Beauty

Label-Love: Jusbox

Von Christina am Montag, 15. August 2016 um 12:28 Uhr

Ihr wollt nicht mehr so riechen, wie jedes x-beliebige Mädel im Club? Ihr sucht nach ganz besonderen Düften? Da haben wir für euch einen absoluten Geheimtipp: Jusbox ist eine exklusive Duft-Reihe, deren Konzept auf den Ähnlichkeiten von Parfüm und Musik beruht.

 

Die stärksten Erinnerungen in uns wecken Gerüche und bestimmte Lieder.

Der Geruchs- und der Hörsinn lassen uns in Zehntelsekunden in die Vergangenheit eintauchen.

Wie eine Reihe von Fußabdrücken, die wir in unserem Leben hinterlassen haben - der Geruchssinn besitzt die magische Kraft, entfernteste Erinnerungen und Emotionen wieder hervorzurufen. Er ist unser stärkster und geheimnisvollster Sinn. Tatsächlich sind Olfaktion und Parfümkunst sehr komplex: Erinnerungen, Emotionen,

So beschreiben die Gründer, namens V-Monkeys, zwei Geschwister aus Mailand, die Botschaft ihrer Düfte. Beide haben bereits für große Fashion Labels Parfüm entwickelt und lieben Musik. Die Passion dieser beiden Komponenten hat sie zu dem Projekt Jusbox bewogen..

Das sind die vier verschiedenen Düfte, angelehnt an die vergangenen Jahrzehnte:

 

BEAT CAFÉ

«I wish I could have been there: I can feel the excitement of a new era with a-changin’ that was born among leather couches, spirits and tobacco, intoxicated by the sound of his music.» V-Monkeys, 1962

Die frühen Sechziger markieren einen Wendepunkt in der Geschichte. Während in der Welt Krieg herrscht, versammelt sich die Jugend und setzt damit ein Zeichen gegen die blinde Gewalt und die Unterdrückung des Systems. Die Beat Generation – bestehend aus einer Reihe von Autoren, deren Literatur die amerikanische Kultur der Nachkriegs-Ära exploriert und beeinflusst – findet ihre Stimme in der Musik Bob Dylans. Seine von Vitalität strotzenden Blues-Melodien verbreiten die Message mit ihrer vollen und unverfälschten Klangfarbe von Amerika bis nach Europa. Als Dichter, Autor und Underground-Sänger beginnt Dylan seine Karriere mit atemberaubenden Café-Performances. Damals wurden Cafés zu mythischen Treffpunkten der jüngeren Generation, um mit Musik, Dichtung, Politik, Literatur und Mode eine Gegenkultur zu schaffen. In der Luft hängt ein Duft von Revolution: ein Wohlgeruch aus Tatkraft, Tabak und Leder – wie den Couches entzogen, auf denen die Rebellen bis zum Morgengrauen über ein neues System nachdachten.

Für Beat Café hat Dominique Ropion eine Komposition aus Würz- und Ledernuancen geschaffen, die in ihrer Wärme der Musik von Bob Dylan gleicht. Als Hommage an die Café-Kultur der Beat Generation, besteht die Melodie aus Noten von Cognac, schwarzem Pfeffer und Koriander. Tabak und schwarzes Leder bilden die Herznote; in der Basisnote dominieren Vetiver und Zedernholz.

 

14HOUR DREAM

«I can’t stop thinking about that mystic image: people dancing in ecstasy, enchanted by the rays of light coming from that mirrored guitar. A magic kaleidoscope enlightens the Palace. » V-Monkeys, 1967

Die soziale Revolution ebnet den Weg für eine musikalische Revolution. Das Ende der Sechzigerjahre ist eine Zeit des Experimentierens: mit Instrumenten, Klängen, Drogen, Sex und Reisen. Musik trifft auf Technologie – es ist Liebe auf den ersten Blick. Der psychedelische Underground-Rock wird geboren, in einem Bett aus LSD, das die Türen der Wahrnehmung weit aufschmeißt. Dieser scheinbar endlose Sinnes-Trip der psychedelischen Epoche erreicht seinen Höhepunkt während des 14Hour Technicolor Dream Events, das am 27. April 1967 in London stattfand: ein Marathon aus Musik, Theater, Tanz und Dichtung, der rund 40 Rock-Bands zusammentrommelte. Pink Floyd performen als letzte, während die Sonne über der feiernden Menschenmasse aufgeht. Syd Barrett spielt sein legendäres Solo und auf seiner Gitarre spiegeln sich die morgendlichen Sonnenstrahlen – ein episches Ende des Festivals. Pink Floyd haben nicht nur einen neuen Sound entwickelt, auch ihr Umgang mit Visuals und Beleuchtung revolutionierte Musik-Konzerte.

Für 14Hour Dream hat Antoine Lie mit dem Orientalischen gespielt. Der sinnliche Duft ehrt die Lustbetontheit der psychedelischen Epoche, in der das Vergnügen unübertroffen war. Patchouli transportiert Erinnerungen an die Generation und ihre Reisen nach Goa, einem indischen Paradies voller Blumen und angenehmer Düfte, die die Sinne ansprechen. Vanille hat einen einhüllenden Effekt, welcher mit dem hippie-esquen LoveIn-Vibe der Ära harmoniert.

 

USE ABUSE

«More, more and more! No rules, no limits, no boundaries, the celebration of the excess: in everyday life as on stage! Boom!” V-Monkeys, 1980s

Mit den Achtzigern wurde eine Generation von wilden Individualisten geboren – hungrig darauf, das Leben voll auszukosten. Wenn man dieses Zeitalter mit einem Wort beschreiben könnte, dann wäre es sicher „Exzess“. Es war eine Phase des Prahlens und Sich-Hervortuns – mit seinem Auto, mit seiner Kleidung oder mit seinem Körper. Der Kapitalismus gewinnt an Übermacht und legt allen seine eigenen Regeln auf: Es gibt keine. Es ist der Triumph des Scheins über das Sein. Diese Konsum-Generation nutzt und missbraucht quasi alles, immer einen Schritt näher an der Überdosis. Das alles spiegelt sich in den verrücktesten Musik-Konzerten wider; einer Band gelingt es, sich im heftigen Wettbewerb durchzusetzen und zum besten Live-Act in der Geschichte der Popmusik zu avancieren. Der Name hätte nicht besser gewählt sein können in einer Epoche, die ihre Diven krönt: Queen. Mit dem unglaublichen Entertainer Freddy Mercury erreicht Queen legendären Status und ihre Shows präsentieren die extravagantesten Outfits in einer endlosen Vielfalt von pulsierenden Sounds, Formen und Farben. Hinter dem ganzen Prunk und Aufwand steckt jedoch eine Message: Man kann alle Besonderheiten überschreiten.

Mit Use Abuse kreiert Antoine Lie eine Symbiose aus orientalischen und blumigen Noten. So molekular, impulsiv, dynamisch und antreibend wie die theatralischen Shows und die innovative Musik von Queen. Die Basis aus Tuberose, Sandelholz und arabischem Jasmin macht den Duft zu einer Überdosis und einem Symbol dieser exzessiven Epoche.

 

MICRO LOVE

«Huge screens enlighten the crowd and wash our brain: the world is connected, electricity and love are in the air!” V-Monkeys, 1993

Die Neunziger versetzen uns in die Zukunft. Wir betreten das Technologiezeitalter: Der Mikro-Chip ist König und regiert in allen Rechenzentren. Fernsehen, Computer, Mobiltelefone – alles und jeder ist mit einem Klick sofort verfügbar und die herumzappelnde Generation ist geboren; man konsumiert Informationen mit jedem Atemzug. Bilder und Sounds werden in einem Tempo hervorgebracht, das die Verarbeitung der Eindrücke erschwert, zur Sättigung führt und die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verwischt. In dieser Zeit der Unruhe meldet sich eine Band als Stimme der Nation. U2, ein roboterhafter Name für die Band, die die neue Technik mit auf ihre musikalische Reise nimmt. U2 sakralisieren das Bündnis von Mensch und Maschine. Die Zoo TV Tour 1992/93 ist ein Wendepunkt in der Geschichte der Band: Mit riesigen Wandprojektionen drücken U2 ihre Technikbegeisterung aus, setzen damit gleichzeitig aber auch ein Zeichen für die Gefahren des technischen Fortschritts. Alles ist eine Sache der Balance. Deshalb wurde ein Name gewählt, der der Verbindung zwischen Mensch und Maschine gerecht wird: Mirco Love – komplett mit seinem eigenen Symbol, einem Mikro-Chip mit einem Herzen in der Mitte.

Für Micro Love erarbeitete Dominique Ropion eine Komposition aus Moschus-Aromen und einem Hauch luftiger Nuancen – ein Tribut an die Zoo TV Tour. Der Duft ist spannungsgeladen, abstrakt und erfrischend-leicht.

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