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Grüne Wohlfühlzone: Diese 7 Tipps sparen dir Arbeit im Garten

Von Jenny am Freitag, 20. April 2018 um 15:31 Uhr

Die schicke Lounge-Terrasse, der gepflegte Garten, herrlich. Sowohl zum Anschauen als auch sich darin aufzuhalten. Aber immer dieser Wildwuchs, diese Putzarbeit. Denkst Du auch so? Dann brauchst Du die folgenden Sachen.

Endlich wieder Frühling. Endlich wieder Draußen-Wetter und endlich wieder die Möglichkeit, seinen Luxusbody hinterm Haus der Sonne darzubieten. Noch schnell etwas zu deinem UV-Typ passenden Sunscreen auftragen, was zum Lesen schnappen und die Entspannung kann beginnen. Oder: könnte beginnen. Denn wenn der Rasen so hoch ist, dass er einen in den Kniekehlen kitzelt, ist es ganz fix vorbei mit der Wohlfühl-Laune.

Es ist leider so: alles, was sich draußen befindet, unterliegt natürlich einem höheren „Natur-Grad“ als die schön in der Wohnung geschützten Dinge. Doch keine Panik, wenn Du keine Lust hast, vor jeder Outdoor-Session eine Putz- und Trimm-Orgie abzuhalten, kannst Du dir helfen.

1. Rasen-Spezial

Das Problem ist, dass die meisten von uns, wenn Rasen angelegt wird, „irgendwelchen“ Samen greifen. Das sind praktisch immer superschnell wachsende Sorten, damit schnell ein schön dichter Rasen entsteht. Das ist natürlich klasse, wenn man den Baustellen-Look schnell hinter sich lassen will.

Doof nur, dass diese Gräser natürlich auch danach weiterwachsen wie verrückt. Gerade jetzt im Frühjahr musst Du so mit etwas Pech gleich mehrmals wöchentlich den Mäher schwingen und

verhagelt einem schnell jegliche Lust, sich anschließend noch hinzulegen. Ebenfalls blöd ist, dass Rasensamen ein Buch mit sieben Siegeln sind. Wenn Du besonders langsam wachsenden Rasen willst, musst Du in einen Profi-Gartenmarkt gehen und explizit danach fragen. Der braucht dann zwar länger, bis er dicht ist, gibt dir danach aber viel mehr Gartenfrei- und weniger -arbeitszeit.

2. Stauden statt Blumen

Ebenfalls jetzt siehst Du sie wieder vor vielen Supermärkten: Blumen à la Geranien, Stiefmütterchen und Co. Super sehen sie aus und weil sie auch spottbillig sind, nehmen wir doch gerne ein Dutzend davon mit, pflanzen sie in Beete und Töpfe – und halsen uns damit weitere Arbeit auf.
Das ist weniger ein Geranien-Problem, sondern generell eines aller einjährigen Blumen. So schön sie auch sind und uns vielleicht den ganzen Sommer mit ihrer Blütenpracht verzaubern, so viel Arbeit benötigen sie auch. Wegen der Mini-Würzelchen müssen sie alle Nase lang gegossen werden, sonst lassen sie die Köpfe hängen. Sie wollen Dünger und am Ende des Sommers muss man nicht nur sie entsorgen, sondern meist auch den ausgelaugten Boden der Töpfe. Dabei kannst Du ganz leicht tricksen: Lass die Einjährigen im Regal und kauf stattdessen Stauden. Denn die haben nur Vorteile: sie sind mehrjährig, entwickeln ähnlich tolle Blüten, brauchen aber viel weniger Gieß-Aufwand und überleben auch den Winter klaglos – egal ob in Beeten oder Töpfen.

Stauden haben alle optischen Vorteile einjähriger Blumen. Bloß machen sie dir viel weniger Arbeit und kommen auch jedes Jahr wieder. fotolia.com © Olga Ionina

3. Fliesen genießen

Deine Terrasse oder Lounge-Zone im Garten ist mit mega-trendigem und Fuß-schmeichelndem Holz bedeckt? Auch das ist unnötiger Arbeitsaufwand:

  • In den Boden-Dielen sind immer Riefen. Darin sammelt sich Dreck
  • Holz muss immer wieder gestrichen werden, sonst graut es aus oder fault gar
  • Holzböden müssen mit dem Schrubber behandelt werden, weil zu viel Wasserdruck sie beschädigt

Das stört dich? Dann solltest Du den Holzboden-Holzboden sein lassen und auf das setzen, was dir auch im Badezimmer Pflegeleichtigkeit zusichert: Fliesen. Sind sie einmal verlegt und verfugt, können dir Mutter Natur’s Belastungen egal sein. Willst Du dich nach einem Schauer raussetzen, gehst Du kurz mit dem Abzieher drüber. Dreck zwischen Vogel-Hinterlassenschaften und angewehtem Sahara-Staub entfernst Du ruck-zuck per Gartenschlauch. Und Ausbleichen? Was ist das?

4. Rattan, Baby

Möbel, die unter freiem Himmel stehen, sind praktisch immer ein Problem. Bei allem, was irgendwie geschlossene Flächen hat, steht praktisch immer Regenwasser drauf – und hinterlässt auf Holz auch noch schädigende Spuren. Bei (billiger) Metallware wimmelt es schnell vor Rostflecken und bei Kunststoff demoliert die UV-Strahlung das Material, sorgt für Ausbleichen und Ausbrüche.

Wenn dir das stinkt, solltest Du dich mit Polyrattan-Möbeln beschäftigen. Deren Fähigkeiten sind nämlich die Antwort auf viele Pflegeprobleme. Sie bestehen zwar aus Kunststoff. Der ist aber mit UV-Stabilisatoren behandelt und hält so viel besser dem Sonnenlicht stand. Darunter steckt ein Aluminium-Gerüst, da rostet nichts. Und wegen der geflochtenen Struktur können sich oben drauf auch keine Pfützen bilden; Wasser läuft einfach durch. Und weil das so ist, kannst Du bei Staub und Schmutz auch einfach zum Gartenschlauch greifen – und dich gleich danach wieder hinsetzen.

Rattan werden aus der ostasiatischen Rotangpalme, deren Lianen bis zu 200 Meter lang werden und einen Durchmesser von bis zu 5 cm besitzen, hergestellt. fotolia.com © Photographee.eu

5. Gib dir die Kante

Nerv! Da haben wir uns auf Knien solche Mühe gegeben, am Rand zwischen Rasen und Blumenbeet eine blitzsaubere Trennlinie hinzubekommen. Und jetzt? Jetzt wuchern die ersten Grashalme im Beet, auf dem Rasen sprießen dafür Blümchen und die Kante ist nur noch mit gutem Willen zu erkennen. Es sieht aus wie Kraut und Rüben und um es zu verhindern, ist immerwährende Arbeit erforderlich, die man doch wesentlich besser auf dem Liegestuhl verbringen könnte.

Die gute Nachricht: es gibt ein Heilmittel für dein Problem. Und es ist noch nicht mal teuer. Es nennt sich Beet- oder Rasenkante. Dabei handelt es sich um wenig mehr als einen breiten Kunststoff- oder Metallstreifen. Der wird bis auf wenige Zentimeter in die Randzone zwischen Rasen und Beet eingegraben und verhindert, dass Samen und Halme von einer Seite auf die andere wechseln.

Bodendecker sind der ultimative Unkrautkiller. Setzt Du, wie hier, noch eine Rasenkante dazwischen, kannst Du dich anschließend zurücklehnen. fotolia.com © SusaZoom

6. Nie wieder Unkraut jäten

Egal wie viel Mühe Du dir bei deinen Beeten gibst. Es wird immer wieder dazu kommen, dass dort Pflänzchen sprießen, die einfach nicht dahin gehören. Eine mittelfristige Lösung bestünde darin, alles mit Rindenmulch zu bedecken. Allerdings hat der, gerade wenn er frisch ist, nicht gerade einen tollen Geruch. Manche sagen sogar, dass er hundserbärmlich stinkt – und das mindestens den ganzen ersten Sommer nach dem Verteilen. Und dann muss man das Zeug, weil es verrottet, auch noch alle paar Jahre erneuern. Naja, und schön ist auch was anderes.

Nein, das ist nicht dein Stil. Du willst ja, dass es ohne Arbeit trotzdem gut aussieht – ohne weitere Nachteile. Und da solltest Du dich mit ein paar lustigen Namen vertraut machen:

  • Teppich-Knöterich
  • Weicher Frauenmantel
  • Elfenblume
  • Balkan-Storchschnabel
  • Dickmännchen

Hinter den ulkigen Bezeichnungen verbergen sich sogenannte Bodendecker. Das sind Pflanzen, die nicht wirklich hochwachsen (meist nur knöchelhoch), sich dafür aber über eine ziemlich große Fläche ausbreiten. Wo sie sind, findet garantiert kein Unkraut mehr Platz, Licht und Luft. Und wenn Du beim Kaufen auch noch auf immergrüne Sorten achtest, sehen deine Beete sogar im Winter noch klasse aus. Der einzige Pflegeaufwand, der für dich bleibt, ist, alle paar Wochen an den Rändern den Ausbreitungsdrang mit einer Schaufel zu unterdrücken.

7. The Roof is on Fire

Der letzte Punkt unseres Artikels führt uns nochmal zurück auf die Terrasse. Klar, dort möchtest Du natürlich maximal viel Sonne abbekommen und über dir nur den Himmel als Grenze haben. Das ist zwar verständlich, macht dir aber auch unnötig viel Arbeit. Es fängt schon damit an, dass Du vor jeder Draußen-Session alles, was Du dort benötigst und das wetterempfindlich ist, rausräumen musst. Und natürlich hinterher wieder rein. Frag dich mal selbst: Wie oft hast Du dir schon gedacht „ach, für die Stunde räum ich die Kissen nicht raus“?

Dabei kannst Du die Sache auch regeln, ohne auf Sonne verzichten zu müssen. Lass dir einfach ein transparentes Kunststoffdach über deine Terrasse bauen. Das nimmt praktisch kein Licht weg, sorgt aber dafür, dass Du alles draußen liegen lassen kannst – sogar Zeitungen. Das gibt dir jede Menge Outdoor-Zeit zurück, die Du sonst mit Herumräumen verbracht hast.