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Gibt es sichere Sportwetten?

Von GRAZIA am Montag, 28. September 2020 um 15:12 Uhr

Du möchtest mehr über das Wetten lernen? Wir verraten dir, was du über die sogenannten Surebets wissen solltest

Wer mit dem Wetten anfängt, der tut das wahrscheinlich mit dem Hintergedanken, dabei in Zukunft auch etwas zu gewinnen. Wäre es da nicht toll, wenn es eine sagen wir mal "sichere Wette" gibt, bei der man mit Sicherheit einen Gewinn erzielt? Klingt komisch, gibt es aber wirklich. Die sogenannten Surebets nämlich sind eine Wettoption, bei der man in jedem Fall gewinnt, ganz egal, wie das Sportevent zu Ende geht. Das klingt sehr verlockend, nicht wahr? Doch was genau sind Surebets eigentlich, wie funktionieren sie und vor allem wie kann man sie finden? Über all das und noch mehr wird in diesem Artikel aufgeklärt. Sodass jeder die Chance bekommt, mit den Surebets seinen sicheren Gewinn zu erzielen.  

Was sind Surebets?

Surebets sind Wetten, welche von verschiedenen Wettanbietern unterschiedlich eingeschätzt werden. So kann man durch gekonntes Setzen bei einem Spiel mit mehreren Ausgängen bei unterschiedlichen Buchmachern verschiedene Einsätze spielen, um so einen sicheren Gewinn zu erzielen. Hierfür ist es aber natürlich notwendig, sich bei mehreren Anbietern zu registrieren, um die verschiedenen Quoten effektiv vergleichen zu können. Allerdings muss man dazusagen, dass es immer lohnenswert ist, sich bei mehreren Anbietern gleichzeitig zu registrieren. Ganz egal, ob es sich um Surebet-Wetten oder andere Wettoptionen handelt.

Die Surebets an sich, gibt es in dieser Form noch gar nicht so lange. Sie kamen erst mit dem Zeitalter des Internets. Denn damals war es einfach viel zu anstrengend, von Wettbüro zu Wettbüro zu laufen, um die verschiedenen Quoten zu vergleichen. Mal ganz davon abgesehen, dass die Quotentransparenz, so wie wir sie heute kennen, früher nicht vorhanden war. Heute ist das anders. Denn durch das Internet lassen sich die Quoten jetzt, mit nur einem Klick ganz bequem von zu Hause aus vergleichen, ohne dafür das Haus verlassen zu müssen. Und durch diese einfache Möglichkeit die Quoten zu vergleichen, kam dann nach und nach auch die Idee für die Surbets, wie wir sie heute kennen. Wichtig dabei ist allerdings zu erwähnen, dass die Gewinne der Surbets meist nicht sehr hoch sind und sich im 1-stelligen Prozentbereich bewegen.

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Wie entstehen Surebets?

Natürlich geht es bei den Surebets hauptsächlich darum, gewinne zu erzielen. Allerdings sollte man sich auch ein wenig mit den Hintergründen beschäftigen und vor allem, wie Surebets zustande kommen, um zu verstehen, worum es da eigentlich geht. Die Hauptgründe hierfür sind:

  • Die Bookies haben verschiedene Meinungen und Informationen zum Spiel.
  • Die Buchmacher nehmen eine bestimmte Position oder veranstalten eine Werbeaktion.
  • Bei der Quotenberechnung ist ein Fehler passiert oder die Bookies gleichen ihre Quoten zu spät an.

In den meisten Fällen ist es der erste Grund, welcher dafür verantwortlich ist, dass Surebets entstehen. Denn die Buchmacher sprechen sich in den meisten Fällen nicht ab, wenn sie ihre Quoten berechnen und somit kann es oft passieren, dass ein Buchmacher vielleicht bessere Informationen hat, als der andere und daraufhin dann seine Quote berechnet, ganz egal inwieweit sie sich von den anderen unterscheidet. Jeder Buchmacher verfolgt eine andere Strategie und genau das sollte man sich für seine Surebets zunutze machen. Wenn also auf drei unterschiedliche Wettausgänge (bei unterschiedlichen Buchmachern) gesetzt wird, ist es wichtig, diese so zu setzen, dass man am Ende mit einem Plus raus geht.

ⒸFoto von Jonathan Chng von Unsplash

So funktioniert es

Bei den Surebets geht es zunächst einmal darum, 2 oder 3 Wetten zu setzen. Das kommt ganz darauf an, ob die Wette sich nur um Sieger und Verlierer handelt oder, ob auch ein Unentschieden möglich ist. Wenn man jetzt aber mal davon ausgeht, dass es 3 Möglichkeiten gibt, gibt es tatsächlich einen Weg, um auf jeden Fall mit einem Gewinn nach Hause zu gehen. Und das funktioniert ganz einfach, indem man bei drei verschiedenen Buchmachern auf jeweils eine der drei Wettoptionen setzt. Somit wird man logischerweise bei einem Bookie gewinnen und bei den übrigen Beiden verlieren. Und die Theorie dahinter besagt, dass der Gewinn den Gesamteinsatz aller gesetzten Wetten übersteigt. Somit erhält man einen Nettogewinn, welcher einen zwar nicht gleich reich macht, aber eben immer noch ein Gewinn ist.

So werden Surebets berechnet

Natürlich kann man den einfachen Weg gehen und sich im Internet auf Plattformen wie Redaktionstest.net Surebets berechnen lassen. Allerdings ist es trotzdem gut, wenn man weiß, wie die Berechnung letztendlich funktioniert.

Beim Berechnen eines Surebets dreht sich im Endeffekt alles um den Profitfaktor. Und damit ein Bookie mit einem Gewinn aus der Sache gehen kann, liegt der Profitfaktor im Normalfall höher als 100. Sollte diese Zahl allerdings unter 100 liegen, handelt es sich um einen Surebet. Berechnet wird das wie folgt:

(100 : Quote 1) + (100: Quote 2) + (100: Quote 3) = Profitfaktor

Hier ein Beispiel:

Der BVB siegt: Quote 2,40 bei Buchmacher A

Das Spiel endet unentschieden: Quote 3,30 bei Buchmacher B

Werder Bremen siegt: Quote 4,20 bei Buchmacher C

Rechnung:

(100: 2,40) + (100: 3,30) + (100: 4,20) = Profitfaktor

(41,67) + (30,30) + (23,81) = 95,78

Man sieht, der Profitfaktor liegt hier unter 100. Das heißt, man hat es hier mit Surebets zu tun.

Mit diesen Risiken muss man rechnen

Im Internet oder auch anderen Informationsquellen liest man oft vom großen Reichtum durch Surebets. Hier muss man aber ganz klar auf dem Boden bleiben. Denn wie bereits erwähnt bewegen sich die Gewinnmargen bei Surebets im Bereich zwischen 1 und 3 %. Das heißt, große Gewinne wird man wirklich auch nur dann erzielen, wenn man selbst als "Highroller" unterwegs ist und auch dementsprechend große Einsätze macht. Des Weiteren gilt zu beachten, dass man sein gesamtes Sportwetten-Kapital auf mehrere Buchmacher aufteilen muss, um dieses bei den verschiedenen Buchmachern auch zur Verfügung zu haben. Das heißt, auch hier muss dementsprechend viel Kapital vorhanden sein, um überhaupt mit den Surebets anfangen zu können. Darüber hinaus kann es auch passieren, dass die maximalen Einsatzbeträge von Buchmacher zu Buchmacher unterschiedlich sind und, dass die unterschiedlichen Buchmacher ihre Quoten auch gerne mal spontan abändern. So kann es leicht passieren, dass aus einer Surebet-Wette schnelle eine "die verliere ich" Wette wird. Das alles sind Dinge, welche man bei dieser Art von Wette im Hinterkopf haben muss.

Fazit

Alles in allem betrachtet kann man durchaus behaupten, dass man mit Surebets Geld verdienen kann. Allerdings ist es falsch zu betonen, dies wäre leicht verdientes Geld. Denn wie bei allen anderen Wettoptionen auch, ist hier Wissen, das nötige Kleingeld, Schnelligkeit und Erfahrung von großem Wert. Für Anfänger gilt daher, lieber erst mal mit kleinen Beträgen anzufangen, da es am Anfang sicherlich noch zu dem einen oder anderen Fehler kommen kann. Hier sollte man allerdings nicht zu streng mit sich selbst sein, denn Fehler macht jeder. Je öfter man spielt, desto erfahrener wird man und umso höhere Einsätze kann man dann auch setzen.

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