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Essen: Diese Ernährungsmythen stimmen in Wahrheit nicht

Von Svenja am Donnerstag, 9. April 2020 um 12:51 Uhr

Manchmal sind wir einfach nur überfordert und wissen gar nicht mehr, was wir eigentlich glauben können: Wir haben sieben Essensmythen unter die Lupe genommen und verraten dir, was wirklich an ihnen dran ist.

Überall kursieren sie, wir treffen immer wieder auf sie und sind uns teilweise nicht sicher, was wahr ist und was nicht: Die Rede ist von Ernährungsmythen. Ob es ums Abnehmen, um gesunde Ernährung oder allgemein um Essen und Trinken geht: Jeder kennt die schlauen Sprüche, die uns immer eingetrichtert wurden und die ihre Gültigkeit nie zu verlieren scheinen. Einen Überblick darüber zu behalten, was davon stimmt und was nicht, fällt uns da manchmal gar nicht so leicht. Um ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen, haben wir uns sieben Ernährungsmythen vorgeknöpft, die wir immer wieder lesen und nun herausfinden wollten, ob sie denn auch wirklich wahr sind. Wir verraten dir, was wirklich dran ist und welche Merksätze du besser aus deinem Gedächtnis verbannen solltest, da sie schlichtweg falsch sind.

1. Vitamine sterben in der Mikrowelle

Immer wieder wurde uns eingetrichtert, dass es schädlich ist, Gemüse in der Mikrowelle aufzuwärmen, da die Vitamine dadurch verloren gehen würden. Tatsächlich entspricht diese Aussage aber gar nicht der Wahrheit. Die Strahlung von Mikrowellen hat gar nicht genug Energie, um die chemischen Verbindungen des Essens aufzuspalten, sodass die Vitamine keinen Schaden nehmen können. Lediglich, wenn das Gemüse zulange erwärmt wird, können Nährstoffe zerstört werden – das geschieht jedoch beim Backen im Ofen oder dem normalen Kochen genauso und hat mit der Mikrowelle nichts zu tun.

2. Dunkles Brot ist gesünder

Generell gehen wir bei dunklem Brot immer automatisch davon aus, dass es sich um Vollkornbrot handelt – und Vollkorn verbinden wir mit gesund. Dunkles Brot kann sich jedoch als kleine Falle entpuppen: Viele Weißbrote werden lediglich mithilfe verschiedener Zutaten gefärbt – so gehen wir automatisch davon aus, dass das Brot gesünder ist, was aber gar nicht stimmt. Wenn bei den Zutaten Weizenmehl des Typs 405 und Malzextrakt enthalten ist, haben wir das angebliche Vollkornbrot enttarnt. Der Vollkornanteil ist in diesem Fall nicht höher als bei normalem Brot. Übrigens darf sich nur Brot, dass aus mehr als 90 Prozent aus Vollkornmehl besteht, auch Vollkornbrot nennen: Achte also nächstes Mal gern ganz genau auf den genauen Namen.

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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3. Light- und fettarme Produkte sind besser zum Abnehmen

Wir geben es zu: Auch wir greifen gern zu Produkten, die sich als "light" bezeichnen, mit der Hoffnung, so unserer Bikinifigur schnell näher zu kommen. So einfach ist es dann aber leider doch nicht: Fettarme Produkte enthalten zwar weniger Fett, dafür aber umso mehr Zucker. Sie sind also weder gesünder, noch sparen wir tatsächlich Kalorien. Und auch Light-Produkte helfen uns nicht unbedingt beim Abnehmen. Sie enthalten zwar in den meisten Fällen wirklich weniger Kalorien, dafür aber sehr viel Süßstoff, der zu Heißhunger führt. Zusätzlich essen wir mehr von Produkten, die als Light-Produkte ausgeschrieben sind, da unser Unterbewusstsein uns suggeriert, dass wir davon nicht so schnell zunehmen.

4. Fett macht fett

Oft vermeiden wir Lebensmittel, die viel Fett enthalten, weil wir davon ausgehen, dass sie unserer Traumfigur im Weg stehen. Doch das ist gar nicht wahr: Es gibt eine Menge gesunde Fette, die nicht nur gut für den Körper sind, sondern sogar notwendig. Entscheiden müssen wir nur zwischen ungesunden und gesunden Fetten. Die gesunden, die in Lebensmitteln wie Nüssen, Avocado oder Öl enthalten sind, enthalten zwar viele Kalorien, machen aber nicht automatisch dick. Eher im Gegenteil: Verzichten wir komplett auf Fette, füllen wir unsere Energiespeicher häufig mit Kohlenhydraten. Diese enthalten jedoch ebenfalls viele Kalorien und, je nach Lebensmittel, sättigen sie uns nicht so langfristig wie die gesunden Fette.

5. Abends essen macht dick

Ein Mythos, der uns schon ewig auf Schritt und Tritt verfolgt und uns bei jedem Abendessen ein schlechtes Gefühl macht, ist, dass Essen nach 18 Uhr dick macht. Doch wir haben eine tolle Nachricht für dich: Dieser Mythos ist schlichtweg falsch. Zwar wirkt es sich negativ auf die Verdauung und unseren Schlaf aus, wenn wir spät viel oder sehr fettig essen – wir nehmen dadurch aber nicht mehr zu, als würden wir die gleiche Portion mittags essen. Im Endeffekt kommt es nur darauf an, wieviel Kalorien wir über den Tag verteilt zu uns nehmen. Ob morgens, mittags oder abends ist dabei nicht ausschlaggebend.

6. Salat ist gesund

Wenn wir gesund essen wollen, greifen wir häufig zu Salat, weil wir davon ausgehen, dass es wenig gibt, was gesünder ist. Die Wahrheit sieht aber anders aus: Die grünen Blätter enthalten sehr wenig Vitamine und Nährstoffe. Ungesund sind sie zwar nicht – so richtig gesund aber auch nicht. Andere Gemüsesorten können da wesentlich mehr. Beim Abnehmen helfen kann Salat trotzdem: Durch seinen hohen Wasseranteil enthält er viel Volumen und fast keine Kalorien. Wir können ihn also fast unbegrenzt essen, ohne merklich Kalorien zu uns zu nehmen und fühlen uns danach sogar gesättigt.

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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7. Schnaps unterstützt die Verdauung

Wenn das Essen einfach mal wieder zu lecker war und wir uns nicht zügeln konnten, kann uns schon mal ein Völlegefühl überkommen. Dann greifen wir nicht selten zu einem Schnaps. Dieser soll doch bekanntlich bei der Verdauung helfen. Doch stimmt das wirklich? Die Antwortet lautet: Nein. Das Gegenteil ist sogar der Fall: Durch den Alkohol werden die Verdauungsprozesse eher gebremst. Dass wir uns nicht mehr so vollgefuttert vorkommen, ist lediglich ein Gefühl. Der Alkohol entspannt die Magenmuskulatur wodurch wir uns kurzzeitig besser fühlen. Schnaps kann unserem Völlegefühl also Abhilfe schaffen – die Verdauung unterstützt er jedoch nicht.

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