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Corona-Warn-App: Alles, was ihr über sie wissen müsst

Von Jenny am Dienstag, 16. Juni 2020 um 10:26 Uhr

Seit Beginn des Jahres führen wir in Deutschland – und weltweit – einen Kampf gegen das Coronavirus. Um diesen zu gewinnen und das Virus mehr und mehr einzudämmen, könnt ihr ab heute eine Warn-App nutzen. Wie diese funktioniert und was ihr unbedingt wissen müsst, erfahrt ihr jetzt.

Das Coronavirus hält unsere Gesellschaft seit mehreren Monaten in Schach. Nachdem sich Experten wochenlang mit der Programmierung einer Warn-App beschäftigten, die im Kampf gegen das Virus helfen soll, ist diese endlich ab dem heutigen Tag verfügbar und kann im Google Play Store oder bei Apple gedownloadet werden. Helfen soll sie in Ergänzung zu Abstandsregelungen, Hygienemaßnahmen und Alltagsmasken, um Infektionsketten schneller nachzuverfolgen, diese durchbrechen zu können und schlussendlich eine frühzeitige Warnung für Bürger sein, die mit einer infizierten Person in Kontakt standen sowie Aufschluss geben, ob aus diesem eine Ansteckungsgefahr resultiert. Denn das neuartige Coronavirus ist bereits vor dem Auftreten von Krankheitssymptomen ansteckend und kann einen schweren Krankheitsverlauf nehmen.

Wichtig zu wissen: Die Begegnungen, die sich die Warn-App merkt, um festzustellen, ob wir mit einer infizierten Person in Kontakt getreten sind, werden sich dezentral gemerkt. Einen Rückschluss auf den Nutzer samt Informationen über seine Identität erhält die App nicht. Das bedeutet, dass egal, wo wir uns aufhalten oder wer genau wir sind, unsere Privatsphäre geschützt bleibt. Das Robert-Koch-Institut, das die App veröffentlichte, verspricht: Der Datenschutz bleibt über die gesamte Nutzungsdauer zu 100 Prozent gewahrt.

Wie funktioniert die Corona-Warn-App?

Auch wenn die Corona-Warn-App also nicht weiß, wer wir sind, tauschen die Smartphones der Nutzer über Bluetooth verschlüsselte Zufallscodes aus. Hierfür muss natürlich die Risiko-Ermittlung aktiviert werden, sobald wir unterwegs sind. Die Codes lassen wiederum die Dauer und den Abstand einer Begegnung erkennen, ohne dabei zu offenbaren, um welche Personen es sich handelt. Rund 14 Tage – gleich der Inkubationszeit von Corona – werden die Zufallscodes gesammelt und anschließend gelöscht. Erst wenn eine Person ihren Nachweis einer Infektion in der App einträgt, erhalten ihre Begegnungen eine Warnung auf ihr jeweiliges Smartphone.

© Apple

Was muss ich noch wissen?

Die Corona-Warn-App ist keine Pflicht. Damit sich ihre Funktionen jedoch beweisen, müssen laut einer Studie mindestens 60 Prozent der Bevölkerung diese auch nutzen. Steffen Seibert, Regierungssprecher der deutschen Bundesregierung, erklärte diesbezüglich: "Im Kampf gegen das Coronavirus gilt natürlich: Der Nutzen dieser App ist umso größer, je mehr Nutzer sie installieren." Einfach gesagt macht die App unser Handy zu einem Warnsystem, welches uns benachrichtigt, wenn wir mit einer Person, die positiv getestet wurde, in Kontakt standen. Hierfür ist natürlich entscheidend, dass die infizierte Person ihr Testergebnis selbst in der App vermerkt, denn diesen Schritt übernimmt kein Dritter. Wir sind überzeugt, dass diese Technologie Gesundheitsämtern viel Arbeit Abnehmen kann und dank besonderem Datenschutz eine sichere und hilfreiche Variante ist, um das neuartige Coronavirus mehr und mehr einzudämmen.

Was denkt ihr? Werdet ihr die Corona-Warn-App nutzen? Wir wollen eure Meinung wissen, die ihr uns in der Abstimmung mitteilen könnt. 👇🏼

 

Wem die Infos noch nicht ausreichen, der kann sich auf der Website der Bundesregierung weiter informieren.

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