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Wegen Lockdown-Lockerung: Das droht uns jetzt!

Von Jenny am Mittwoch, 10. März 2021 um 09:21 Uhr

Die Lockerungen des strengen Lockdowns sehnten sich viele in der Bevölkerung herbei. Nun könnten die zurückgenommenen Einschränkungen allerdings drastische Folgen haben.

Als der Stufenplan der Bundesregierung in der vergangenen Woche vorgestellt wurde, war die Hoffnung groß: Baldige Lockerungen des Lockdowns, der das alltägliche Leben und die Wirtschaft stark einschränkt, um die Corona-Pandemie auszubremsen, sollen folgen. Allerdings bringt die Rücknahme der Einschränkungen nicht nur das Leben zurück, sondern stellt gleichzeitig auch eine Gefahr für das Infektionsgeschehen dar. Dass bislang kein Abwärtstrend der Zahlen erkennbar ist, verdeutlich auch eine schwankende bundesweite 7-Tage-Inzidenz, welche das Robert-Koch-Institut am heutigen Tage mit einem Wert von 65 vermeldete. Was für viele in der Bevölkerung nur bloße Zahlen sind, schlägt sich insbesondere für Intensivmediziner in immenser Arbeit und erschreckenden Bildern von Covid-Erkrankten wieder. Die Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) stellte nun ein Prognosemodells zur Intensivbettauslastung vor, wie tagesschau.de unter Berufung auf Informationen, die dem ARD-Magazin Panorama vorliegen, berichtete. Das Szenario, von dem dabei die Rede ist, löst Besorgnis aus.

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Wegen Lockdown-Lockerungen: Starker Anstieg der Patientenzahlen?

Täglich werden von der DIVI Daten veröffentlicht, welche die aktuellen intensivmedizinische Behandlungskapazitäten darstellen. Das Prognosemodell, welches die Vereinigung nun laut tagesschau.de vorlegte, zeigt dabei, dass ein dramatischer Anstieg von Fallzahlen befürchtet wird, sollte der sogenannte R-Wert aufgrund der Lockerungen, die seit dem 8. März weiter erfolgen, auf 1,4 stiegen. Dabei würde die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen so stark zunehmen, dass laut des Prognosemodells mehr als 10.000 Patienten behandelt werden müssten. Christan Karagiannidis vom DIVI-Intensivregister spricht deshalb eine Warnung aus: "Das wäre ein absoluter Höchststand, den wir bisher noch nie in der Intensivmedizin hatten. Ich bin überzeugt, dass wir damit nicht gut zurechtkommen würden. Die Qualität der Versorgung würde definitiv darunter leiden." Zum Vergleich: Der bisherige Höchststand lag im Januar dieses Jahres bei 6.000 Intensivpatienten. Den R-wert unter 1,2 zu halten, ist laut den Experten der DIVI und ihrem errechneten Modell deshalb wichtig. "Noch sieht der R-Wert ganz gut aus. Wichtig ist aber, dass die Menschen sich weiter diszipliniert verhalten, sonst bekommen die Intensivstationen Probleme“, heißt es seitens der Mediziner.

© Getty Images

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