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Diese Mikronährstoffe fehlen den meisten Frauen

Von GRAZIA am Freitag, 10. Juli 2020 um 10:25 Uhr

An welchen Mikronährstoffen es den meisten Frauen mangelt und was das bedeutet, verraten wir euch jetzt.

Ein Mangel kann dramatische Auswirkungen haben

Schön, gesund, jung – die Liste der Wünsche an unsere Ausstrahlung ist lang. Wir versuchen, mit einer Vielzahl von Cremes und anderen Pflegeprodukten, durch die Ausübung bestimmter Pflegerituale und durch die Wahl entsprechender Outfits unsere Jugend und Schönheit zu erhalten. Doch wie sieht es mit der Schönheit aus, die sprichwörtlich von innen kommt? 

Beim Thema Ernährung denken wir meist nur an das vermeintliche Zuviel, und zwar dann, wenn es um Kalorien und Kohlenhydrate geht. Doch Diäten, gerade die beliebte Low Carb Diät, begünstigen einen Mangel an bestimmten Nährstoffen und schaden damit nicht nur der Gesundheit! 

Wer nicht darauf achtet, dass sein Körper mit allen Mikronährstoffen versorgt wird, die er braucht, fühlt sich im Alltag schlapp, ist nicht leistungsfähig, seine Haut wird schlaff. Wer immer wieder unter Infekten leidet, ungewöhnlich müde ist oder sich nicht richtig konzentrieren kann, dem fehlen vielleicht einige der so wichtigen Mikronährstoffe. Doch was tun sie im Körper, dass ein Mangel sich so gravierend auswirkt?

Was sind Mikronährstoffe?

Als Mikronährstoffe werden Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente bezeichnet, die in mikrokleinen Mengen vom Körper benötigt werden. Die Rolle, die sie bei den körpereigenen Abläufen spielen, ist jedoch alles andere als klein! 

Die meisten Mikronährstoffe kann der Körper nicht selbst bilden, sie müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Leider werden sie durch eine schlechte Ernährung oder dauernden Stress sehr schnell wieder abgebaut. Dann sind wichtige Funktionen des Körpers gestört, zum Beispiel sämtliche Stoffwechselprozesse, für welche die kleinen Helfer unbedingt benötigt werden.

Warum liegt bei den Mikronährstoffen häufig ein Mangel vor?

Der Grund ist unsere moderne, ungesunde Lebensweise. Wir sitzen zu viel, bewegen uns zu wenig, sind selten draußen an der Luft und in der Sonne und ernähren uns vor allem nicht wirklich gut. Gerade Fast Food und generell industriell verarbeitete Nahrung hat sehr wenig oder gar keine Mikronährstoffe mehr, denn diese finden sich hauptsächlich in frischen Lebensmitteln wie Obst und Gemüse. Manche der Stoffe sind jedoch hitzeempfindlich und werden beim Kochen angegriffen oder zerstört. Auch ein langer Transport und die Lagerung lassen sie verschwinden. Das bedeutet, die Ernährung mit frischen, regionalen und saisonalen Lebensmitteln ist der beste Weg, den Körper mit allen Nährstoffen zu versorgen.

Mikronährstoffe supplementieren 

Leider ist es nicht immer möglich, sein Leben so gesund zu führen, wie es eigentlich nötig wäre. Wer Stress hat, greift eben doch mal zum schnellen Snack, ist dann auf Dauer unterversorgt und fühlt dadurch noch mehr Stress. So kann es zu einer Abwärtsspirale kommen. Eine Lösung kann es sein, die wichtigsten Mikronährstoffe zu supplementieren, also in Form von speziellen Präparaten zu sich zu nehmen. Besonders zeitgemäß sind Präparate mit CBD, dem nicht berauschenden Wirkstoff des Hanfs, der vielfältige, positive Wirkungen auf den Körper hat. Doch welche Mikronährstoffe fehlen besonders häufig?

Welche Mikronährstoffe fehlen besonders häufig?

Um den genauen Status der Mikronährstoffe im Körper bestimmen zu können, sind Blutuntersuchungen notwendig, die sowohl ein Arzt als auch ein Heilpraktiker durchführen kann. Doch gerade Frauen haben meist ein sehr gutes Körpergefühl, hören in sich hinein und spüren, wenn sie weniger Energie haben und nicht mehr so leistungsfähig sind, wie es sein sollte. 

Bei diesen Mikronährstoffen liegt besonders häufig ein Mangel vor:

Vitamin D: Es ist das einzige Vitamin, das vom Körper selbst gebildet werden kann, doch das gelingt nur, wenn man ausreichend Sonnenlicht abbekommt. Da wir heute meist in Büros arbeiten, ist das in der Regel jedoch nicht der Fall. Ohnehin hätte die Sonne in Nordeuropa nur eine kurze Zeit im Jahr ausreichend Kraft, um den Körper Vitamin D bilden zu lassen. Im Winter spürt man diesen Mangel dann häufig, weil man depressiv verstimmt ist.

Vitamin D bekommt man am leichtesten über Lebensmittel wie Lachs oder Leber. Kleine Mengen sind auch in Käse und Eiweiß enthalten. Gerade für Vegetarier oder Veganer ist es nicht leicht, eine ausreichende Versorgung sicherzustellen. Der Tagesbedarf liegt bei 600 und 800 IU (International Units). 

Vitamin E: Mit diesem Vitamin sind rund die Hälfte aller Menschen unterversorgt. Es wirkt antioxidativ und wird für den Stoffwechsel der Zellen gebraucht. Gute Öle wie Olivenöl oder Weizenkeimöl liefern Vitamin E, ebenso Nüsse und Samen. Der Tagesbedarf liegt bei ungefähr 12 - 15 mg. 

Kalzium: Kalzium ist entscheidend für die Stabilität der Zähne und Knochen des menschlichen Körpers, für die Blutgerinnung, den Herzrhythmus und einiges mehr. Befindet sich nicht ausreichend des Mineralstoffes im Blut, wird es aus den Knochen entnommen, was diese schwächen kann. Die Folge kann unter anderem Osteoporose sein. Mit einer ausgewogenen Ernährung und einer Supplementierung lässt sich dem vorbeugen. 

Eisen: Eisen ist ein Spurenelement, das essentielle Funktionen im Körper erfüllt. Zum Beispiel transportiert und speichert es den Sauerstoff im Blut. Viele Frauen haben gerade während der Periode einen Eisenmangel zu beklagen, der sich durch Schlappheit und blasse Haut äußern kann. Einer der wichtigsten Lieferanten für Eisen ist Fleisch, doch auch der Verzehr von Obst und Hülsenfrüchten wie Erbsen, Bohnen und Linsen kann zu einer ausreichenden Versorgung beitragen. Vitamin C hilft dem Körper, das Eisen aufzunehmen und gehört ebenfalls zu einer ausgewogenen Ernährung. 

Mikronährstoffe sind für den Körper lebensnotwendig, denn nur eine ausreichende Versorgung kann alle seine Prozesse gewähren. Gerade in stressigen Zeiten oder während einer Diät sollte man sicherstellen, dass diese Nährstoffe in ausreichendem Maß vorhanden sind. 

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