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Abnehmen: Dieses Gen ist daran Schuld, dass keine Diät funktioniert

Von Marvena.Ratsch am Donnerstag, 19. September 2019 um 15:48 Uhr

Dass die Ernährung und Bewegung wichtige Faktoren im Kampf um überschüssige Kilos sind, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Doch wenn man trotzdem nicht Abnehmen kann, könnte ein Gen Schuld daran sein...

Wer kennt es? Man hangelt sich von einer Diät zur nächsten und zieht diese auch konsequent durch, doch die überschüssigen Pfunde wollen einfach nicht purzeln. Zu Anfang denkt man sich noch, dass es einfach der lästige Jojo-Effekt ist und man irgendetwas falsch gemacht hat, doch auch wenn die dauerhafte Umstellung auf eine gesunde Ernährung keine Erfolge mit sich bringt, fängt man langsam an zu zweifeln. Fragen wie "Stimmt etwas nicht mit mir?" oder "Könnte es vielleicht an meiner Schilddrüse liegen?" spuken im Kopf herum. Kann der Arzt allerdings keine Krankheiten feststellen, herrscht im Kopf in großes Fragezeichen. Das können wir jetzt allerdings lösen, denn es könnte auch noch einen anderen Grund geben, warum du einfach nicht abnehmen kannst, und diese Ursache liegt verborgen in den Genen. Die Forschungen der Universität Marburg sind nämlich zu dem Ergebnis gekommen, dass bis zu circa 60 Prozent der Gewichtsprobleme erblich veranlagt sind. Eine Vielzahl von Genen wie der FTO- oder GAD2-Variante, welche für einen erhöhten Appetit sorgt, wurden bereits als Fettsucht-Gene entschlüsselt, doch momentan liegt der Fokus der Forscher vor allem auf dem MC4R-Gen, auch als Hunger-Gen bekannt. 

Warum funktioniert einfach keine Diät?

Gerade wenn man bereits als Kind Probleme mit dem Gewicht hatte und trotz ausreichend Bewegung und gesunder Ernährung immer wieder – bis ins Erwachsenenalter hinein – mit überschüssigen Pfunden zu kämpfen hat, könnte MC4R beziehungsweise das Fehlen des Gens der Ursprung allen Übels sein. In zwei Studien, die in der Fachzeitschrift "Cell" veröffentlicht wurden, wurden die Gene, die Gesundheit und dementsprechend auch das Gewicht von über einer halben Millionen Menschen im Alter von 40 bis 69 Jahren untersucht. Dabei fiel auf, dass einige Probanden schon immer dünn waren und keinen übermäßigen Hunger verspürten. Dafür ist allerdings nicht nur der gute alte Stoffwechsel zuständig, sondern die Genetik, im Speziellen eine Mutation von MC4R. Dr. Sadaf Farooqi, Professor der University of Cambridge, forschte über 30 Jahre lang zu dem Hunger-Gen und zählt ca. 300 verschiedene Varianten. Darunter ist auch eine, welche die Sättigungs-Signale, die normalerweise an das Gehirn weitergeleitet werden, stört, sodass sich wiederum kein Sättigungsgefühl einstellt und die betroffenen Personen nach ihren Mahlzeiten noch immer Hunger verspüren. 

So kann man trotz Fettsucht-Gen abnehmen

Das Ganze klingt zwar ein wenig deprimierend, doch natürlich lassen sich überschüssige Kilos trotz einer erhöhten Produktion des Gens effektiv bekämpfen. Hierfür brauchst du allerdings ein wenig mehr Durchhaltevermögen und Standhaftigkeit. Du musst dir im Klaren darüber sein, dass du viel zu häufig Hunger verspürst, obwohl dein Körper keine Energie in Form von Nahrung braucht. Indem drei bis fünf feste Mahlzeiten, die sich vor allem aus protein- und ballaststoffreichen und weiger aus kohlenhydrathaltigen Lebensmittel zusammensetzen, auf deinem Speiseplan stehen und sich diese an der empfohlenen täglichen Kalorienzahl orientieren, nimmst du nicht zu. Wenn du dann zwischendurch Appetit verspüren solltest, kannst du mit einigen Tricks nachhelfen. Meist hat ein Glas Wasser, welches du mit etwas Zitrone verfeinern kannst, einen sättigenden Effekt. Ein weiterer wichtiger Faktor um trotz des Hunger-Gens abnehmen zu können ist regelmäßige Bewegung. Sowohl eine hohe tägliche Schrittzahl und das Nutzen von Treppen als auch Workouts dürfen nicht vernachlässigt werden, da so der Kalorienverbrauch steigt. 

Wenn du mehr über dieses komplexe Themaerfahren möchtest und wirklich strukturiert abnehmen möchtest, kannst du alles rund um die Genetik und das Abnehmen in dem Buch "Die Gen-Diät: Wie Gene das Abnehmen bestimmen" von Dr. Hossein Askari nachlesen.📚

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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