Lifestyle

Allergien: Diese Hausmittel lindern die Symptome von Unverträglichkeiten gegen Pollen, Hausstaub und Co.

Von Marvena.Ratsch am Samstag, 18. April 2020 um 14:00 Uhr

Juckende Haut, Kribbeln in der Nase und tränende Augen – das sind nur einige der nervigen Symptome von Allergien wie Heuschnupfen. Diese Begleiterscheinungen lassen sich allerdings mit einigen natürlichen Hausmitteln bekämpfen und die fünf Wirksamsten haben wir für euch aufgelistet.

Die Bäume erlangen langsam ihr Grün wieder, Sträucher werden von bunten Blüten geziert und die Felder beginnen langsam zu wachsen: Der Frühling ist da! Auch wenn die Natur während dieser Jahreszeit zahlreiche Schönheiten bereithält, so können manche von uns diese Saison einfach nicht in vollen Zügen genießen. In der Luft umherschweifende Pollen können dafür sorgen, dass die Haut zu jucken beginnt, die Nase kribbelt und ununterbrochen läuft, die Augen tränen und der Rachen trocken ist. Es kann sogar zu Atemnot kommen. Diese Symptome bedeuten, es ist Heuschnupfen-Zeit. Knapp ein Drittel der Deutschen leiden unter Allergien und die Unverträglichkeit gegen Pollen zählt zu der mit Abstand am häufigsten auftretenden Form. Bei Heuschnupfen und allen anderen Allergien ist eine Störung des Immunsystems die Ursache. Kommen sogenannte Allergene, wie beispielsweise Pollen, Staub oder Tierhaare, mit dem Körper in Kontakt, bildet der Organismus – ganz einfach ausgedrückt – Antikörper, die diese Stoffe bekämpfen sollen. Während dieses Vorganges wird schließlich auch Histamin ausgeschüttet, ein Botenstoff, der bei der allergischen Reaktion für die typischen Symptome wie angeschwollene Haut, tränende und juckende Augen sowie die typische laufende Nase verantwortlich ist. Bestimmte Medikamente können schließlich die Histaminausschüttung hemmen und somit die Symptome effektiv lindern. Doch auch einige Hausmittel können auf natürliche Weise die entzündlichen Prozesse im Körper lindern – und das ganz ohne Nebenwirkungen.

1. Brennnesseltee

Jeder kennt diese Pflanze und die meisten verbinden sie eher mit ihren Nesseln, die bereits bei der kleinsten Berührung ein schmerzhaftes Kribbeln auf der Haut verursacht. Doch im Kampf gegen Allergien ist Gewächs ein effektives Hausmittel. Brennnesseln enthalten nämlich vermehrt Histamine und trinkt ihr das Kraut über einen längeren Zeitraum in Form von Tee, so kann diese Methode dazu führen, dass das körpereigene Histamin blockiert wird und so die allergischen Symptome effektiv gelindert werden. Im Prinzip wird das Immunsystem gegen die Ausschüttung dieses Botenstoffs abgehärtet.


©Imago

2. Ätherische Öle

Ob es nun Pollen sind, die dafür sorgen, dass die Nase verstopft ist und ständig läuft oder Hausstaub, Tierhaare, Schimmelpilze oder chemische Substanzen in Reinigungsmitteln – die entzündliche Reaktion lässt sich auch mithilfe von ätherischen und zugleich entzündungshemmenden Ölen schwächen. Dafür reicht es, wenn ihr einige Tropfen Kamillenöl mit heißem Wasser verdünnt und die Dämpfe jeden Tag für einige Minuten inhaliert. Vor allem am Abend kann die abschwellende Wirkung dieses Hausmittels dafür sorgen, dass ihr einfacher Luft bekommt und so besser in den Schlaf findet.

3. Apfelessig

Apfelessig kann nicht nur in Form eines Drinks mit Zitrone und Ingwer am Morgen dafür sorgen, dass die Pfunde zu Purzeln beginnen, auch im Kampf gegen allergische Reaktionen ist dieses Hausmittel eine effektive Waffe. Diese milde Form von Essig regt nämlich den Lymphfluss im Körper an, sodass Allergie-bedingte Schwellungen aus dem Gewebe gespült werden. Dafür einfach zwei Esslöffel Apfelessig mit dem Saft einer halben Zitrone (Vitamin C hilft übrigens ebenfalls bei Heuschnupfen und Co.) und einem Glas lauwarmen Wasser verdünnen und jeden Morgen trinken.

©ISTOCK

4. Pestwurz

Gerade bei Heuschnupfen werden häufig sogenannte Antihistaminika verschrieben, um die Begleiterscheinungen der Unverträglichkeit zu lindern. Diese Medikamente können allerdings Nebenwirkungen wie extreme Müdigkeit und Kopfschmerzen mit sich bringen, die die Lebensqualität ebenso einschränken wie eine verstopfte Nase und juckende Augen. Wissenschaftler haben jedoch herausgefunden, dass der Pflanzenextrakt der gemeinen Pestwurz, den ihr ganz einfach in Form von Kapseln zu euch nehmen könnt, ebenso effektiv wie die Medikamente wirkt, allerdings ohne die Müdigkeitserscheinungen oder Migräne auszulösen. Nasennebenhöhlen schwellen dank dieses Treatments schnell ab und ihr bekommt wieder Luft.

5. Kurkuma

Wenn es um die Gesundheit geht, dann liefert die traditionelle indische Heilkunst Ayurveda des Öfteren sehr wirksame Ansätze. Gegen die Symptome von Allergien wird hier Kurkuma empfohlen. Das Gewürz, welches aus der Gelbwurz gefertigt wird und auch in Curry zu finden ist, wirkt entzündungshemmend und sorgt dafür, dass sich die Allergene erst gar nicht in den Atemwegen und Nasennebenhöhlen anlagern können. Vorbeugend könnt ihr beispielsweise jeden Tag die goldene Milch trinken, welche zusätzlich auch noch euer Immunsystem stärkt. So könnt ihr die kommenden Wochen in vollen Zügen genießen, ohne ständig zum Taschentuch greifen zu müssen.

©ISTOCK

Diese weiteren Lifestyle-News solltet ihr nicht verpassen:

Laut Studie: Dieses Getränk versorgt deinen Körper mit mehr Feuchtigkeit als Wasser

Zucker: Diese 5 Alternativen haben deutlich weniger Kalorien