Immunsystem stärken: Mit diesen 10 Tricks gelingt es

Immunsystem stärken: Mit diesen 10 Tricks gelingt es langfristig

Vor allem in den kalten Monaten läuft unser Immunsystem auf Hochtouren, um schädliche Viren oder Bakterien fernzuhalten. Damit dies noch besser gelingt, erklären wir euch, mit welchen Tricks die Abwehrkräfte effektiv gestärkt werden können.

Unser Immunsystem ist dafür da, sämtliche Krankheitserreger sowie körperfremde Stoffe oder schädliche Zellen fernzuhalten. So können Erkältungen sowie grippale Infekte abgewehrt werden, wobei allerdings zu erwähnen ist, dass es völlig normal ist, ab und an mal krank zu sein und das nicht zwingend bedeutet, dass unser Immunsystem nicht in Takt ist. Dennoch können sämtliche Dinge wie beispielsweise starker Stress, Hormonschwankungen oder weitere äußere Einflüsse die Abwehrkräfte schwächen, wodurch wir demnach anfälliger für Infektionen werden. Umso besser, dass wir einiges dafür tun können, das Immunsystem langfristig zu stärken – dazu zählt unter anderem ausreichend Schlaf, genügend Bewegung oder auch eine gesunde Darmflora

Woraus besteht das Immunsystem?

Ist euch bekannt, woraus unser Immunsystem überhaupt besteht und wie es sich zusammensetzt? Wenn nicht, kommen hier ein paar interessante Informationen über den eigenen Körper: Zunächst werden die Immunzellen im Knochenmark gebildet und reifen anschließend in der Thymusdrüse, welche sich hinter dem Brustbein befindet, an. Als eines der komplexesten Systeme des Körpers besteht das Abwehrsystem gleich aus mehreren Organen sowie Molekülen, Geweben und verschiedenen Zelltypen. Dazu zählen beispielsweise die Mandeln, Lymphknoten und die Milz.

Unterschieden wird zwischen dem angeborenen/ unspezifischen Immunsystem und dem erworbenen/ spezifischen Immunsystem. Diese Komponenten arbeiten zusammen, um krankheitserregende Viren und Bakterien möglichst fernzuhalten. Damit genau das in Zukunft noch besser funktioniert und wir von der einen oder anderen Erkältung verschont bleiben, können wir effektiv ein paar Dinge im Alltag tun.

1. Ausreichend Bewegung für ein starkes Immunsystem

Los gehts mit Bewegung, welche einen enormen Einfluss auf unser Immunsystem haben kann. Zugegebenermaßen kommt diese jedoch aufgrund von Homeoffice, dem Wetter oder fehlender Motivation im Alltag gerne mal zu kurz, es macht allerdings wirklich Sinn, sich aufzuraffen, da Sport das Lymphsystem in Schwung hält und dabei hilft, Gifte auszuscheiden und die Abwehrkräfte dadurch entlastet werden. Zudem helfen wir mithilfe von Bewegung dabei, dass die Abwehrzellen zu den Körperstellen transportiert werden können, an denen sie am meisten gebraucht werden.

Vor allem Ausdauersport eignet sich dafür am besten, da so die Zellen gestärkt werden und sie Krankheitserreger Viren sowie Bakterien besser abwehren können. Wie wäre es mit einer kleinen Runde Joggen oder einer ausgiebigen Radtour, die Sport und Freizeitaktivität bestens vereint. Wer nicht gerne laufen geht (verständlicherweise), kann auch einfach walken, da auch so das Immunsystem positiv beeinflusst wird und allgemein tut ein bisschen Bewegung als Ausgleich zum Alltag doch echt gut.

2. Genügend Schlaf

Kommt ihr auf eure 7 oder sogar idealerweise 8 Stunden Schlaf pro Nacht? Ehrlich gesagt, verlieren wir die Zeit am Abend gerne mal aus den Augen und landen dann doch wieder viel später, als wir es uns vorgenommen haben im Bett. Das wollen wir zukünftig jedoch unbedingt in den Griff bekommen, denn wer zu wenig schläft, schwächt seinen Körper sowie die Abwehr und Viren haben ein leichtes Spiel. Dabei sollten es mindestens 6 Stunden pro Nacht sein, um etwas für die Stärkung des Immunsystems zu tun – im besten Falle 8. Bei geringerer Dauer erhöht sich ein Infektionsrisiko tatsächlich um das Dreifache, was wir natürlich vermeiden möchten. Doch aufgepasst: Zu viel Schlaf ist auch nicht gut, da wir dadurch anfällig für chronische Müdigkeit werden. Ein gutes Mittelmaß ist gefragt!

3. Regelmäßige Sauna-Gänge

Ab sofort ist ein regelmäßiger Saunabesuch gesetzt, denn damit tun wir unserem Immunsystem sowie unserer Seele etwas Gutes. Schon nach wenigen Augenblicken steigt in der Sauna die eigene Körpertemperatur auf der Haut um etwa 10 Grad und im Inneren um etwa 0,5 Grad an, wodurch das Immunsystem angeregt wird, neue Abwehrstoffe zu bilden und wir uns somit für anstehende Grippewellen und Co. wappen können. Durch Saunagänge wird im besten Falle ein Infekt vorgebeugt und der Körper lernt, kalte Außentemperaturen im Winter besser auszugleichen. Und wie wir bereits aus der Kindheit wissen: Wer ständig friert, wird schneller krank ...

4. Kalt duschen 

In diesem Sinne bieten sich auch kalte Duschen super an, um langfristig weniger oft krank zu sein und Krankheitserreger abzuwehren. Sportler schwören sogar auf Eisbäder, doch keine Sorge, das ist wirklich nur etwas für die Hartgesottene. Wir überwinden uns lieber nach dem Saunagang dazu, kalt zu duschen oder den Wasserhahn nach einer heißen Dusche noch einmal auf "kalt" zu stellen – besonders morgens ist die zweite Option effektiv und macht uns ohnehin im Nu wacher. Das Immunsystem wird auf Höchstleistung gebracht und gleichzeitig der körpereigene Temperaturausgleich verbessert. 

5. Vitamin C

Vitamin C leistet einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Immunsystems, denn es ist nachweislich an relevanten Stoffwechselvorgängen beteiligt, die mit dem Abwehrsystem in Verbindung stehen. Außerdem wirkt es bei der Bildung von Bindegewebe sowie Hormonen mit und hat einen positiven Einfluss auf die Entgiftungsreaktionen in der Leber. Schon mit circa 100 Gramm frischem Obst und Gemüse kann man in der Regel den täglichen Vitamin C-Bedarf decken, da der Wunderwirkstoff in sämtlichen Lebensmitteln – beispielsweise in Kiwi, Kartoffeln, Orangen oder Zitrusfrüchten – vorhanden ist.

Besonders im Winter trinken wir regelmäßig eine heiße Zitrone, dabei eignet sich ein anderes Getränk noch viel besser und sorgt für einen echten Vitamin C-Schub: Die Rede ist Hagebutte (circa (1.250 mg) und Sanddorn (circa 450 mg), welche perfekt im Saft oder Teeaufguss eingenommen werden können.

6. Eine intakte Darmflora

Eine gesunde Darmflora ist Grundvoraussetzung für ein starkes Immunsystem. Ist unser Darm nicht ganz intakt, wirkt sich das negativ auf unsere Abwehrkräfte aus, was daran, dass sich mehr als zwei Drittel aller Abwehrzellen, die das Immunsystem bildet, im Darm ansiedeln. Wir können es uns so vorstellen, dass sich im Darm Millionen kleine Mikroorganismen befinden, die gemeinsam für ein gesundes Immunsystem sorgen. Um das Ganze zu beeinflussen spielt die Ernährung – auf die wir gleich noch einmal genauer zu sprechen können – eine wichtige Rolle: Dafür sollten viele Milchprodukte sowie ein Übermaß an Zucker vermieden werden und dafür auf gesunde Fette sowie frische Lebensmittel gesetzt werden.

7. Sonne tanken zur Stärkung

Ab in die Sonne, denn Vitamin D spielt eine sehr wichtige Rolle zur Erhaltung der normalen Funktion von Muskeln sowie Immunsystem und unser Körper bildet Vitamin D schließlich vor allem bei Sonneneinstrahlung. Kein Wunder also, dass wir es im Winter häufiger mal mit einer Erkältung zu tun haben – ein Mangel an Vitamin D schwächt die Aktivität des Immunsystems deutlich. Ganze 80 bis 90 Prozent des Vitamins kann der Körper herstellen, wenn er der Sonne ausgesetzt ist. Dafür sollten wir uns auch im Winter mindestens drei Mal die Woche für jeweils eine Viertelstunde bewusst in der Sonne aufhalten.

8. Eine ausgewogene Ernährung

Gemüse und frisches Obst sollten täglich auf dem Speiseplan stehen, damit die Abwehrkräfte gestärkt werden. So liefern wie nicht nur unserer Darmflora wichtige Nährstoffe, die enthaltenen Antioxidantien entlasten zudem das Immunsystem. Besonders gut geeignet: Kohl, Trauben, Knoblauch, dunkle Beeren und Nüsse. Dabei spielt außerdem eine Rolle, dass wir uns ausgewogen ernähren und Vielfalt in den Speiseplan bringen.

Wer hingegen zu oft zu Fast Food greift, macht sich anfällig für Infektionen, denn das Immunsystem reagiert auf eine fett- und kalorienreiche Kost ähnliche wie auf eine bakterielle Infektion und löst einen dauerhaften Alarmzustand aus und es kommt zu starken Entzündungsreaktionen, wodurch der Körper sehr geschwächt wird. Auch hier gilt, bevor Panik ausbricht: Wer ab und zu mal in Ausnahmefällen sündigt wird, nicht direkt starke Konsequenzen zu spüren bekommen...

9. Hände waschen für ein besseres Immunsystem

Aufgrund der anhaltenden Pandemie ist uns bewusster denn je geworden, wie wichtig das richtige Waschen unserer Hände ist, schließlich werden sämtliche Viren über die Hände übertragen. Mehrmaliges gründliches Händewaschen mit Seife sowie warmem Wasser sind somit das A und O, um einer Erkältung vorzubeugen und das Immunsystem, welches sowieso sämtlichen Einflüssen ausgesetzt ist, zu entlasten. 

10. Stress reduzieren + Me-Time

Last but not least einen der allerwichtigsten Tricks, um das Immunsystem zu stärken: Stress vermeiden und Auszeiten gönnen. Dauerstress wirkt sich in sämtlichen Hinsichten negativ auf die Abwehr aus – der Schlaf ist weniger erholsam, der Darm wird geschwächt und wir werden schließlich anfällig für Infekte. Gute Laune wiederum kurbelt das Immunsystem an und veranlasst dazu, aktiver zu sein.

Das erreichen wir durch unverzichtbare Me-Time, in der wir uns einzig und allein um uns selbst kümmern, entspannende Yoga-Einheiten und Meditation, ausgiebige Spaziergänge an der frischen Luft oder das wertvolle kleine Wort "Nein", welches in so einigen Situation mehr als angebracht ist und vor einer Überbelastung schützt. Gar nicht mal so schwer, etwas aktiv zu der Stärkung des Immunsystems beizutragen. 

Verwendete Quellen: www.wolfs-apotheke.de, www.deutsche-familienversicherung.de

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