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Diese 5 Dinge machen wir heute am liebsten offline

Von GRAZIA am Donnerstag, 30. April 2020 um 17:18 Uhr

Das Internet hat uns viel gebracht. Chatten, spielen, surfen, streamen – all das ist unser ständiger Wegbegleiter, zumal das Internet ständig in unserer Tasche steckt. Trotzdem gibt es einige Dinge, die weiterhin offline Spaß machen. Es sind die Dinge, die mit dem wahren Erleben zusammenhängen, die wir anfassen, berühren, riechen oder auch schmecken können. Dieser Artikel schaut sich an, welche Trends weiterhin im realen Offlineleben mehr Spaß machen und auf die wohl kaum jemand verzichten will.

Shoppen und bummeln – oder auch nur gucken

Jeder hat sich schon einmal dabei ertappt. Die Füße tragen einen fast willkürlich durch die Einkaufsstraßen der Stadt, hinein in einen Laden oder auch in das nächste Einkaufszentrum. Es scheint fast so, als seien die Geschäfte riesige Magneten, die nicht nur anziehend wirken, sondern mühelos mit nur für uns hörbaren Stimmen ein "Komm her, komm her" flüstern.

Aber warum sind Bummeleien und Shoppingtrips so faszierend, zumal wir doch alles online kaufen können? Die Gründe sind vielseitig, doch besonders das eigentliche Erlebnis steht im Mittelpunkt. Im Geschäft können wir Dinge anfassen. Wir lesen nicht die pure und formularhafte Beschreibung zu einem Stück, wir sehen es, nehmen es unter die Finger und prüfen es. Wir sehen mit unseren Augen, dass 50 Zentimeter echte 50 Zentimeter sind und nicht nur bloße Zeichen in einer Produktbeschreibung. Zudem gilt:

  • Immer möglich – in der Mittagspause, nach dem Feierabend, am Wochenende: Das Shopping steht ganz ohne Wartezeit immer für uns zur Verfügung. Finden wir einen Hingucker, halten wir ihn schon bis zur Ladenkasse fest in der Hand und nehmen ihn gleich mit nach Hause.
  • Zeitvertreib – das Bummeln durch die Innenstadt oder auch die örtlichen Geschäfte, die Shoppingtour, beide Varianten sind wunderbare Zeitvertreibe. Hand aufs Herz: Wer hat die Wartezeit bis zum nächsten Bus nicht schon ein dem ein oder anderen Geschäft verbracht?
  • Anregungen – besonders Geschäfte und Möbelhäuser, die viel Wert auf Gestaltung und Dekoration legen, sind ein Paradies für eigene Ideen. So manch eine Idee hat schon jeder mal im Gedächtnis vom Geschäft in die eigene Wohnung getragen.

Essen – das Ambiente spielt mit

Ja, auch Gourmetrestaurants verwöhnen uns heute mit einem Lieferservice. Aber wem fiel nicht schon auf, dass zwischen Lieferung und Restauranterlebnis Welten liegen können? Kommt das Gourmetgericht im Styroporpack geht schon einmal viel verloren. Und selbst die Pizza aus dem Karton schmeckt anders, als wenn der adrette Italiener die Köstlichkeit direkt aus dem Steinofen auf den Tisch zaubert.

Bezüglich des Essens spielt unser Gehirn eine wichtige Rolle. Natürlich gibt es fast alles per Lieferung, doch der Tisch im Restaurant offeriert dem Gehirn, dass es sich um eine Besonderheit handelt. Das Ambiente kommt hinzu und schon wird aus der einfachen Pizza Salami ein genussvolles Dinner, für das man sich Zeit nimmt.

Genuss alleine ist unmöglich. Jeder Genuss rührt von der Zeit her, die wir für ihn aufwenden. Genau davon lebt die Gastronomie in einem Restaurant.


©Unsplash

Casinos – die Stimmung macht den Unterschied

Das Casinospiel ist längst im Internet angekommen und hin und wieder macht auch das Spiel im Online-Casino Spaß. Neben Echtgeld Casinos gibt es hier auch Anbieter, die ohne echten Geldeinsatz die gängigen Spiele zur Verfügung stellen. Alle Anbieter mit Echtgeld sollten vorher jedoch genau unter die Lupe genommen werden.

Doch kommt für viele Menschen das Erlebnis nicht an eine echte Spielbank heran:

  • Ambiente – echte Casinos und Spielbanken wirken ehrfurchtsvoll und manchmal gar hoheitlich. Das ist kein Wunder, denn nicht selten befindet sich das Casino in einem einst von Kaisern genutzten Haus. Das eindrucksvolle Ambiente offeriert uns sogleich, dass hier Summen gehandelt werden und dass besondere Leute anwesend sind.
  • Kleiderordnung – der Besuch in einem echten Casino funktioniert nicht mit der Jogginghose – selbst, wenn eine Marke daraufsteht. Es wird erwartet, dass sich Besucher schick machen. Auch das trägt zur Stimmung bei.
  • Spannung – wohl jeder, der einmal ein WM-Spiel gesehen hat, kennt die gewisse Spannung vor dem TV. Das ist allerdings nur die Light-Variante der Spannung, denn im Stadion selbst fiebern alle mit und die Aufregung überträgt sich auf 60.000+ Gäste. Ähnlich ist es im Casino. Wer einmal um einen Roulettetisch oder Pokertisch herumstand, der fühlt die Spannung der Spieler beinahe auf seiner Haut. Es ist ein Kribbeln, ein Pulsieren, das durchaus danach ruft, sich auch selbst mal zu versuchen.

Blockbuster - die Besonderheit des Kinos

Mittlerweile werden Kinopremieren fast zeitgleich online angeboten. Dennoch wissen echte Filmfans, dass selbst das best ausgestatteste Wohnzimmer das Kinoerlebnis nicht ersetzen kann. Sicherlich ist die heimische Couch bequemer, trotz allem fehlt uns etwas:

  • Anspannung – besonders bei Horrorstreifen können wir das erleben. Man selbst mag es gar nicht gruselig finden, wenn ES gerade auftaucht, doch im Kino gleicht das Erschrecken dem Dominospiel: Einer erschrickt, alle machen mit.
  • Eindrücke – im Kino ist es niemals ruhig. Es hat etwas Beruhigendes, zu fühlen, dass auch andere Menschen mit im Raum sind. Wir fühlen uns nicht nur geborgen, sondern als Teil einer gemeinsamen Sache.

Zuletzt spielt die riesige Leinwand eine Rolle, zumal viele Filme in 3-D sind, was viele von uns zu Hause überhaupt nicht haben.

Konzerte – echte Events gibt es nicht auf dem Bildschirm

Aktuell sind Konzerte im Stream zwar notdürftig das Mittel der Wahl, doch wer sehnt sich nicht einem echten Festival oder Konzert entgegen? Rund um den Fußball geht der Spruch herum, dass Geisterspiele wie unaufgetaute Tiefkühlkost seien, doch diese Weisheit ist im musikalischen Bereich ein festes Gesetz.

Wir alle haben wohl mal in den Stream oder die TV-Übertragung von Wacken, Rock am Ring oder einem anderen Konzert hereingeschaut. Das ist nichts Halbes und nichts Ganzes. Ja, es gibt Musik. Doch wer mag allein im Wohnzimmer hüpfen und springen? Konzerte machen nur dann echten Spaß, wenn wir selbst als kleiner Fisch in der Menge stehen und das Event mit allen gemeinsam erleben. Daraus entstehen diese »ich war dabei«-Momente. Nicht daraus, dass der Stream daheim auf dem Sofa geschaut wurde.

Fazit – das Internet kann nicht alles ersetzen

Shopping, Essen gehen, Casinoimpressionen, Kinobesuche und Konzerterlebnisse – kein Internet der Welt kann diese Erlebnisse virtuell auf das Level bringen, das im Offlineleben mühelos erreicht wird. Für viele Dinge brauchen wir auch heute noch die besonderen Eindrücke, die über Gerüche, Luftzüge, aber auch durch das Gedränge und Interieur eines Gebäudes entstehen.

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