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5 Fakten rund um die Blase, die ihr bestimmt noch nicht kennt!

Von GRAZIA am Dienstag, 5. November 2019 um 17:20 Uhr

Die Harnblase erledigt praktisch nebenbei eine wichtige Aufgabe: Sie sammelt unseren Urin, damit wir ihn nur dann abgeben, wenn wir es wirklich wollen. Viele schenken ihrer Blase wenig Beachtung, zumindest dann, wenn alles normal läuft. Hier ein paar wissenswerte Fakten rund um die menschliche Harnblase.

Fakt 1: Die Blase kann bis zu einem Liter Flüssigkeit fassen

Die Blase ist ein faszinierendes Organ. Ist sie leer, ähnelt sie einer flachen Schale. Doch stetig füllt sie sich mit Flüssigkeit - und wird dabei zum runden Ball. Bis zu einem Liter kann sie theoretisch aufnehmen - je nach Person und Körpergröße. Doch soweit kommt es meist nicht. Denn bereits ab einem Füllstand von etwa 150 Millilitern beginnt der Harndrang und ab 300 Millilitern drückt es deutlich, sodass ihr spätestens dann eine Toilette aufsucht. Etwa eineinhalb Liter Urin produziert die Blase eines Erwachsenen jeden Tag und muss daher ungefähr vier bis sechsmal geleert werden.

Fakt 2: Bei einem Tropfen spricht man schon von Blasenschwäche

Von Blasenschwäche ist bereits dann die Rede, wenn nur ein einziger Tropfen ungewollt entweicht. Dieser unbeabsichtigte Urinverlust wird auch als Inkontinenz bezeichnet. Von wenigen Tropfen bis zu größeren Mengen: Blasenschwäche hat viele Gesichter und ist viel verbreiteter, als ihr wahrscheinlich denkt. Betroffene scheuen sich, über Blasenschwäche zu sprechen, weswegen bei den Einzelnen schnell der Eindruck aufkommt, sie stünden allein da. Tatsächlich kennen allein in Deutschland etwa neun Millionen Menschen - Frauen und Männer jeder Altersklasse - das Gefühl, den Harndrang nicht mehr vollständig kontrollieren zu können.

TENA informiert umfangreich zum Thema Inkontinenz und Blasenschwäche</a> und zeigt, dass ein unbeschwertes Leben trotz des Kontrollverlusts über die Blase möglich ist.

Fakt 3: Frauen sind aufgrund ihrer kurzen Harnröhre anfälliger für Blasenentzündungen

Es ist keine Einbildung und kein Gejammer: Frauen fangen sich viel schneller eine Blasenentzündung ein, weil ihre Harnröhre mit nur etwa vier Zentimetern sehr kurz ist und darum Bakterien viel schneller bis zur Blase aufsteigen können. Bei Männern hingegen ist die Harnröhre etwa 20 Zentimeter lang. Meist spülen sie Bakterien also einfach wieder aus, bevor diese den Aufstieg geschafft haben.

Fakt 4: Ihr könnt eure Blase trainieren

Wenn ihr bemerkt, dass ihr unkontrolliert Urin verliert - beispielsweise beim Lachen oder Niesen - dann ist das kein Grund zur Panik. Denn gegen Blasenschwäche kann jeder selbst etwas unternehmen und die Blase trainieren. Streng genommen trainiert ihr nicht eure Blase, sondern die Beckenbodenmuskulatur. Diese hat viel zu tragen, denn sie hält die Organe an Ort und Stelle. Zudem ist sie an mehreren Stellen unterbrochen: Bei Frauen durch die Harnröhre, den Enddarm und die Scheide. Damit die Beckenbodenmuskulatur nur dann dem Harndrang nachgibt, wenn ihr das auch wollt, könnt ihr diese Muskelgruppe mit Übungen zur Kräftigung des Beckenbodens stärken. Auch Sportarten wie Pilates trainieren den Beckenboden, da das An- und Entspannen dieser Muskeln Teil fast aller Übungen ist.

Fakt 5: Produkte zur Monatshygiene sind nicht für Urin geeignet

Mehr als die Hälfte der Frauen, die von Blasenschwäche betroffen sind, verwenden die häufig bereits vorhandenen Produkte für die Monatshygiene. Slipeinlagen und Damenbinden eignen sich jedoch nicht für die Aufnahme von Urin. Dieser ist deutlich dünnflüssiger, weswegen eine hohe Saugkraft und schnelle Flüssigkeitsbindung erforderlich sind. Zudem verhindern Binden und Co. die Geruchsbildung durch Urin nur sehr unzureichend. Männer greifen sogar noch seltener zu Blasenschwäche-Produkten, weil sie oft einfach nicht wissen, dass es sie überhaupt gibt.

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