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Floating: Erfahrungsbericht vom neuen Wellness-Trend

Von Susan am Montag, 3. Februar 2014 um 15:41 Uhr

Zu viel Stress im Alltag? Ich habe mir einen neuen Wellness-Trend genauer angesehen. Wie mein Floating-Erlebnis war, das erfahren Sie hier.

Sind Sie schon einmal im Toten Meer geschwommen? Nein? Ich auch nicht. Trotzdem habe ich mich am letzten Wochenende schwerelos gefühlt. Floating heißt nämlich der neueste Wellness-Trend. Beim Floaten schwebt man auf der Oberfläche aus Wasser und Salz - ein bißchen wie im Toten Meer also. Meine Vorstellung vor dem Wellness-Termin schwankte irgendwo zwischen Badewanne und Dampfbad - weit gefehlt.

Mein erster Eindruck vom Floating

Beim Floating ist die Wasser- und Lufttemperatur nämlich auf 35°C Körpertemperatur erwärmt. Dabei sollen die Nerven an der Hautoberfläche keinen Temperaturunterschied mehr wahrnehmen. Körper und Umgebung sollen so eins werden. Ich weiß nicht, ob es an meinen Erwartungen lag, aber nach einer Weile - die ideale Zeit fürs Floaten ist 60 Minuten - war mir nicht direkt kalt, ich hätte mir die Lufttemperatur allerdings doch etwas wärmer gewünscht. Kann aber auch an meinen falschen Erwartungen liegen oder vielleicht ist meine Körpertemperatur höher? Das Floatingbecken im float Rotherbaum war sehr schön - manchmal hat man es auch mit geschlossenen Tanks zu tun - und wie ein kleiner Pool mit eigenem Bereich. Das Licht und die Musik konnte man individuell regulieren. Ich habe mich für Dunkelheit entschieden und nur den Sternenhimmel angelassen. In die Ohren kamen Ohrenstöpsel, damit ich mich entspannt mit dem Kopf zurücklehnen konnte und keine Angst vor Wasser in den Ohren haben musste. 

Warum möglichst dunkel?

Jasmin Lakenbrink von float Hamburg hat mir erklärt, dass einer der Grundaspekte beim Floaten die Tiefenentspannung durch Reizreduktion ist. Idealerweiße soll man ohne Musik und ohne Licht floaten, weil man sich dann am besten entspannen kann.

Salzsole und Entspannung

Das Wasser war sehr, sehr salzig (ca. 26-28 % Salzgehalt) - deswegen hatte ich mir auch wie geraten einen Waschlappen an den Beckenrand gelegt - Salzwasser in den Augen... Autsch! Ist nämlich nicht hilfreich bei der Entspannung. Am Anfang kam ich mir ehrlich gesagt etwas seltsam vor, da so im Wasser "herumzuschweben". Außerdem musste ich erst die perfekte Position finden (Arme locker neben den Körper). Deswegen ist es wohl wichtig, nicht nur kurz zu floaten. Meinen Kopf konnte ich allerdings nicht richtig ausschalten. Erst Licht-Test, dann Position suchen und dann lag ich da und mir gingen tausend Gedanken durch den Kopf. Muss wohl öfter Wellness machen... Was mir allerdings schnell auffiel, als ich mal nach dem Waschlappen griff: die Arme waren richtig schwer, fühlten sich sehr seltsam an. Das liegt daran, dass sich die Muskulatur einmal richtig entspannen kann. Wertvoller Tipp: damit sich der Nacken nicht verspannt, den Kopf einfach einmal ins Wasser drücken. Erst dann lag ich richtig entspannt.

Vor dem Floating zu beachten

Damit das Floaten richtig entspannend ist, sollte man sich schon am Tag vor dem Wellness-Termin nicht frisch rasieren. Außerdem darf man keine Wunden haben. Kleine raue Stellen können mit bereitgelegter Vaseline vor dem Einsteigen ins Becken eingecremt werden. Vor dem Floating hatte ich deshalb ein wenig Angst davor, dass meine Haut mit Jucken reagiert. Ich habe zwar kurz eine kleine Irritation gemerkt, das hat sich aber schon nach einer Minute gelegt. Puh... kein Floating-Horror also durch trockene Haut, sondern ein sehr angenehmes Hautgefühl. Meine Haut fühlte sich nach dem Floating mit anschließender Dusche übrigens auch noch toll an. Nicht ausgetrocknet wie nach der Badewanne, sondern ganz weich.

Floating plus Massage

Nach dem einstündigen Floating ging es für mich noch zur Massage (wenn schon denn schon...) und ich muss sagen, dass ich diese Kombination unbedingt empfehlen würde. Selten war ich bei einer Massage so schnell so entspannt. Meine Muskulatur war schon aufgelockert und ich war nach Floaten plus Massage wirklich tiefenentspannt. 

Meine Lieblingswellness-Behandlung (Ganzkörper-Massage) konnte das Floating zwar nicht toppen - trotzdem ein tolles Erlebnis und vor allem in der Kombination mit der Massage einfach traumhaft. Nächsten Sonntag wieder?

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