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Trotz Corona-Durchbruch: Lockdown ohne Ende?

Von Jenny am Dienstag, 9. März 2021 um 09:30 Uhr

Es steht fest: Ab nächstem Monat soll auch bei niedergelassenen Ärzten die Möglichkeit bestehen, sich gegen Covid impfen zu lassen. Ein Ende des Lockdowns muss diese Tatsache aber längst nicht bedeuten.

Die Corona-Pandemie verliert auch nach über einem Jahr nicht ihren Schrecken. So steigen sowohl die Infektionszahlen von Woche zu Woche leicht an wie auch die 7-Tage-Inzidenz, welche am heutigen Tage vom Robert-Koch-Institut mit 68 verzeichnet wurde. Ein Ende der Krise, welche auch strenge Maßnahmen und Einschränkungen des alltäglichen Lebens umschließt, ist somit kaum absehbar. Positive Meldungen wie das Impfen gegen Covid, welches ab dem 1. April bei niedergelassenen Ärzten flächendeckend möglich sein soll und ein schnelleres Impftempo bedeuten könnte, geben dann natürlich Hoffnung. Beschlossen wurde dies nun laut dpa von den Fachministern von Bund und Ländern in der Gesundheitsministerkonferenz. Dieser Fortschritt im Kampf gegen die Corona-Pandemie muss allerdings längst nicht gleichbedeutend mit dem Ende des Lockdowns sein...

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Bleibt der Lockdown trotz verstärktem Impfen bestehen?

Erst in der vergangenen Woche verabschiedeten Bund und Länder beim Corona-Gipfel einen Stufenplan, der eine langfristige Perspektive für Öffnungen geben sollte. Dennoch ist klar, dass das Leben ohne Lockdown-Beschränkungen noch nicht in greifbarer Nähe ist. Carten Watzl Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, ist zwar der Ansicht, dass man einen positiven Effekt des Impfens bemerke, gleichzeitig warnt er allerdings: "Wir werden uns aus dieser Welle nicht rausimpfen können." Blicken wir dann auf Länder, die Vorreiter in der Impfkampagne sind, wie beispielsweise Israel lässt sich ausmachen, dass eine schnelle Entschärfung der Situation durch Impfungen nicht den Tatsachen entspricht, sondern, obwohl jeder über 16 Jahren sich im Land impfen lassen kann, die Infektionszahlen dort vergleichsweise hoch sind. Ein Drittel der Bevölkerung wurde sogar bereits zweimal geimpft, während bei der Hälfte der Bevölkerung eine Dosis verimpft wurde. Wie die FAZ berichtete, erklärte der Corona-Beauftragte des Landes im Radio dennoch, dass trotz des großen Impferfolges im Lande der Lockdown wieder verschärft werden könnte und begründete dies mit den Worten: "Wir werden die rote Fahne hissen, wenn uns die Situation überwältigt." Wie sich die Situation bei Voranschreiten in der Impfkampagne also tatsächlich entwickelt, bleibt nur abzuwarten.

©  Photo by Sam Moqadam on Unsplash

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