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Der Dampfer-Check. So lässt sich die Subkultur erfassen

Von Gast (nicht überprüft) am Mittwoch, 14. Dezember 2016 um 17:35 Uhr

Soziologen verstehen unter „Subkulturen“ Teilgruppen der Gesellschaft. Diese Teilgruppen stellen für sich betrachtet zwar eine Minderheit dar, haben aber durchaus Gemeinsamkeiten. Ob sich Dampfer – also Anhänger von E-Zigaretten – als Subkultur begreifen können, und welche Typen von Dampfern es gibt, soll Thema dieser Annäherung sein.

Was ist eine Subkultur?

Glaubt man dem Gabler’schen Wirtschaftsmagazin, so definieren sich Subkulturen so: „Soziale Gruppe, deren Normen, Einstellungen und Verhaltensweisen von der jeweiligen Mehrheitskultur erheblich und z.T. konfliktär abweicht. Subkulturen bestimmen auch entscheidend das Kauf- und Konsumverhalten. Eine typische Form von Subkulturen sind die Peer Groups.“ Gerade die Tatsache, dass es sich bei Subkulturen nicht um irgendwelche Abspaltungen handelt, sondern diese durchaus auch kritisch betrachtet werden, erlaubt es den Dampfern durchaus sich als „Subkultur“ zu begreifen. Die Peer Group hingegen sagt nur aus, dass es eine wechselseitige Beziehung in einer homogenen Gruppe gibt. Ob diese dabei unbedingt vom Rest der Gesellschaft beäugt wird, bleibt undefiniert – bzw. ist von Peer Group zu Peer Group unterschiedlich.

Um diese doch recht abstrakte Annäherung auf beispielhafte Füße zu stellen, muss an dieser Stelle der Veganismus herhalten. Veganer könnten als Subkultur bezeichnet werden, haben aber nur recht wenig mit einer Peer Group gemein. Der Unterschied liegt darin: Veganer sind keine homogene Gruppe mit Blick auf Alter, Herkunft oder sozialen Status (was typisch für eine Peer Group wäre). Wohl aber lassen sie sich im weitesten Sinn als Subkultur begreifen – vielleicht als Unterkategorie derer, die einem „abweichenden“ Ernährungsstil folgen. Der Weltvegantag wird eben nur nun von den Veganern zelebriert. Vegetarier gehören allerdings auch zu denjenigen mit einem „anderen“ Ernährungsstil – allerdings nicht zur Gruppe der Veganer.

Auch in der Dampfer-Subkultur gibt es verschiedene Typen

Nach dem Exkurs in die Essensgewohnheiten soll es nun wieder um die Dampfer-Subkultur gehen, die sich mit Blick auf die eingangs genannte Definition und Herleitung durchaus als solche bezeichnen darf. Mit viel Wortwitz werden im Internet diese folgenden Dampfer-Typen beschrieben, die auch zeigen, dass es sich bei den Dampfern keineswegs um eine homogene Subkultur handelt:

1. Das Küken

Wie der Name schon vermuten lässt, werden Küken hier als die Anfänger in der Dampfer-Subkultur bezeichnet. Der Informationsgehalt ist gering, die Freude am Dampfen dafür groß. Auch lässt sich ein gewisser Stolz dem Küken nicht absprechen. Meist wird das Küken sich mit älteren Mitgliedern der Subkultur anfreunden – oder sich nicht in dieser verankern können.

2.Der Entspannte

Derjenige, der um der Entspannung willen an der E-Zigarette zieht, hat seinen Spitznamen von eben dieser Verhaltensweise. In Foren zum Thema E-Zigarette findet man ihn kaum und der Grund dafür ist simpel: Mit den wichtigsten Informationen im Background genießt der „Entspannte“ den E-Zigarettenkonsum, ohne damit hausieren zu gehen oder sich über weitere Varianten Gedanken zu machen.

3. Daniel Düsentrieb

Wer in Gedanken an die Comic-Figur mit der Brille auf dem Schnabel denkt, muss an dieser Stelle ganz genau im Hinterkopf kramen, denn nur dann wird deutlich: Daniel Düsentrieb ist der Tüftler unter Dagobert, Donald sowie Tick, Trick und Track. In der Übersetzung bedeutet das, dass der Tüftler sich auch für die neuesten Techniken interessiert.

4. Der Mentor

Der Mentor hat durchaus Ähnlichkeit mit Daniel Düsentrieb, dem Erfinder. Beide sind offen für Neues, doch haben sie auch einen entscheidenden Unterschied: Der Düsentrieb ist der verrückte Professor, der auch testen würden, wenn etwas kracht und stinkt. Der Mentor hingegen hat das Ziel, sein Wissen (das natürlich stets up-to-date ist) weiterzugeben. So wird der Mentor zum besten Freund des Kükens, sollte allerdings nicht mit dem Prediger (siehe Nummer 6) verwechselt werden.

5. Die Fashion-Freunde

Wer auf dem Fashion-Trip ist, dem ist die neueste Technik, die eine E-Zigarette aufweist, ganz egal. Viel wichtiger ist ihm dann der Look der E-Zigarette. Und eben dieser muss passend zum Outfit, zum Schmuck und natürlich zum Anlass sein. Neben dem Verdampfer kommt es dabei auch auf den Akku und das Etui an, das alles parat hält.

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6. Der Prediger

Rauchen ist schlecht. Dampfen ist die Zukunft. So oder so ähnliche Worte stammen in etwa aus dem Mund eines Predigers, denn: Er agiert fast schon missionarisch und möchte die rauchende Zunft vom Dampfen überzeugen.

7. Der Hobby-Mixer

Häufig wird aus einem technisch interessierten Daniel Düsentrieb ein Hobby-Mixer, der nicht nur technisch versiert ist, sondern auch selber im E-Zigaretten-Labor steht. Was er dort treibt, ist schnell beschrieben: Er kreiert eigene Liquids, die den Unique-Faktor haben.

8. Der Schnorrer

Vielleicht sind die missionarischen Worte des Predigers ja bereits auf wache Ohren gestoßen. Oder vielleicht befinden sich die Zuhörer noch in einer Übergangsphase, in der sie beharrlich behaupten, E-Zigaretten seien nicht das Richtige. Fast im selben Atemzug bitten Sie dann aber um er eine E-Zigaretten-Leihgabe. Was klingt wie ein Schmarotzer, ist eben dieser – und sollte nicht unterstützt werden.

9. Der Wolken-Dampfer

Ja, es gibt sie mittlerweile wirklich: Challenges, die denjenigen küren, der die größten und ausdruckstärksten Wolken in die  Luft pustet. Je mächtiger die Wolke dieser passionierten „Cloud Chaser“ ist, desto erfolgreicher (und auch angesehener) ist dieser Typ des Wolken-Dampfers in der Subkultur.

10. Der Fürsprecher

Und wie in jeder Subkultur gibt es auch unter den Dampfern die klassischen Anhänger, die verteidigen, was sie tun und die auf Vorteile beharren und Nachteile unter den Wolken-Teppich kehren.

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E-Zigarette