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To the Bone: Lily Collins distanziert sich von falschen Schönheitsidealen

Von julia.mattyhse am Freitag, 21. Juli 2017 um 14:32 Uhr

Lily Collins hat für ihre Rolle in dem neuen Netflix-Film "To the Bone" erschreckend viel Gewicht verloren, doch manche scheinen das gesundheitsgefährdende Ausmaß dieser Krankheit zu unterschätzen…

Vor wenigen Tagen ist der neue Netflix-Film "To the Bone" online gegangen. Schon vor der Ausstrahlung sorgte er für heftige Diskussionen im Netz, denn Hauptdarstellerin Lily Collins musste sich für ihre Rolle auf ein erschreckend niedriges Gewicht runter hungern. Als wir den Trailer das erste Mal sahen, waren wir schon ein wenig geschockt wie ungesund die Schauspielerin aussieht. Den meisten ist bewusst, dass sie es nur für ihren Part getan hat, doch manche scheinen da etwas falsch verstanden zu haben…

Lily Collins: Sie bekam sogar Komplimente

In einem Interview verriet die Schauspielerin, dass es tatsächlich Menschen gab, die zwischen Realität und Film nicht unterscheiden konnten. "Als ich mein Appartement verließ, sagte eine Bekannte von mir ‚Oh wow schau dich an!‘ , ich versuchte ihr zu erklären, dass ich nur für meine Rolle so viel Gewicht verloren habe, aber das wollte sie gar nicht hören. 'Nein, ich will wissen wie du das geschafft hast, du siehst so toll aus!‘ Ich erzählte meiner Mutter davon und sagte, dass das der Grund ist, warum dieses Problem existiert." Wir können uns vorstellen, wie geschockt Lily Collins über dieses Gespräch war, denn Anorexie ist eine ernstzunehmende und vor allem lebensgefährliche Krankheit und kein Modetrend, den man unterstützen sollte. Dem ehemaligen Model ist durchaus bewusst, wie gefährlich ihr diese Rolle hätte werden können, immerhin litt sie in ihrer Jugend selbst an Essstörungen: "Wir haben viel darüber gesprochen. Ich wusste, dass wir durch das Make-Up und meine Kleidung vieles rausholen können, dennoch wollte ich meinem Charakter in dem Film gerecht werden, aber auf eine gesunde Art und Weise. Ich habe mich die ganze Zeit über auf einem sehr schmalen Grad bewegt."

Lily Collins: "Wir haben noch viel Arbeit vor uns"

Zum Glück hat Lily Collins diesen schmalen Grad niemals überschritten und nach dem Ende der Dreharbeiten wieder zugenommen. Wie wichtig ihr diese Thematik ist, betont die Schauspielerin immer wieder, so sprach sie erst kürzlich in einem Interview über die vorherrschenden und vor allem gesundheitsgefährdenden Schönheitsideale in der Modebranche. "Ich bin der Überzeugung, dass die BMI-Debatte sehr wichtig ist. Aber dann schaust du dir die Fashion Shows an und siehst extrem kleine Mädchen, die über den Laufsteg laufen und viele von ihnen sind noch nicht mal wirklich zur Frau geworden. Ihre Körper sind noch nicht entwickelt. Manche Mädchen sehen so aus, als würden sie jeden Moment in Ohnmacht fallen. Ich denke wir haben noch viel Arbeit vor uns, wenn es um die Maßstäbe auf dem Runway geht."

Dass immer noch zu viele Models über die Catwalks dieser Welt laufen die deutlich untergewichtig sind, wird bereits seit Jahren diskutiert – wirklich etwas geändert hat sich bis heute aber nicht. "Es ist wichtig und es ist etwas, was viele junge Frauen durchleben. Das ist nichts wofür man sich schämen muss, es geht darum die Vergangenheit anzunehmen und zu verstehen, dass die Krankheit dich nicht definiert," so die "To the Bone"-Darstellerin. Wir hoffen, dass sie mit ihrem Statement die richtigen Menschen erreicht und es schafft sie wachzurütteln, denn es wird Zeit, dass diese Krankheit nicht mehr als Idealbild akzeptiert wird.

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