Lifestyle

Komm, lass uns ein bisschen Cornern!

Von Friederike am Dienstag, 14. Juli 2015 um 17:08 Uhr
Hipster bitte draußen bleiben! Nein, nicht wie Sie jetzt denken: Manche Straßen sind angesagter als jede Bar. Denn Cornern ist das neue Clubbing. Und hier hängt man gerade ab...

Laue Sommernächte in stickigen Clubs verbringen? So last season. Das gepflegte Hang-out am Straßenrand hat das Schlangestehen vor In-Locations oder anstrengendes Partyhopping ersetzt.

Cornern (von corner, also Ecke) ist das neue große Ding. Besonders im Sommer bilden sich mittlerweile Menschentrauben an den, nun ja, einschlägigen Ecken. Stylishe Männer und Frauen hocken am Fußgängerweg, trinken günstiges Bier vom Kiosk oder nutzen die letzten Sonnenstrahlen des Tages, um noch ein paar Skateboardtricks vorzuführen.

Für Musik sorgen Gettoblaster, oder ein Hobbymusiker hat seine Klampfe dabei. Rauchverbot? Geschenkt! Türsteher? Wer braucht denn so was? An welcher Ecke es rundgeht, wissen eh nur die Insider. Der wirklich lässigste Nightlifetrend ever kommt ursprünglich aus dem New York der Achtzigerjahre. Damals trafen sich rivalisierende Breakdance-Gangs in der Bronx, um in Tanz-Battles gegeneinander anzutreten.

Die entsprechenden corners entwickelten sich schnell zu beliebten Treffpunkten. Rivalisierende Breakdancer gibt’s in Deutschland keine. Ärger mit den Anwohnern dafür umso mehr. Wer steht schon darauf, wenn unter seinem Fenster ständig laute Partys steigen?

Verzichten Sie beim nächsten Cornern also besser darauf, Ihre Lieblingslieder zu grölen. Sie wollen doch nicht anecken, oder?

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