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Wegen Corona-Notbremse: Friseure schließen freiwillig

Von Julika am Montag, 10. Mai 2021 um 12:14 Uhr

Trotz Lockerungen und großflächiger Testangebote sieht die Zukunft der Friseure nicht so rosig aus. Wir verraten, warum die Corona-Notbremse nun viele zwingen könnte, freiwillig zu schließen.

Erst zum Corona-Test, dann in den Salon: Viele Friseure hadern nach wie vor an den neuen Regelungen im Zuge der Bundesnotbremse. Seit dem 24. April sieht es diese vor, dass unsere Haare bei einem Inzidenzwert von über 100 nur noch mit einem negativen Corona-Test geschnitten werden dürfen, was dazu führt, dass der Berufsstand auf dem Zahnfleisch läuft. Immer mehr Stammkunden nehmen ihre gewohnt regelmäßigen Termine nicht wahr oder sagen ab, obwohl sie schon wieder dürften. Der Grund: Einigen Kunden passt das neue Prozedere nicht. Sie ärgern sich über das kurze Zeitfenster und ungültige Tests, die von den Frisuren nicht akzeptiert werden dürfen oder sind von dem großen Aufwand genervt und wollen den Weg in den Salon daher gar nicht erst antreten. Es herrscht gähnende Leere in den Salons, weswegen einige Dienstleister nun sogar zu harten Maßnahmen greifen müssen...

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Darum schließen viele Friseure lieber freiwillig

"Viele wollen keinen Corona-Test machen", berichten Menschen wie Margot Habenberger, die als Inhaberin des Salons "Hairstyle Habenberger" im bayrischen Freyung gerade an der Existenzgrenze steht. Besonders nachdem sie wochenlang geschlossen haben mussten, sind Friseure nämlich auf neue Kundschaft angewiesen. Denn allein durch teure Hygiene-Konzepte, die ebenfalls nicht mehr wegzudenken sind, fehlt es deutlich an Umsatz. Stimmt dazu die Fluktuation nicht – statt 300 bedienen manche Friseurmeister momentan gerade einmal 20 Kunden – sehen sich nun viele Haar-Experten gezwungen, ihre Studios auf freiwilliger Basis zu schließen. Friseur Jörg Schiffers äußerte nun gegenüber RTL.de, dass er während der andauernden Bundesnotbremse sogar eine komplette Schließung vorziehen würde, als den aktuellen Stand so weiter zu praktizieren. "Dann könnte ich alle Angestellten in Kurzarbeit schicken und es gibt eine staatliche Unterstützung". Wird dies nicht eintreten, befürchtet die Zunft, dass bald so einige Salons trotz Lockerungen dauerhaft dicht bleiben müssen!

© Cottonbro/Pexels

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