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Fünf Gründe für einen Chile-Besuch

Von GRAZIA am Montag, 18. November 2019 um 15:54 Uhr

Der südamerikanische Kontinent hat viele Gesichter. Während im Nordosten der tropische Amazonas-Regenwald das Land bedeckt, ist die westliche Küste des Landes durch das Andenhochland geprägt. Zur südlichen Spitze des Kontinents hin verlieren sich die Anden allmählich und Grasland dominiert die Landschaft. Das Gebiet teilt sich in zwei wunderschöne Länder auf, Argentinien und Chile. 

Naturliebhaber erkunden das Gebiet besonders gerne auf einer Patagonien Rundreise, denn nur an wenigen Orten der Welt lässt sich eine solche Abfolge von Naturwundern bestaunen. Gletscher, Andengipfel, Vulkane und Bergseen – das alles lässt sich hier erleben. Aber die beiden Gastländer haben noch mehr zu bieten. Für einen Chile-Besuch sprechen zum Beispiel auch noch die folgenden Gründe.

Santiago erleben

Der Name der chilenischen Hauptstadt sorgt gelegentlich für Verwirrung. Wer schon einmal an einer der beliebten Kuba Rundreisen teilgenommen hat, war vielleicht bereits in Santiago. Und auch in Spanien gibt es eine bekannte Stadt gleichen Namens. Die Lösung des Rätsels: Santiago de Compostela, Santiago de Cuba und Santiago de Chile sind natürlich nicht dieselbe Stadt. Jeder dieser Orte hat seinen eigenen Reiz. Santiago de Chile ist mit seinen 4 Millionen Einwohnern eine lebendige Metropole. Die Stadt hat durchaus ihre Tücken - Staus und der hektische Lebensstil haben Touristen lange abgeschreckt. Aber wer sich die Zeit nimmt, kann tolle Restaurants und eine blühende Kulturszene entdecken.

Der trockenste Ort der Welt

Im Norden Chiles liegt die Atacama-Wüste, die auf der einen Seite vom Pazifischen Ozean, auf der anderen Seite von den Gipfeln der Anden umgeben ist. Dieser Konstellation hat sie ihr besonderes Klima zu verdanken. Aus dem Osten gelangt kaum Niederschlag dorthin, da die Wolken sich bereits in den Bergen ausregnen. Das macht die Atacama zum trockensten Ort der Erde. Nur 15 mm beträgt der Niederschlag im Jahresdurchschnitt.


©Photo by Hailey Kean on Unsplash

Die Milchstraße bewundern

Aufgrund der Wolkenlosigkeit und dem weitläufigen, unbesiedelten Gebiet, ist die Atacama-Wüste auch ein hervorragender Ort, um die Milchstraße in ihrer ganzen Pracht zu erleben. Während in Europa die Lichtverschmutzung der zahlreichen Siedlungen den Großteil der Sterne unsichtbar macht, ist hier bei Nacht das Licht von Millionen von Sternen sichtbar. Das ist nicht nur für Hobby-Astronomen eine eindrucksvolle Erfahrung, die nicht verpasst werden sollte.

Valparaiso

Valparaiso ist eine Hafenstadt am Pazifischen Ozean. Sie wird als die kulturelle Hauptstadt Chiles angesehen und hat zahlreiche berühmte Künstler beheimatet. Bekannt ist Valparaiso auch der historische Stadtkern. Dieser wurde 2003 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Die bunte Architektur des Ortes ist jedenfalls einzigartig. Sehenswert ist auch das Museum La Sebastiana, das dem chilenischen Nationaldichter Pablo Neruda gewidmet ist. Eine Besonderheit der Stadt sind die Seilbahnen, mit denen die steilen Hügel der Stadt überwunden werden und gleichzeitig ein atemberaubender Blick über Valparaiso geboten wird.


©Photo by Loïc Mermilliod on Unsplash

Ein Selfie mit Guanako

Wer sich wie Hailey Bieber einmal mit einem kuscheligen Lama fotografieren will, der findet in Chile sicherlich Gelegenheit dazu. Es muss nicht unbedingt ein Alpaka sein – auch das Guanako, ein naher Verwandter, ist hier heimisch. Es ist zwar nicht ganz so flauschig wie sein Cousin, könnte aber durchaus einen neuen Instagram-Trend auslösen. In der Wildnis sind die Tiere allerdings scheu, sodass der Schnappschuss vielleicht besser in einem Tierpark oder auf einer Farm gelingt.

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