9. Wie ist Ihr Verhältnis zu Ihrem Körper?
Ich habe gelernt, das an mir zu mögen, was ich habe. Hätte ich gern längere Beine? Klar. Die Welt, in der wir leben, zeigt einem ständig irgendwelche Ideale auf, und das überfordert einen. Wie auch nicht? Aber so viele Frauen, die in meinen Augen perfekt aussehen, haben genau die gleichen Probleme. Vor allem weil man durch Social Media ständig verglichen und bewertet wird.

"Es gibt nichts, was ich nicht esse", meint Waterhouse, hier im Look von Chloé und Salvatore Ferragamo. Dafür liebt sie Sport. Zum Beispiel Boxen im Sand.; Credit: Rosaline Shahnavaz/Lo and Behold

10. Wie entscheiden Sie, was Sie mit der Welt teilen und was Sie lieber für sich behalten?
Ich schütze mein Privatleben, die wirklich persönlichen Dinge teile ich eigentlich nicht auf Instagram. Außerdem ist es mir irgendwie unangenehm, zu viel zu zeigen. Ich traue dem Internet nicht. Ich habe schon genügend schlechte Erfahrungen gemacht und bin ganz schön attackiert worden. Klar habe ich auch eine extrovertierte Seite, aber was sagt ein Selfie schon wirklich über mich aus?

 

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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11. Warum hat man Sie attackiert?
Ach, es ging nur um mein gesamtes Leben.(lacht) Ich hoffe, irgendwann ist es wieder total angesagt, gar nichts mehr von sich online zu stellen.

12. Wie gehen Sie mit dieser Kritik um?
Ehrlich gesagt: gar nicht. Ich versuche, die Dinge nicht mehr an mich herankommen zu lassen. Und das Wichtigste: Ich nehme keine Ratschläge mehr an. Wer keine Tipps annimmt, bekommt auch weniger Kritik. Wenn jemand Fremdes mich nicht mag, hat er nie das komplette Bild von mir. Deshalb darf man das alles nicht zu persönlich nehmen. Kommentare und schlechte Presse stören mich zum Glück weniger und weniger. Ich würde schließlich verrückt werden, wenn ich mir das alles zu Herzen nehme.

Interview: Deborah Landshut