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Hitzewallungen in den Wechseljahren: Das können wir gegen die plötzlichen Schweißausbrüche tun

Von Marvena.Ratsch am Montag, 10. Februar 2020 um 14:03 Uhr

Hitzewallungen...Gerade in den Wechseljahren können wir ein Lied von den plötzlichen Schweißausbrüchen, die sich immer in den ungünstigsten Momenten bemerkbar machen, singen. Allerdings haben wir einige Tipps parat, dank denen wir dieses lästige Symptom der Menopause ein wenig eindämmen können...

An sich ist das Alter ja nichts Schlimmes, und insgeheim sind wir auch froh, dass wir uns nicht mehr mit den nervigen Problemen, die wir in den 20ern hatten, herumschlagen müssen. Dafür haben wir in unseren 40ern und 50ern allerdings mit einem anderen Problem zu kämpfen. Die Rede ist von den Wechseljahren. Genauer gesagt die Symptome der Wechseljahre. Während einige von uns nicht die kleinste Begleiterscheinung in dieser Phase verspüren (wir sind ein wenig neidisch), leidet ein Großteil unter den klassischen Nebenwirkungen wie Stimmungsschwankungen, Libidoverlust, Gewichtszunahme, Haarausfall, sowie Schlafstörungen und Hitzewallungen. Und gerade Letzteres betrifft bis zu 85 Prozent der Frauen in der Menopause und kann einem das Leben manchmal ganz schön vermiesen. Die plötzlichen Schweißausbrüche, welche sich auf die hormonellen Umstellungen zurückführen lassen, treten nämlich zu den denkbar ungünstigsten Momenten in Erscheinung. Zudem fühlen wir uns an einem Tag, an dem wir verstärkt von Hitzewallungen übermannt werden, einfach schlapp und ausgelaugt. Dies hat nun allerdings ein Ende, denn wir haben einige Tipps parat, mit denen der Umgang mit dem lästigen Symptom der Menopause sehr viel erträglicher wird.

1. Die richtige Ernährung

Gerade wenn es um den Körper geht, lässt sich mit der richtigen Ernährung eine Menge bewirken. So auch in den Wechseljahren. Während wir um stark gewürzte Speisen, zu viel Zucker und alkoholische Getränke, sowie zu viel Kaffee lieber einen Bogen machen sollten, da diese Mahlzeiten die Hitzewallungen fördern können, gibt es auch einige Lebensmittel, die die lästige Begleiterscheinung effektiv bekämpfen. Dazu zählen unter anderem Produkte aus Soja, Leinsamen, Kürbis- und Sonnenblumenkerne, Hülsenfrüchte, Trockenobst und Hopfen. Diese Speisen enthalten nämlich Phytoöstrogene – die pflanzliche Variante des körpereigenen Hormons Östrogen. Diese sorgen wiederum dafür, dass der Hormonhaushalt auf natürliche Weise ins Gleichgewicht gebracht werden kann und somit die Hitzewallungen reduziert werden können.


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2. Stress vermeiden

Besonders Stress und das damit verbundene Hormon Cortisol können den empfindlichen Hormonhaushalt in der Menopause aus dem Gleichgewicht bringen und daher gilt es diesen in dieser Phase zu vermeiden. In Zukunft sollten wir uns einfach mehr Zeit für uns selbst nehmen. Regelmäßige Auszeiten, entspannende Yoga-Einheiten, Saunagänge oder Massagen können dafür sorgen, dass unser Körper nach einem anstrengenden Arbeitstag herunterkommt. So können wir nicht nur die Hitzewallungen reduzieren, auch Probleme wie Gewichtszunahme und Haarausfall können gelindert werden.

3. Der Zwiebel-Look

In dem einen Moment friert man noch und einige Minuten später wird man wie aus dem Nichts von einer Schweißattacke übermannt und würde sich am liebsten all seiner Kleidung entledigen. So empfinden wir nicht selten während der Menopause. Mit dem richtigen Styling können wir uns allerdings bestens gegen die plötzlichen Schweißausbrüche wappnen. Das Geheimnis ist der Zwiebel-Look. Indem wir mehrere Lagen übereinander tragen, können wir uns während einer lästigen Hitzewallung von der einen oder anderen Schicht trennen, sodass die Umgebungsluft unsere Körpertemperatur etwas ausgleichen kann. Im Anschluss können wir diese Lagen schließlich wieder überziehen, sodass wir nicht zu frieren beginnen.

Ein weiterer wichtiger Hinweis: Beim Kauf unserer Kleidung sollten wir darauf achten zu atmungsaktiven Naturfasern zu greifen und Materialien aus Kunststoff zu meiden. Diese sorgen nämlich dafür, dass sich die Hitze unter den Textilien staut.


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4. Wechselduschen können wahre Wunder bewirken

Gerade in der etwas kühleren Jahreszeit kostet dieser Trick ein wenig Überwindung, doch hat man sich erst einmal daran gewöhnt, dann können Wechselduschen lästige Hitzewallungen effektiv bekämpfen. Nachdem wir unseren Körper mit warmen Wasser abgespült haben, sollten wir den Hahn schließlich auf kalt drehen und unseren Körper mit einer Ladung des kühlen Nass‘ abspritzen. Insgesamt sollte diese Prozedur dreimal wiederholt werden und mit einer kalten Phase enden. Durch diesen Schritt kommt unser Kreislauf richtig in Schwung, das Herz-Kreislauf-System wird gestärkt und die Intensität der Schweißausbrüche wird gelindert.

5. Auch Hausmittel haben sich bewährt

Es gibt für nahezu jedes Problem das passende Hausmittel und wenn es um Hitzewallungen geht, dann finden sich einige Treatments, die wirklich hilfreich sein können. Dazu zählen Traubensilberkerze, Rotklee, Mönchspfeffer, Johanniskraut oder auch Salbei. All diese Kräuter können in Form von wohltuendem Tee eingenommen werden oder in Form von Kapseln wie beispielsweise das "Meno Balance"-Präparat von Biomenta. Zum einen bringen solche Nahrungsergänzungsmittel den Hormonhaushalt wieder ins Gleichgewicht und zum anderen wird der Körper mit vielen wichtigen Nährstoffen versorgt, die über das ständige Schwitzen aus dem Körper gespült werden.


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6. Bewegung ist das A und O

"In einem gesunden Körper lebt ein gesunder Geist" ...ohne Hitzewallungen. Dementsprechend sollten wir dafür sorgen, dass wir uns ausreichend bewegen. Besonders Ausdauersportarten wie Joggen, Schwimmen oder Radfahren sowie ausgiebige Spaziergänge bringen den Kreislauf in Schwung, heben die Stimmung und können die plötzlichen Schweißausbrüche lindern. Gleichzeitig fällt es dadurch leichter das Gewicht zu halten, welches ebenfalls keinen geringen Einfluss auf die Hitzewallungen hat.

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