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Abnehmen: Diese Hormone sabotieren deine Diät

Von Anne-Kristin am Donnerstag, 24. Dezember 2020 um 11:36 Uhr

Es ist nicht nur unbegreiflich, sondern auch extrem demotivierend, wenn die letzten Pfunde einfach nicht purzeln wollen, obwohl der Diätplan eingehalten wird und wir regelmäßig Sport treiben. Wir haben einen Grund gefunden, der für das Problem verantwortlich sein könnte.

Die letzten Pfunde sind meist die schwersten. Das ist bei jeder Diät so, denn nach erfolgreicher Gewichtsabnahme geht es meist darum, den Körper weiter zu definieren und die letzten Fettpolster über den Muskeln schmelzen zu lassen. Das hört sich allerdings einfacher an, als es getan ist. Ohne Frage demotiviert uns der Umstand, dass die letzten Kilos einfach nicht von den Hüften verschwinden wollen, obwohl wir ausreichend Sport treiben und auf unsere Ernährung achten. Dabei sollten regelmäßige Workouts und ein gesunder Speiseplan ja eigentlich dafür sorgen, dass die Pfunde ganz von alleine schmelzen. Es spielen allerdings auch immer noch andere Umstände eine Rolle, die dazu führen können, dass wir einfach kein Gewicht verlieren. So haben auch verschiedene Hormone in unserem Körper Einfluss darauf, ob wir Abnehmen oder nicht. Sie reagieren auf einen ungesunden Lebensstil, der nichts mit Ernährung oder Sport zu tun hat wie Schlafstörungen oder Stress. Wir verraten euch, welche Hormone eure Diät durchaus behindern können und wieso. 😱

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1. Leptin

Leptin ist im Normalfall ein Hormon, welches im weiteren Sinne dafür sorgt, dass wir unser Gewicht halten können und ein Schwanken weitestgehend vermieden wird. Es reguliert nämlich unser Hunger- und Sättigungsgefühl. Leptin sendet Signale an unser Gehirn, wenn wir aufhören können zu essen und reguliert so die Nahrungsaufnahme. Das Hormon wird allerdings gestört, wenn wir eine Diät beginnen. Durch den Fettabbau wird Leptin die Lebensgrundlage entzogen, was dazu führt, dass wir mit Heißhungerattacken zu kämpfen haben und im Nu ein Jo-Jo-Effekt eintreten kann. Um Beeinträchtigungen durch Leptin zu verhindern, sollten wir deshalb lieber auf Radikal-Diäten verzichten und stattdessen über einen längeren Zeitraum versuchen, gesund Gewicht zu verlieren. Auch Zink kann dabei helfen, dem Hormon einen Strich durch die Rechnung zu machen, denn das Spurenelement verhindert die vermehrte Leptin-Produktion. 👆🏼

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2. Ghrelin

Auch das Hormon Ghrelin ist für Heißhungerattacken während unserer Diät verantwortlich. Es wird dann ausgeschüttet, wenn der Magen leer ist und sendet Signale an unser Gehirn, die sagen, dass wir essen sollen. Nehmen wir wegen einer Diät weniger zu uns, wirkt das wie ein Warnsignal für unseren Körper und Ghrelin wird vermehrt ausgeschüttet. Die Folge ist unser Verlangen nach Nahrung, was sich in nervigen Heißhungerattacken äußert. Wir können dem nur entgegenwirken, indem wir dafür sorgen, dass unser Magen trotz Diät immer gefüllt ist. Um dabei nicht zuzunehmen, sollten wir deshalb auf Nahrung setzen, die wenige Kalorien, dafür aber jede Menge Ballaststoffe hat. Hier eignen sich vor allem Gemüse und Suppen, die lange satt machen und so unser Hungergefühl unterdrücken. 🙌🏼

3. Cortisol

Ein weiteres Hormon, welches unsere Diät durchaus beeinflussen kann, ist Cortisol. Es wird vor allem in Stresssituationen vermehrt ausgeschüttet, die bei vielen von uns im Berufsleben und im Alltag Dauerzustand sind. Für unsere Vorfahren war die Ausschüttung des Hormons überlebensnotwendig, denn es setzte Energie für die Flucht frei. Ist die Gefahrensituation vorüber, verlangt Cortisol nach Nahrung, um die Energiedepots wieder aufzufüllen. Während unsere Vorfahren bei der Flucht vor wilden Tieren auch Energie verbraucht haben, erleben wir moderne Stresssituationen eher beim Einkaufen, vor dem Laptop oder in Meetings. Energie wird da kaum verbrannt und dennoch verlangt unser Körper nach Nahrung. Die Folge: Extra-Kalorien, die wir bei einer Diät gar nicht gebrauchen können. Eine besonders einfache Möglichkeit, um den Cortisol-Spiegel zu regulieren, ist schlicht und einfach zu lachen. Ja, richtig gehört: Ein ordentlicher Lachflash reduziert den Cortisolgehalt im Blut um fast 40 Prozent. 😳

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4. Östrogen

Dieses Hormon ist eigentlich für die Reifung der Eizellen verantwortlich, kann sich aber auch auf unsere Diät auswirken. Vor der Periode ist der Östrogenspiegel besonders niedrig, was vermehrt zum Hungergefühl führt. Genau das Gegenteil ist es hingegen kurz vor dem Eisprung. Hier schüttet unser Körper besonders viel Östrogen aus, was sich in Appetitlosigkeit niederschlägt. Die gute Nachricht: Wir können unseren Östrogenspiegel ganz einfach durch die richtige Ernährung kontrollieren. Indem wir vermehrt Ballaststoffe zu uns nehmen, werden Heißhungerattacken verhindert, denn die Nährstoffe binden das Hormon. Auf unserem Speiseplan sollten deshalb Hülsenfrüchte, Trockenobst und Getreide in rauen Mengen zu finden sein. 🌾

5. Testosteron

Neben Östrogen kann auch Testosteron Grund dafür sein, dass die letzten Pfunde einfach nicht purzeln wollen. Es handelt sich eigentlich um ein Hormon, welches vor allem bei Männern bekannt ist. Aber auch Frauen produzieren Testosteron, welches im weiblichen Körper vor allem für die Muskelbildung zuständig ist und uns mit Energie versorgt. Sobald wir die 20 erreichen, reduziert sich der Testosteronspiegel allerdings, was dazu führt, dass Muskeln abgebaut werden und sich der Stoffwechsel verlangsamst. Eine Gewichtszunahme ist die Folge. Durch regelmäßige Workouts können wir dem allerdings entgegenwirken, denn sie regen die Produktion des Hormons an. Sind zudem erst einmal ein paar Pfunde gepurzelt, steigt auch der Testosteronspiegel wieder an und wir können unser Wunschgewicht halten. 😍

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