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Urteil wird ohne John Galliano gefällt

Von GRAZIA am Donnerstag, 8. September 2011 um 10:07 Uhr

Heute wird ein Gericht in Paris entscheiden, ob John Galliano schuldig gesprochen wird – doch zur Urteilsverkündung wird der ehemalige Dior-Chefdesigner nicht erscheinen.

Im Februar brach während der Herbst/Winter Modewochen der Antisemitismus-Skandal um John Galliano aus. In seiner Stammbar "La Perle" soll er einen Mann und eine Frau eine dreiviertel Stunde lang mit judenfeindlichen Parolen beschimpft haben. Das Traditionshaus Dior, für das der Brite als Chefdesigner tätig war, reagierte schnell und entließ den 50-Jährigen am 1. März.

Jetzt, zu Beginn der Spring/Summer Fashion Week in New York, soll heute (8. September) das Urteil gefällt. Doch der Designer will sich nicht im Gericht blicken lassen. Zu groß ist die Angst vor dem Medienansturm. Dabei blühen ihm im Falle einer Schuldsprechung sechs Monate Haft und eine Geldstrafe in Höhe von 220.000 Euro.

Die Staatsanwältin Anne de Fontette sieht Galliano jedoch nicht als antijüdischen Rassisten. Sie forderte in der letzten Verhandlung im Juni eine Geldstrafe in Höhe von 10.000 Euro. Für sie sind seine Sprüche nicht mehr als der "tägliche Antisemitismus der Parkplätze und Supermärkte".

Der alkohol- und tablettensüchtige Star-Designer hat inzwischen einen zweimonatigen Entzug in den USA und der Schweiz hinter sich, kreierte sogar das Hochzeitskleid von Kate Moss. Das Entwerfen des Brautkleides für seine Freundin bezeichnete er als seine ganz persönliche, "kreative Rehab".

Doch heute wird sich zeigen, ob John Galliano Couture-Mode bald gegen eine Gefängniskutte tauschen muss…