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Abnehmen: Diese typischen Diät-Regeln solltet ihr ignorieren

Von Svenja am Montag, 4. Mai 2020 um 11:29 Uhr

Manchmal fällt es uns schwer den Überblick zu behalten bei all den Hinweisen, Verboten und Regeln rund ums Abnehmen: Wir verraten euch, welche typischen Diät-Regeln ihr zukünftig besser ignorieren solltet.

Uns schwirrt der Kopf: Der Sommer rückt immer näher und damit auch unser Wunsch, sich in seinem Körper wieder wohler zu fühlen und der Bikinifigur einen Schritt näher zu kommen, doch irgendwie finden wir uns im Dschungel von Abnehm-Mythen, ungesunden Diäten und Tipps nicht mehr zurecht. Den Überblick zu behalten, bei allem, was wir tagtäglich zu diesem Thema hören und lesen, ist tatsächlich gar nicht so einfach. Besonders ein paar Dinge sind uns im Kopf hängen geblieben, da sie uns immer wieder eingetrichtert wurden, obwohl sie in Wahrheit überhaupt nicht stimmen. Trotzdem halten wir uns daran, was dazu führt, dass wir uns unausgewogen ernähren und uns wichtige Nährstoffe fehlen oder wir mit unserer Diät keinen Erfolg erzielen. Wir haben fünf Diät-Regeln für euch ausgemacht, die ihr zukünftig besser ignorieren sollte.

1. Ganz oder gar nicht

Viele Diäten oder Abnehm-Methoden sind sehr radikal. Sie setzen entweder nur auf eine bestimmte Gruppe von Lebensmitteln oder schließen eine bestimmte komplett aus. Am besten sollten wir dazu noch fünf Mal die Woche Sport machen und, um einen Erfolg zu sehen, auf keinen Fall nachlässig werden. Doch diese Varianten sind weder gesund noch besonders erfolgversprechend: Wenn eine Diät zu strikte Vorgaben hat und uns zu sehr einengt, können wir sie nur schwierig in unseren Alltag integrieren. Das ist allerdings wichtig, damit wir sie länger als ein oder zwei Wochen durchhalten können. Besser ist eine Ernährungsumstellung, in der wir uns auch mal etwas gönnen dürfen und ein Sportpensum verfolgen, das realistisch ist. So kommen wir entspannter zum Ziel und können unsere Traumfigur auch den ganzen Sommer halten.

2. Problemzonen können gezielt wegtrainiert werden

Wie viele Bauch-Workouts wir in unserem Leben bereits gemacht haben, um endlich unsere Röllchen verschwinden zu lassen, können wir schon gar nicht mehr zählen. Doch so richtig erfolgreich war das bisher nie. Auch, wenn wir jeden Tag Sit-ups gemacht haben, haben wir trotzdem noch kein Sixpack. Das liegt daran, dass wir nicht – weder durch weniger essen, noch durch Sport – gezielt an bestimmten Körperstellen abnehmen können. Wo das Fett als erstes schmilzt, bestimmt allein unsere Genetik. Mit Sport können wir nur unsere Muskeln stärken, damit sie schneller sichtbar werden. Dafür brauchen wir jedoch einen geringeren Fettanteil an der jeweiligen Stelle. Darauf, wann unser Körper auf genau dieses Fettdepot zurückgreift, haben wir leider keinen Einfluss.

3. Je weniger ihr esst, desto schneller nehmt ihr ab

Ein Grundsatz, den wir schon häufig gelesen haben und der in uns eingegangen ist: Bei jeder Diät versuchen wir möglichst wenig zu essen und uns alles zu verkneifen, um schnelle Erfolge zu erzielen. Im Prinzip stimmt es natürlich auch, dass wir schneller abnehmen, wenn wir weniger essen: Wir nehmen ab, wenn wir weniger Kalorien aufnehmen als wir verbrauchen und je größer die Spanne ist, desto schneller geht es. Ist unser Kaloriendefizit allerdings zu hoch, können wir die Diät langfristig nicht durchhalten. Die Folge sind Heißhungerattacken und ein Jojo-Effekt. Um dies zu vermeiden, ist ein moderates Defizit von 200-300 Kalorien ideal.

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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4. Du solltest komplett auf Süßigkeiten verzichten

Teil vieler Diäten ist es, ungesunde Lebensmittel komplett von seinem Speiseplan zu streichen. In einem gewissen Maß ist das auch sinnvoll, da wir nicht abnehmen können, wenn wir weiterhin genüsslich Chips snacken und Süßes schlemmen. Komplett verbieten sollten wir uns allerdings auch in der Diät nichts. Das Verbot löst in unserem Gehirn automatisch ein Verlangen aus, sodass wir mehr mit Heißhunger und Gelüsten zu kämpfen haben. Besser: Gesunde Alternativen wie Nuss- oder Dattelriegel snacken und sich ab und zu ein Stückchen Schokolade gönnen.

5. Vollkorn macht schlank

Niemals würden wir in unserer Diät Weißbrot essen: Ob Toast, ein leckeres Brötchen oder Ciabatta – wenn wir gerade abnehmen wollen, greifen wir immer eher zum Pumpernickel. Auch auf helle Nudeln verzichten wir und essen lieber Vollkornspaghetti. Was wir dabei oftmals nicht beachten ist, dass Vollkornprodukte nicht weniger Kalorien haben als ihre vermeintlich ungesunden Gegenspieler, sondern meist sogar mehr. Zudem haben Vollkornprodukte meist einen höheren Fettanteil. Trotzdem neigen wir dazu, mehr davon zu essen, weil wir das Gefühl haben, etwas Gesundes zu uns zu nehmen, was trügerisch ist und uns unsere Diät ruinieren kann. Vollkornprodukte sättigen uns aufgrund ihrer Ballaststoffe länger, weshalb ihr nicht auf sie verzichten solltet: Um eine Diät erfolgreich werden zu lassen, sind sie aber nicht zwingend notwendig.

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