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Warum hat sich Biathletin Julia Pieper erschossen?

Von Claudia am Dienstag, 25. Februar 2014 um 11:00 Uhr
Was für ein Schock! Nachwuchs-Biathletin Julia Pieper ist im Alter von nur 19 Jahren gestorben.

Die erst 19-jährige Julia Pieper besuchte das Skigymnasium in Oberhof und gehörte zu den größten Nachwuchs-Hoffnungen des Biathlon. Im vergangenen Jahr gewann sie dann sogar bei der Junioren-WM in Österreich. Ihre Karriere hatte gerade erst begonnen - sie hätte mit Sicherheit noch zahlreiche Erfolge feiern können. Doch jetzt ist Julia tot. Laut einem Polizeibericht soll sie sich mit ihrem eigenen Gewehr erschossen haben: „Es war Suizid. Frau Pieper hat sich erschossen.”

Angeblich soll sich die Sportlerin immer wieder wegen psychischer Störungen und Magersucht in Behandlung befunden haben. Als Biathletin wurde sie bereits seit Jahren an der Waffe ausgebildet - besaß eine Lizenz. Das Gewehr hatte sie immer im Haus ihrer Eltern. Hier, in Winterberg, soll sie am 16. Februar auch gefunden worden sein. 

Wusste ihr Freund von ihren Gedanken?

In einem ersten offiziellen Statement erklärte der Deutsche Ski-Verband: „Ihr plötzlicher Tod hinterlässt eine tiefe Trauer. Unsere Gedanken sind in dieser schwierigen Zeit bei ihrer Familie und ihren Freunden." Doch warum wollte Julia sterben? Anzeichen gab es bereits mehrere. Vor einiger Zeit hatte sie einen Autounfall, bei dem sie aus ungeklärter Ursache gegen einen Baum gefahren war. Und auch die Beziehung zu ihrem Freund, Rodler Toni Fötsch, scheint eine große Rolle zu spielen. Es könnte durchaus sein, dass Fötsch von ihren Gedanken wusste. Denn auf seiner Facebook-Seite postete er wenige Tage nach dem Tod ein Foto von sich und Julia, auf dem die beiden sehr glücklich aussehen. Dazu schreibt er: „Nun wirst du immer zu mir gehören... ein Leben lang. So, wie du es dir immer gewünscht hast. *Pinguinpower forever* — hier: Längenfeld – Ötztal." Ob er tatäschlich Bescheid wusste, wird die Polizei in den nächsten Tagen sicher noch versuchen herauszufinden. 

Ihre Sportkollegen und der Deutsche Ski-Verband trauern um Julia. Bis sie und auch ihre Familie dieses schreckliche Ereignis verwunden haben, wird es vermutlich noch sehr lange dauern. 

 

                                                   Bild: Facebook/ToniFötsch 

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