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Trotz Lockdown-Lockerung: Diese Regel gefährdet den Friseurbesuch

Von Jenny am Mittwoch, 17. Februar 2021 um 11:03 Uhr

Es steht seit vergangener Woche fest: Am 1. März öffnen die Friseure wieder ihre Salons. Doch eine ihnen auferlegte Regel, könnte unserem Termin beim Haarexperten einen Strich durch die Rechnung machen.

Ein Ende des Lockdowns und eine Rückkehr zum Alltag, in dem wir der Corona-Pandemie mit den AHA-Regeln entgegenwirken können, sehnen derzeit alle herbei. Erste Lockerungen der strengen Maßnahmen, die Schließungen von Schulen, Kitas, Einzelhandel und Gastronomien umfassen, ist die Öffnung der Friseursalons, welche am 1. März wieder ihre Kunden empfangen dürfen. Während viele von uns sich in diesem Moment auf einen frischen Haarschnitt freuen und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder diese Lockerung begründete, indem er nach der Bund-Länder-Konferenz erklärte, die Öffnung "hat auch etwas mit – für die einen – Hygiene, aber auch mit Würde zu tun in diesen schwierigen Zeiten", könnte der Friseurtermin in der Umsetzung scheitern, denn bestimmte Reglungen des Arbeitsschutzes machen es Friseuren aktuell besonders schwer oder gar unmöglich, zu öffnen.

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Steht der Öffnung der Friseure diese Regel im Weg?

Für Inhaber und Mitarbeiter eines Friseursalons ist die aktuelle Situation in der Corona-Pandemie besonders schwer. Wie groß die Not ist, machte unter anderem der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks deutlich. Dass die Bundesregierung und die Länderchefs ab dem 1. März die Schließung zurücknehmen, galt deshalb als ein Hoffnungsschimmer. Gerade für kleine Salons könnte allerdings die Zehn-Quadratmeter-Regel für Probleme sorgen. Laut Sars-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales sieht diese vor, dass sich auf zehn Quadratmeter Ladenfläche nur eine Person aufhalten darf, dies inkludiert auch den Friseur selbst. Erst ab der doppelten Fläche kann also ein Kunde empfangen werden – für viele Inhaber hat das fatale Folgen. Die Initiative "FriseureInNot" zieht deshalb nicht nur vor das Verwaltungsgericht, sondern schrieb auch einen Brief an Arbeitsminister Hubertus Heil. Ihre Forderung: Wie auch in Österreich solle der Mitarbeiter von der Regel ausgenommen werden. Hätte hingegen die Verordnung, welche derzeit bis zum 15. März gilt, weiterhin Bestand, könnten Salons, die eine kleinere Fläche als 20 Quadratmeter aufweisen, nicht öffnen und solche in größeren Räumen nur wenige Termine vergeben.

© iStock/ Prostock-Studio

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