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HABEN SIE AUCH EINEN SHOPPING-GEN-DEFEKT?

Von GRAZIA am Dienstag, 24. Dezember 2013 um 17:00 Uhr

Puh, jetzt wird alles gut! Uns sind hier in der Redaktion jedenfalls einkauftütengroße Steine vom Herzen gefallen. 

Und das ist passiert, als wir von dem Buch „Bargain Fever“ gehört haben, das  in den USA erschienen ist. Denn darin kommt endlich ans Tageslicht, wer schuld daran ist, dass wir beim Anblick eines „Sale“- Zeichens zu Maniacs werden: nämlich ein klitzekleiner Gendefekt!

Der Journalist Mark Ellwood fand nämlich heraus, dass das Hormon Dopamin bei manchen von uns blitzartig ausgeschüttet wird, sobald wir das Wort Schnäppchen auch nur hören. Die Leidenschaft, Sonderangebote aufzuspüren, ist im Menschen programmiert, aber bei manchen läuft die Sache mit den Angeboten eben aus dem Ruder: Sie werden high am Grabbeltisch.

 

Dopamin wird ja auch gerne Glückshormon genannt, aber laut Ellwood handelt es sich dabei um ein großes Missverständnis. Für die Recherche seines Buches hat er mit unzähligen Hirnforschern gesprochen und erfahren, dass es sich eher um ein Bonushormon handelt. Der Botenstoff Dopamin ist Teil eines körpereigenen Belohnungssystems – so etwas wie Treueherzen – und verantwortlich für den Motivationsschub. „Im menschlichen Gehirn läuft eine chemische Reaktion ab, sobald wir das Signal kriegen, hier gibt’s mehr für weniger.“

 

Der Journalist nennt dieses Phänomen Buyagra – ein lustiges Wortspiel aus „to buy“ und Viagra –, weil es unsere Entschlossenheit, mehr, mehr und noch mehr Kohle auszugeben, äh, versteift. Dopamin ist eine ziemlich kräftige Chemiekeule, und eigentlich verfügt unser Hirn über ein eingebautes System, das dafür sorgt, das Oberstübchen so schnell wie möglich wieder davon zu befreien. Laut Ellwood leidet jedoch jeder Vierte an diesem harmlosen Defekt und kann sich gegen die re- duzierten Verlockungen nicht wehren.

 

Übrigens leiden auch immer mehr Männer an Buyagra. Sie machen nur nicht so viel Wirbel um ihre mangelnde Standhaftigkeit bei Superschnäppchen.

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