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Im Winter auf Safari-Abenteuer? Die beste Reisezeit zu Südafrikas Nationalparks hat gerade begonnen

Von GRAZIA am Dienstag, 3. Dezember 2019 um 11:01 Uhr

Nun ist er da – der Winter. Eine alljährliche und unvermeidbare Konstante. Karge Baumkronen, dunkle Nachmittage und gemütliche Stunden im schützenden Zuhause werden die nächsten Monate kennzeichnen.

Zuflucht suchen geplagte Frostbeulen auf der südlichen Erdhalbkugel. Dort empfängt Südafrika seine Urlauber mit den ersten warmen Frühlings- und Sommermonaten. Während es bei uns dunkel und regnerisch ist, strahlt hier bereits viele Stunden täglich die Sonne.

Auf der Spur der Big Five. Die acht schönsten Nationalparks Südafrikas

Für all diejenigen, die sich ein kleines Abenteuer oder einen Kurswechsel herbeisehnen, stellen wir im Folgenden die schönsten Nationalparks Südafrikas vor. Denn ganz gleich, wohin die Reiseroute führt: In Südafrika ist jeder Nationalpark schöner als der andere.

Paradiesische Strände und Vogelwelten

Der West-Coast Nationalpark wartet mit wilden weißen Sandstränden, rauen windigen Klippen und beeindruckenden saisonalen Wetterkapriolen vor einem ungezähmten Ozean auf. Der Park liegt etwa 120 Kilometer nördlich von Kapstadt und zieht vor allem Liebhaber der ungezügelten Natur in ihren Bann.

Er gehört mit über 265 verschiedenen Vogelarten zu den wichtigsten Vogelschutzgebieten der Welt. Strauße und verschiedene Arten von Antilopen durchstreifen das direkt vor der Küste liegende Buschland.

Während Delfine ganzjährig zu sehen sind, kommen Walbeobachter zwischen Juli und Oktober voll auf ihre Kosten. In den südafrikanischen Frühlingsmonaten erstrahlt die grünbraune Landschaft in einem an Schönheit kaum zu beschreibenden Blütenmeer.

Auf die Größe kommt es an

Im Jahre 2009 wurde der Garden Route Nationalpark aus mehreren kleineren Nationalparks und einigen Naturreservaten gegründet. Dementsprechend weitläufig und vielseitig ist die 1.210 Quadratkilometer große Landschaftsfläche, welche zu 50 Prozent aus Südafrikanischem Urwald besteht.


©Photo by redcharlie on Unsplash

Der Garden Route Nationalpark liegt am Rande der weltberühmten Garden Route in Richtung Osten, welche für sich bereits einen Roadtrip der Extraklasse darstellt. Wer die Strecke entlang rauer Felslandschaft und endloser Küste mit dem eigenen Mietwagen befährt, genießt größtmögliche Freiheit. Leistungsstarke Geländewagen mit großer Staufläche und Allradantrieb werden von Urlaubern sowie Einheimischen geschätzt.

Insbesondere Afrika-Neulingen hilft bei der Planung einer Südafrika Rundreise eine persönliche Beratung von Experten wie Explorer Fernreisen. Offene Fragen können ohne Umwege geklärt werden. Das vielfältige Angebot macht die Selbstrecherche zeitintensiv und mühselig. Die Vorfreude sollte nicht bereits bei der Planung versiegen, weil Unsicherheit herrscht, welcher Wagen denn nun perfekt für die persönlichen Bedürfnisse und die geplanten Ziele geeignet ist.

Giganten an einem Ort

Bei Port Elizabeth, am Eastern Cape, liegt der Addo Elephant National Park. Das Besondere an ihm: Er ist der einzige Nationalpark der ganzen Welt, in dem die Big Seven beobachtet werden können. Big Five an Land und Big Two im Ozean. Zu den Big Five zählen neben Elefanten auch Löwen, Nashörner, Büffel und Leoparden. Die Big Two, da sind Wal und der weiße Hai.

Nicht mal ein Dutzend Elefanten überlebten die Wilderei, als der Park im Jahre 1931 gegründet wurde und einige der letzten Tiere der Region aufnahm. Heute ist er der drittgrößte Nationalpark Südafrikas und die Heimat für über sechshundert der hochintelligenten Dickhäuter.


©Photo by bert sz on Unsplash

Die ruhigere Alternative

Im Jahre 1895 wurde der Hluhluwe-Imfolozi-Nationalpark zum Schutze der Nashörner gegründet. Damit ist er der älteste Nationalpark Südafrikas. Der Hluhluwe River fließt mitten durch den Park und speist die sattgrüne, fruchtbare Hügellandschaft des Deltas. Da der Hluhluwe-Imfolozi-Park im Schatten seines großen Bruders, dem Krüger Nationalpark, weniger besucht ist, erleben Reisende ungestörte Ruhe und die pure Natur zwischen Hügellandschaften und den dichten Wäldern des nördlichen Südafrikas.


©Photo by Luca Zanon on Unsplash

Der Große unter den Nationalparks

Einer der bekanntesten, artenreichsten und beeindruckendsten Nationalparks der Welt ist der Krüger Nationalpark. Auf 19.624 Quadratkilometern bildet er das größte Wildschutzgebiet Südafrikas und ist Heimat von 142 Säugetierarten, 492 Vogelarten und 899 Arten von Pflanzen, Bäumen, Gräsern und Sträuchern.

Wahrlich einzigartig ist die Erfahrung, bereits vor Sonnenaufgang durch die stille afrikanische Buschlandschaft des lebendigen Nationalparks zu fahren und die erdige, kühle Morgenluft einzuatmen. Die Big Five zu sehen, ist hier kein Glücksspiel, sondern ein Versprechen. Nur wenige Nationalparks bieten derart gute Voraussetzungen für eine solch spannende Safari.


©Photo by Yolande Conradie on Unsplash

Ein El Dorado für Wanderfreunde

Im äußeren Nordosten der Region Freestate befindet sich einer der schönsten Nationalparks Südafrikas, der Golden-Gate-Highlands-Nationalpark. Hier kommen Liebhaber von Höhlenwanderungen, bizarrster Felsformationen, unendlich tiefen Schluchten und satt-grüner hügeliger Berglandschaften voll auf ihre Kosten.

Die Wahrzeichen bilden zwei rund 80 Meter hohe Felsen, welche wie riesige Pilze aus dem Boden ragen. Zum Sonnenuntergang werden sie torförmig in ein tiefes leuchtend-goldenes Licht gehüllt und gaben dem Park somit seinen Namen. Die dramatische Landschaft bietet für Aktivurlauber gleich mehrere Wanderwege. Je nach Pfad sind hier gemütliche Läufe als auch mehrstündige, herausfordernde Bergtouren möglich.

Raus aus Wintergrau – rein ins Abenteuer!

Ob Norden, Süden, Osten oder Westen - Eine Reise nach Südafrika ist in jedem Fall unvergesslich, erlebnisreich und abenteuerlich. Besonders dann, wenn in unseren Breitengraden Temperaturen um den Gefrierpunkt herrschen und in Südafrika die warme Jahreszeit beginnt, erstrahlen die Nationalparks in ihrer vollen Schönheit.

Nicht nur die Pflanzen treiben aus und hüllen viele Landschaften in bunte Blütenmeere. Auch die ersten Wildtierkinder erblicken das Licht der Welt. Die beste Zeit, um Richtung Südhalbkugel aufzubrechen ist also genau jetzt. Das wissen auch die Zugvögel, welche derzeit über die mitteleuropäischen Himmel ziehen, immer weiter und weiter Richtung Süden.

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