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Algen: Wie gesund ist das Superfood aus dem Meer wirklich

Von GRAZIA am Dienstag, 10. März 2020 um 10:34 Uhr

Bereits seit Jahrhunderten werden Algen in Japan als gesundes Superfood zelebriert und auch in den westlichen Graden erfreut sich das Gemüse aus dem Meer einer zunehmenden Beliebtheit. Nicht nur in der Küche, auch in der traditionellen chinesischen Medizin findet sich die Alge als Allheilmittel wieder, mit der sich beispielsweise der Blutdruck regulieren oder Beschwerden des Magen-Darm-Traktes bekämpfen lassen. Doch was genau macht das Superfood so gesund? 

Verschiedene Algen im Vergleich

Das Wort Alge ist ein Sammelbegriff und umfasst mehr als 500.000 verschiedene Algenarten. Erforscht sind bislang nur wenige, knapp 500 Arten. Noch weniger davon sind als Lebensmittel in Deutschland zugelassen. Man unterscheidet grob zwischen Mikroalgen und Makroalgen. Als Makroalgen bezeichnen wir Unterwasserpflanzen, die mehrere Meter in die Länge wachsen können. In Deutschland erhältliche Vertreter dieser Art sind beispielsweise Dulse, Kombu, Wakame oder Nori. Mikroalgen hingegen betreiben zwar ebenfalls Photosynthese, sind aber einzellige Lebewesen. Bekannte Vertreter dieser Art sind Chlorella und Spirulina. Gezüchtet werden die Sorten vornehmlich in speziellen Süßwasser-Anlagen. Die Algen werden anschließend getrocknet und als Nahrungsergänzungsmittel in Form von Kapseln oder Pulvern auf den Markt gebracht. Da sie nicht aus dem Meer stammen, sind sie nicht mit Schwermetallen oder Umweltgiften belastet. Nähere Infos zu Algen wie Spirulina und Chlorella erhalten Sie zum Beispiel hier.

So gesund sind Chlorella und Spirulina 

Vor allem Veganer können von den Kugelalgen profitieren, denn Chlorella und Spirulina gehören zu den wenigen Pflanzen, die dem Körper verwertbares Vitamin B12 liefern können. Auch enthalten sie wertvolle Aminosäuren, da sie aus rund 60 Prozent Eiweiß bestehen. Desweiteren können die Mikroalgen den täglichen Bedarf an Eisen, Kalzium, Magnesium, Phosphor, Mangan und Zink problemlos decken. Nicht zuletzt zur Entgiftung ziehen einige die Mikroalgen heran. Dank der Industrialisierung ist unser Grundwasser mit zahlreichen Umweltgiften und Schwermetallen belastet. Mikroalgen besitzen aufgrund ihrer speziellen Struktur die Fähigkeit, Schwermetalle und Giftstoffe aus Gewässern zu ziehen, weshalb sie sich auch zur Entgiftung eignen. Erhältlich sind Algen wie Spirulina und Chlorella zum Beispiel bei  Curlysuperfood.de.

Vielfältige Anwendungsgebiete 

Algen allgemein sind reich an essenziellen Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen. Sie helfen, den Körper mit Zink, Selen, Kalium, Magnesium, Kalzium und Algen zu versorgen. Auch Vitamin A, B, C, E sowie Folsäure und Niacin sind in den Algen enthalten. In Asien werden Algen meist frisch serviert, hierzulande sind Algen in der Regel nur getrocknet erhältlich. Uns allen bekannt ist beispielsweise das getrocknete Nori-Blatt, das zur Herstellung von Sushi benötigt wird. Dank seiner vielen Inhaltsstoffe dienen Algen der: 

  • Stärkung des Immunsystems
  • Beseitigung eines Nährstoffmangels
  • Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Entgiftung
  • Senkung eines zu hohen Cholesterin-Spiegels

Auch werden Algen vermehrt gegen Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt. Besonders wirksam ist der in den Algen enthaltene Wirkstoff Chlorophyll, der die Darmtätigkeit offenbar anregt und Verdauungsprobleme bekämpft. 

Potentielle Gefahren und Risiken

Algen besitzen zwar viele wertvolle Inhaltsstoffe, doch enthalten sie in der Regel Jod in größeren Mengen. Während Japaner sich im Laufe der Zeit an den hohen Jodgehalt der Algen gewöhnen konnten, können wir Europäer das Mehr an Jod nicht ordentlich verwerten. Bei zu hohen Konzentrationen des Stoffs steigt das Risiko für Erkrankungen der Schilddrüse. Auch die Entwicklung eines Kropfs wird durch die Zufuhr von Jod begünstigt. Nicht zuletzt ist die Strahlenbelastung der Algen manchen seit der Reaktor-Katastrophe in Fukushima ein Dorn im Auge. Grundsätzlich sind Algen aus dem Meer dann sicher, wenn sie nicht direkt von japanischen Küstengebieten stammen. Hier erhältliche Algen unterlaufen zudem strengen Qualitätskontrollen, weshalb sich Algen unbedenklich in den Ernährungsplan integrieren lassen.