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INSPIRATION: Bowls, Bowls, Bowls

Von GRAZIA Deutschland am Mittwoch, 26. Oktober 2016 um 17:12 Uhr

Bowls, Bowls, Bowls - aktuell ist jeder sein Frühstück, Lunch und Dinner nur noch aus den trendigen großen Schüsseln. Warum nur? Na weil es einfach bequem ist und dazu noch super aussieht. Was dran ist am Trend und wie ihr eure eigene Bowls zeigen wir euch hier.

 

Super-Food macht auf gemütlich

Bowls sind in aller Munde - und auf aller Tische. Das hat verschiedene Gründe. Zum Einen bilden die Bowls einfach eine neue Herangehensweise an die Frage: Was gibt es heute? Mit relativ festen Regeln und doch allen möglichen Freiheiten ergeben sich tausend verschiedene Kombinationen an möglichen Mahlzeiten ohne sie in eine „Form“ pressen zu müssen. Es muss also nicht die Spaghetti Carbonara sein, die Gemüsesuppe oder das Hühnerfrikassee. Stattdessen kann es einfach eine Bowl sein - mit allem drin was grade im Haus war und schmeckt.

Zum Anderen ist eine Bowl einfach gemütlich. Es braucht kein Messer, keinen Teller, keine Serviette - nicht mal einen Tisch. Die Bowls kommen einfach mit auf die Couch - Super-Food in supergemütlich. Diese Kombination ist einfach unschlagbar und ergänzt den Healthy-Lifestyle perfekt.

Angefangen hat alles mit den Smoothie Bowls, die an sich aus Smoothie zum Löffeln bestehen und dann mit allerhand leckeren Zusätzen getoppt werden - Obst, Körner und Samen, Beeren. Oftmals sind diese auch noch schick angeordnet, was sie genau richtig für Instagram macht. Aber das ist nicht die Hauptsache: Denn das Super-Food ist einfach gesund und lecker.

Was so als Frühstücksliebling angefangen hat, hat sich nach und nach auch zu weiteren Mahlzeiten entwickelt. Denn das Prinzip Basis und leckere Toppings lässt sich endlos ausweiten - erlaubt ist, was gefällt. Das besondere daran ist die neue Gemütlichkeit. Super-Food ist dynamisch und sportlich, wird On-The-Go getrunken und aus Mason Jar Gläsern geschlürft. Nicht so die Bowls: Denn in der praktischen Schüssel folgen sie uns gemütlich auf die Couch, wo sie ganz unprätentiös mit der Gabel verspeist werden.

Auch zu zweit lässt sich die Mahlzeit genießen - denn sie hat den Sprung vom Frühstück zum Lunch und Dinner geschafft. Aus dem Baukasten-Prinzip erwachsen die tollsten Kombination, immer neu immer anders und für jeden Geschmack das richtige. Das tolle: Je bunter die Kombination, je schicker, je gesünder - denn die Farbe des Gemüses bietet auch Aufschluss darauf, was sich in ihm verbirgt.

Grains, Greens, Proteins

Die Formel dazu ist ganz einfach und lässt doch alle Freiheiten. Die Hauptbestandteile einer Bowl sollten immer sein: Grundlage, Gemüse und Proteine. So werden alle Nährstoff-Anteile ausreichend abgedeckt. 40 Prozent Grundlage, 40 Prozent Gemüse und 20 Prozent Proteine sind dabei ein guter Ansatz, ergänzt werden kann die Mahlzeit noch mit leckeren Sößchen und Toppings, die den Geschmack abrunden. Was so früher ein zusammengewürfeltes Reste-Essen war, ist heute eine hippe Mahlzeit. Denn alles was im Haus ist, lässt sich so kombinieren. Möglichkeiten dafür gibt es viele. Gemüse in jeder Zubereitungsform passt dabei zu jeder Form von Basis. Reis mit Baby-Spinat? Lecker! Quinoa und Paprika? Na klar! Kichererbsen und Süßkartoffeln? Yum! Die Liste ist endlos und erlaubt jedem genau das, was er gerne mag.

Dass der Trend echt was taugt und (Nicht nur!) was für das Sofa ist, zeigt zum Beispiel das The Bowl in Berlin. Auch hier wird besonders viel wert auf den Gesundheitsaspekt gelegt. Clean Eating ist ein fester Teil des Konzepts: „Inspiriert von der Natur kochen wir 100% glutenfrei, zuckerfrei, vegan und bieten mit unseren Bowls echten Geschmack.“ Heißt: Zucker gibt es nicht, ebenso wenig wie Transfette oder künstliche Zusatzstoffe.

Neben dem Gesundheitsaspekt ist es aber noch ein weiterer Punkt, der in jedem Fall von dem Trend überzeugt. Es sieht einfach klasse aus. Während ein schick arrangierter Salat ja immer schon schön aussah, ist die Bowl mit ihren getrennten Eckchen für jeden Bestandteil ein neues Erlebnis für die Augen und lädt quasi schon dazu ein, sie so bunt wie nur möglich zu gestalten. Ein weiterer Gesundheitsbooster: Denn die verschiedenen Farben der Gemüse deuten auch auf eine Vielzahl von Nährstoffen hin. Je bunter, je gesünder also.

Das Baukastenprinzip erlaubt immer neue, andere Kombinationen und bringt Abwechslung auf den Speiseplan. Außerdem eignen sich die gesunden Bowls perfekt für die Resteverwertung - statt alles einzeln zu verarbeiten kommt es in eine Schüssel mit allerhand leckerem und nennt sich schlicht und einfach „Superfood-Bowl“.

Baukasten-Mahlzeit

Wer einmal probiert hat, wie schön frisch und gesund die Bowls sein können, der hat schon bald Lust, selbst kreativ zu werden. Das Schöne ist, dass so ziemlich alles zusammen passt und jedes Rezept nach dem eigenen Gusto abgewandelt werden kann. Wichtig sind nur die verschiedenen Bestandteile und Abwechslung. Die Basis bilden dabei gesunde Kohlenhydrate wie Quinoa, Vollkorn-Reis, Couscous und Kichererbsen. Diese sind wegen der Ballaststoffe besonders beliebt, Nudeln und Basmati-Reis funktionieren aber auch ganz wunderbar. Als Gemüse eignet sich schlichtweg alles in jeder Zubereitungsart: gekochte Reste sind genau so geeignet wie Rohkost und Salat. Proteine kommen durch Fleisch, Fisch, Tofu oder Kichererbsen in die Schüssel, oder auch mit einer Portion Feta, Ziegenkäse oder Ei.

Zur Abrundung kommen dann noch Sößchen und Topping hinzu. Das können zum Beispiel Avocadocreme, Sojasoße, Paprikacreme oder ein leckeres Pesto sein. Diese Soßen können die Richtung des Gerichts vollkommen verändern: Soja-Sauce beispielsweise dreht es eher in die asiatische Richtung, während mediterrane Soßen einen Gruß vom Mittelmeer hinterlassen. Das Topping ist das i-Tüpfelchen und bringt neue Geschmäcker und Texturen ins Spiel. Nüsse und Kerne verleihen Crunch, knackige Sprossen oder Granatapfelkerne verleihen Frische und Süße und Croutons oder Oliven runden das Erlebnis ab.

Da die meisten Zutaten roh in die Schüssel kommen und nur Fleisch und Kohlenhydrate eine kurze, heiße Zeit benötigen um so richtig weich zu werden, sind die Bowls auch schnell gemacht und eignen sich damit auch als total beabsichtigte Mahlzeit statt Reste-Essen. Und sogar zur Dinner-Party ist es tauglich. Wie ein kleines Potluck-Dinner bringt jeder einfach einen Baustein mit, den er gerne in seiner Bowl sehen möchte. Alles kommt auf einen großen Tisch und so kann sich jeder einzelne genau das zusammen mischen, was er gerne in seiner ganz persönlichen-Glücksschüssel sehen möchte - ob vegetarisch, vegan oder voll mit allem, was das Herz begehrt.

An die Schüsseln fertig los!

Aus all diesen Gründen sind die neuen Bowls ein echt toller Trend. Gesund, erschwinglich und eine tolle Reste-Verwertung. Dazu noch hübsch anzusehen, so abwechslungsreich und schnell gemacht. Es spricht also nichts dagegen, mit Gabel bewaffnet auf der Couch loszuschüsseln und wer einmal auf den Geschmack gekommen ist, wird bestimmt bald ständig Ideen für neue Rezepte haben und beginnen, mit verschiedenen Geschmacksrichtungen und Texturen zu spielen. Übrigens: Die Schüsseln kommen wohl ursprünglich aus der Zen-Tradition des Oryoki. Bei dieser meditativen Form des Essens wird ebenfalls alles in Schüsseln angerichtet - und die ersten Vertreter in der westlichen Welt wurden als Buddha-Bowl bezeichnet. Grund genug also anzunehmen, dass das Trend-Food nicht nur dem Körper gut tut, sondern auch noch was für die seelische Gesundheit tut. Und ja, die praktischen Schüsseln erlauben auch das Essen im Lotus-Sitz. Oommm(nomnom)!

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