Lifestyle

Glutenfrei essen – der Selbstversuch

Von Susan am Mittwoch, 23. Oktober 2013 um 17:08 Uhr

Was heißt das überhaupt: ohne Gluten? Auf jeden Fall nicht, dass man auf alles verzichten muss.

Schock! Nach einem Allergie-Test kam heraus, dass Gluten meine Immunabwehr schwächt. Die Lösung: drei Monate glutenfrei leben und dann Gluten so weit es geht meiden.

 

Aber was ist eigentlich Gluten? Ein Stoffgemisch aus Proteinen, oft als Klebereiweiß bezeichnet, das Mehl zum Teig werden lässt. Es ist deshalb in mehlhaltigen Speisen zu finden, wie in Brot, Nudeln oder Kuchen.

 

Früher habe ich täglich Gluten gegessen: morgens Toast, mittags z.B. Pasta, abends Brot. Eines meiner Lieblingsgerichte: Pizza. Sogar im Eis-Favorit waren Kuchen- oder Keks-Stücke. Ein Leben ohne all das? Unvorstellbar.

 

Glücklicherweise war der absolute Verzicht nicht von Dauer und nach den drei Monaten gab es im Urlaub dann auch einmal einen Cheesecake oder eine Pizza. Allerdings habe ich auch gemerkt: Glutenfrei zu essen ist gar nicht so schwer wie man zuerst denkt.

 

Morgens gibt es jetzt immer Cornflakes (ohnehin aus Mais) mit Joghurt oder Milch und Obst. Am Wochenende auch mal Eier und Bacon. Mittags ist auch viel möglich: Reisgerichte, Mexikanisch (Taco-Shells aus Maismehl), Salat, Gemüse, Fleisch, Fisch, Kartoffeln. Nur italienische Restaurants machen nicht mehr so viel Spaß – außer es gibt ein leckeres Risotto. Zu Hause ist Pasta aber kein Problem: sogar im Discounter gibt es mittlerweile Nudeln aus Maismehl.

 

Nach einer Weile gewöhnt man sich an die Umstellung. Nur das Abendbrot ist weiterhin etwas schwierig. Dafür habe ich aber Reiswaffeln für mich entdeckt. Mit leckerem Aufstrich und Tomaten eine echte Alternative zu Brot.

 

Mir fällt auf, dass ich mich oft gesünder ernähre: Fast Food auf der Autofahrt ist keine Option und manchmal funktioniert Low Carb ganz automatisch, weil die Beilage Brot wegfällt. Allerdings gibt es auch genug zum Sündigen: Kartoffelchips, Tortillachips, Schokolade... alles ohne Gluten.

 

Falls es wirklich dauerhaft glutenfrei sein soll, aber die Lust auf ein Stück Marmorkuchen oder Pfannkuchen zu groß ist: mit Mehlmischungen aus Mais- und Reismehl geht es genau so einfach und schmeckt fast wie das Original. Außerdem gibt es tolle glutenfreie Ersatzprodukte - Lasagne mit glutenfreien Lasagneplatten (z.B. von Schär) habe ich gerade am Wochenende getestet und sie war seeehr lecker.

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