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Handlettering – richtig lernen

Von GRAZIA am Dienstag, 9. Februar 2021 um 12:47 Uhr

Ihr wollt Handlettering lernen? Wir erklären, welche Materialien ihr dafür benötigt und wie es richtig geht!

Schritt für Schritt das Handlettering erlernen

Lettering steht für eine besondere Schriftkunst, bei der Buchstaben und Wörter in Schönschrift zu einem Gesamtkunstwerk arrangiert werden. Das kreative Hobby liegt im Trend und ist sehr gefragt. Mit einer kleinen Grundausstattung und viel Fingerspitzengefühl können auch ihr eure ersten Erfahrungen mit dieser besonderen Schreibtechnik machen.

Die passenden Werkzeuge

Für erste Versuche nutzt das, was ihr zu Hause habt. Einige Filzstifte und etwas Papier sind sicher zur Hand. Beim Brushlettering kommt es vor allem auf die Spitze des Stiftes an. Sie muss drucksensitiv sein, damit sich die Striche in unterschiedlicher Stärke setzen lassen. Nur so entsteht das typische kontrastreiche Bild mit den schnörkelig geschwungenen Buchstaben. Besorgt euch also am besten Brush-Pens. Das sind Filzstifte mit Pinselspitze. Sie haben einen gleichmäßigen Farbfluss, sodass der Farbauftrag schön gleichmäßig gelingt. Für Anfänger ist das Ideal.

Das Papier ist genauso wichtig wie die Qualität der Stifte. Es darf nicht zu dünn sein, damit die Farbe nicht durchdrückt. Auch sollte es nicht zu rau sein, denn das macht die Stiftspitzen kaputt. Sie fasern auf, sodass ein gleichmäßiges Auftragen der Farbe nicht mehr möglich ist. Für das Handlettering ist glattes Papier ab 80 g/qm am besten geeignet. Ihr könnt Einzelzeiten verwenden, einen Skizzenblock oder einen Ringblock. Stärkeres Papier und Blanko Postkarten lassen sich für besondere Kunstwerke nutzen. Möchtet ihr zudem einen Hintergrund gestalten, beispielsweise mit einem Aquarell, wird es etwas schwieriger, da Aquarellpapier eher rau ist. Verwendet hier möglichst Stifte von hoher Qualität, die unempfindlicher sind.

Einen Anfang machen

Jeder kann das Handlettering lernen. Es kommt nicht auf eure Handschrift an oder wie gut ihr zeichnet. Die eigene Kreativität spielt natürlich eine Rolle, aber die Ideen kommen beim Schreiben. Es gibt viele Möglichkeiten, Schrift in eine besondere Form zu bringen.

Probiert zunächst auf einem Blatt Papier aus, wie eure Brush-Pens schreiben, und welche Unterschiede sich durch die verschiedenen Pinselspitzen ergeben. Am besten macht ihr euch mit einfachen Strichen mit der Handhabung der Stifte vertraut. Unterschiedliche Strichstärken und Kontraste ergeben sich durch den Druck, den ihr mit dem Stift ausübt. Die Linien nach unten sind dabei typischerweise mit mehr Druck auszuführen als die Linien nach oben. Übt diese dickeren und dünneren Linien eine Weile und fahrt dann mit einer Zickzacklinie fort. Probiert auch Wellenlinien aus. Ihr trainiert damit eure Feinmotorik und werden immer sicherer in der Strichführung.

Übung macht den Meister

Es gibt zahlreiche Bücher zum Thema. Aber am besten gelingt der Einstieg mit einfachen Übungsblättern, die ihr beliebig oft kopieren könnt. Hier sind die Strichstärke-Übungen bereits vorgegeben. Geübt wird mit unterschiedlich starken Spitzen. Der Schwierigkeitsgrad sollte sich nach und nach erhöhen. Lernt zunächst Buchstaben, die sich einfach schreiben lassen, bis ihr schließlich das ganze Alphabet beherrscht.

Die größte Herausforderung ist es, verschieden Schriftarten zu erlernen und Buchstabenvariationen einzuüben. Basis ist eine Schreibschrift, die mit zusätzlichen Schnörkeln gestaltet wird. Nutzt am besten zum Nachzeichnen eine Vorlage mit einem Handlettering-Alphabet, das euch gefällt. Bald schon könnt ihr Poster oder Karten mit euren eigenen Sprüchen oder Versen verzieren. Die von euch gewählte Schriftart dürft ihr nach euren Vorstellungen modifizieren und um besondere Effekte ergänzen. Lasst eure Kreativität spielen, findet euren eigenen Stil und schafft einzigartige Kunstwerke!

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