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Abenteuer Tansania: Rundreise durch Ostafrika

Von GRAZIA am Montag, 25. Oktober 2021 um 16:24 Uhr

Wenn ihr den afrikanischen Kontinent von seiner schönsten Seite entdecken und eine klassische Safari erleben wollt, ist Tansania die perfekte Wahl. Hier erfahrt ihr, was ihr auf eurer Rundreise sehen könnt.  

Afrika steht bei vielen Menschen ganz oben auf der Wunschliste zukünftiger Reiseziele. Die meisten Menschen denken dabei an steppenartige Landschaften, in denen sie einen Blick auf die "Big Five" erhaschen können. Für eine solche Safari gehört Tansania zu den beliebtesten Anlaufstellen. Doch das Land im Osten von Afrika hat noch mehr zu bieten. Es gibt daher viele gute Gründe, um die nächste Fernreise nach Tansania zu starten, am besten mit einer geführten Reisegruppe. Denn alleine zu reisen, ist zwar auch hier möglich, aber zwischen den wilden Landschaften und fremden Kulturen Ostafrikas durchaus ein Abenteuer, das etwas Mut erfordert.

Tansania in Zahlen: Ein Überblick

Da es zu den bekannteren Staaten in Afrika gehört, dürfte euch Tansania ein Begriff sein. Die Vereinigte Republik Tansania befindet sich zwischen Kenia, Uganda, Mosambik, Sambia, Malawi, Ruanda, Burundi sowie der DR Kongo. Gleichzeitig besitzt sie eine lange Küste am Indischen Ozean. Tansania gehörte lange Zeit zum Vereinigten Königreich und ist seit seiner Unabhängigkeit im Jahr 1961 ein Teil des Commonwealth. Dass es zu den bekanntesten Ländern des Kontinents gehört, ist auch seiner Größe geschuldet, denn mit rund 56 Millionen Einwohnern liegt Tansania auf dem fünften Platz der größten afrikanischen Staaten. Kulturell ist Tansania ein echtes Völkergemisch, das sich vor allem aus verschiedenen afrikanischen Ethnien zusammensetzt. Dementsprechend werden im Land 125 verschiedene Sprachen gesprochen. Aufgrund der kolonialen Vergangenheit beherrschen die meisten Einwohner aber auch Englisch.

Die Vielfalt der tansanischen Landschaften

Zwar zählt Tansania auch so manche Großstadt, doch es sind vor allem die ursprünglichen Landschaften, die jedes Jahr zahlreiche Besucher aus aller Welt anlocken. Diese könnten nicht abwechslungsreicher sein: Im Norden befindet sich die Massai-Savanne, die bis zu 1.100 Meter in die Höhe reicht. In der sogenannten Küstenebene findet ihr eine tropische Vegetation und im Süden ein Hochplateau auf bis zu 1.200 Höhenmetern, das sich bis zum Malawisee erstreckt. Gleichzeitig durchquert der Ostafrikanische Graben das Land und im westlichen Tansania beginnt bereits der Zentralafrikanische Graben. Hier haben sich im Laufe der Geschichte allerhand Vulkane sowie Krater gebildet, darunter der berühmte Kibo, der höchste Berg von Afrika mit 5.895 Metern. Er gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe Kilimandscharo-Massiv.

©Pexels/Kureng Workx

Aber nicht nur in der Höhe, sondern auch in der Ebene punktet Tansania mit Superlativen: Gleich drei der größten Seen von Afrika befinden sich in dem Land. Zudem gibt es tausende kleinerer sowie größerer Inseln im Meer oder in den Seen, die offiziell zu Tansania gehören. Und dann wären da natürlich noch allerhand Trocken- sowie Feuchtsavannen, Küstenebenen und Halbwüsten, die ein Landschaftsbild bieten, das viele Menschen als typisch afrikanisch bezeichnen würden – eben wie von einer postkartentauglichen Safari. 

Safari in Tansania: Die "Big Five" erleben

 Einmal im Leben eine Safari machen, diesen Wunsch teilen viele Menschen und in Tansania könnt ihr ihn wahr werden lassen. Schließlich gibt es kaum ein Reiseziel, das sich besser für die Beobachtung afrikanischer Tiere sowie der "Big Five" eignet. Zu ihnen werden der Elefant, der Löwe, das Nashorn, der Leopard und der Büffel gezählt. Aber auch Zebras, Gnus, Nilpferde, Giraffen und viele weitere Tiere könnt ihr in Tansania aus nächster Nähe erleben. Vor allem die Serengeti erfreut sich für eine solche Safari großer Beliebtheit, denn sie ist weltberühmt für ihre jährliche Tierwanderung – und bietet zugleich optimale Bedingungen für die Tierbeobachtung. Doch es gibt noch weitere Nationalparks, die in dem afrikanischen Land zur Safari einladen, zum Beispiel den TarangireNationalpark, den Selous Game Reserve, den Ruaha Nationalpark oder den Ngorongoro Krater. Tatsächlich liegt die Wahrscheinlichkeit, während eurer Safari durch Tansania eine Raubkatze mit eigenen Augen zu sehen, angeblich bei 100 Prozent. Am besten überzeugt ihr euch davon selbst.

Reisetipps rund um die tansanische Safari

Es gibt noch einen weiteren guten Grund, um Tansania als Reiseziel für eure Safari zu wählen: das Klima. Aufgrund seiner Nähe zum Äquator weist es nämlich das ganze Jahr über optimale Bedingungen für eine Safari auf bei angenehmen Temperaturen zwischen 22 und 29 Grad Celsius. Trotzdem müsst ihr bei der Wahl des Reisezeitpunkts beachten, wann sich welche Tiere in Tansania aufhalten und wo sie sich am ehesten zeigen. Als optimal gelten daher die Monate Juli sowie August, wenn ihr die große Tierwanderung in der Serengeti sehen wollt. Doch prinzipiell gibt es Angebote für jede Jahreszeit, sprich die Safari findet eben immer dort statt, wo die Tiere gerade sind, quasi abhängig von ihrem Terminkalender. So könnt ihr die Safari in Tansania ganzjährig erleben. Wie bereits erwähnt, schließt ihr euch dafür am besten einer Reisegruppe an, jedoch gibt es auch Angebote für Selbstfahrer, um die Safari oder ganze Tansania Rundreise nach eigenem Belieben zu gestalten – sozusagen als Kompromiss aus einer geführten Reise und jener auf eigene Faust.

©Pexels/Rachel Claire

Darum lohnt sich Tansania

Mit der Rundreise ist ein wichtiges Stichwort gefallen, denn wer den weiten Weg nach Tansania auf sich nimmt, sollte sich nicht nur auf die Safari fokussieren. Sie wird ein Highlight eurer Reise sein, keine Frage, aber eben nicht das einzige. Denn wie eingangs geschildert, bietet Tansania eine unglaubliche Vielfalt an Landschaften, ebenso wie Großstädte und weitere Sehenswürdigkeiten. Es lohnt sich deshalb, auch andere Teile des Landes zu erkunden, ebenfalls als geführte Gruppenreise oder als Selbstfahrerreise, je nach individuellem Geschmack. So oder so solltet ihr auf eurer Rundreise durch Tansania folgende Highlights (neben der Safari) keinesfalls verpassen:

  • Arusha Kulturzentrum: Wer etwas über die Geschichte der in Tansania lebenden Stämme erfahren sowie heimische Kunst entdecken möchtet, findet im Arusha Kulturzentrum eine optimale Anlaufstelle.
  •  Gefängnisinsel: Lange Zeit wurden Kriminelle auf diese Insel abgeschoben, mittlerweile ist sie der Lebensraum einiger vom Aussterben bedrohter Tierarten wie der Riesen-Aldabra-Schildkröte.
  • Jozani: Der Urwald besticht durch seine Naturbelassenheit sowie abwechslungsreiche Landschaft zwischen Grundwasser- sowie Korallenwäldern, aber auch Mangrovensümpfenund Salzwiesen. 
  • Kilimandscharo-Gebirge: Das UNESCO-Welterbe und der zugehörige Nationalpark laden zum Wandern sowie Bergsteigen ein. Auch für die Vogelbeobachtung gibt es hier optimale Plätze.
  • Kilwa Kisiwani/Songo Mnara: Die Ruinen von Kilwa Kisiwani und Songo Mnara sind die Überreste einstiger sehr reicher Hafenstädte und gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Dementsprechend viele prächtige Bauwerke gab es dort, deren Überbleibsel sich bis heute besichtigen lassen, darunter der Sultanspalast oder die Festung Gereza.
  • Natronsee: Zwischen dem Kilimandscharo und dem Viktoriasee gelegen, lockt der Natronsee mit seiner rosanen Farbe Besucher aus aller Welt an. Der unter Naturschutz stehende See ist zudem die Heimat von rund 2,5 Millionen Zwergflamingos, die ebenfalls durch die Salinenkrebse ihre rosane Färbung bekommen.
  • Ngorongoro-Krater: Dieser Vulkankrater an der südlichen Serengeti hat nicht nur die größte Raubtierdichte von ganz Afrika, sondern ist zugleich ein imposanter Anblick mit Kraterwänden, die bis zu 600 Meter in die Höhe ragen. 
  • Olduvai-Schlucht: Diese archäologische Stätte wurde im Jahr 1911 entdeckt. Dort wurden Fossilien wie Schädelteile, Werkzeuge oder Knochenfragmente gefunden, welche für die Erforschung der Menschheitsgeschichte eine wichtige Rolle spielen. 
  • Sansibar: Die bekannteste Insel Tansanias ist ein beliebtes Urlaubsziel, denn sie lockt mit Traumständen im karibischen Flair sowie der historischen Stadt namens Stone Town und ihrenarabisch angehauchten Häusern.
  • Viktoriasee: Er ist der größte Süßwassersee von Afrika und zugleich die Quelle des Weißen Nils. Hier gibt es zahlreiche sehenswerte Schutzgebiete sowie Inseln, die im Zuge von Wanderungen, Bootsfahrten & Co erkundet werden können. 

An Highlights mangelt es auf eurer Rundreise durch Tansania also keinesfalls und genau deshalb sollte das Land in Ostafrika auf eurer "Bucket List" stehen. Viel Spaß!

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