Lifestyle

Laut Studie: Aus diesem Grund solltet ihr ab sofort keine Kalorien mehr zählen

Von Laurenz am Freitag, 28. Februar 2020 um 11:26 Uhr

Wir kennen es und halten unsere Ernährung somit unter Kontrolle: Die Rede ist von Kalorien zählen. Besonders während einer Diät verfallen wir gerne in dieses Schemata, um uns selbst zu beherrschen und so erfolgreich abzunehmen. Warum ihr es dennoch ab sofort lassen solltet, erfahrt ihr hier…

Bei etlichen Diäten oder Abnehm-Methoden wird gerne auf das Kalorienzählen gesetzt, um verstärkt den Gewichtsverlust zu beschleunigen. Gerade bei Praktiken wie Weight Watchers oder FRED wird genau so vorgegangen. Habt ihr einen bestimmten Kaloriensatz erreicht, müsst ihr aufhören zu essen, oder auf die 0-Punkte-Lebensmittel zurückgreifen. Dass diese jedoch nicht wirklich satt machen, weiß jede von euch. Leider hat sich das jedoch in den Köpfen vieler Abnehmwilliger eingepflanzt und ist nur schwer zu lösen. Zu gerne haben wir selbst die Hand am Steuer und lassen uns so von nichts abhalten – gerade wenn es um das Abnehmen geht. Eine Studie der zwei Ernährungswissenschaftler um Sean Lucan und James Dinicolantonio vom Albert Einstein College of Medicine verrät, dass das Kalorienzählen allein nicht verantwortlich und ausreichend für eine Gewichtsreduktion ist. Warum das der Fall ist, verraten wir euch jetzt…

Aus diesem Grund solltet ihr keine Kalorien mehr zählen

Die beiden Wissenschaftler begründen ihre Ergebnisse damit, dass die Menge an Kalorien, die wir aufnehmen auf der einen Seite und die wir verbrennen auf der anderen Seite nicht exakt bestimmen können. Zudem seien viele Angaben auf den Lebensmittel-Mitschriften verfälscht und neben dem Sport verbraucht der Körper auch im Ruhezustand Energie. Hinzu kommt, dass der Stoffwechsel bekanntlich nicht jeden Tag gleich arbeitet, wodurch eine langfristige Verlässlichkeit über den Kalorienverbrauch nicht gewährleistet werden kann. Und das kennen wir alle: Es kommt immer auf die Lebensmittel selbst an, wie schnell unser Körper verdaut. Zum Beispiel wird der Stoffwechsel schneller angekurbelt, wenn wir scharfe Gerichte mit Chili oder säurehaltige Nahrungsmittel zu uns nehmen. Im weiteren Sinne hängt die Kalorienzufuhr und die -verarbeitung eng miteinander zusammen, bedeutet: Auch wenn wir weniger Kalorien zu uns nehmen, als wir letzendlich verbrennen, gleicht der Körper den Defizit mit eigener Energie aus. Folglich wird man müder, träger und bekommt ein größeres Hungergefühl. 😬

©iStock

Jedoch ist Kalorie nicht gleich Kalorie. Durch die reine Fokussierung auf die Gesamtanzahl, wird oftmals vergessen, welche Auswirkungen bestimmte Kalorien auf unseren Körper haben. Die Energie aus Fast Food, Süßigkeiten und salzigen Naschereien wirkt sich ganz anders auf den Körper aus, als frisches Obst und Gemüse oder mageres Fleisch und Fisch. So gibt es einige Kalorien, die bekanntlich den Hunger zügeln und andere, die Appetit machen und deren Energie sich im Körper speichert. Hinzu kommt, dass schnell verdauliche Kohlenhydrate den Insulin- und Blutzuckerspiegel ansteigen lassen, wodurch ebenfalls ein zusätzliches Hungergefühl entsteht. Damit verbunden seien laut der Studie auch Trägheitsgefühle, die das ein oder andere Kilo mehr auf der Waage anzeigen könnten. Beide Ernährungswissenschaftler raten also eher, anstatt auf die Kalorienanzahl, vermehrt auf die Qualität dieser zu achten. Zu Letzterem zählen insbesondere Fette, die im Vergleich zu Proteinen und Kohlenhydrate die höchste Anzahl aufweisen. Achtet also lieber auf die richtigen Nahrungsmittel, als dass ihr euch mit dem täglichen Zählen stresst. 🙌

Weitere Lifestyle-News findet ihr hier:

Stoffwechsel: Diese Lebensmittel sollten Frauen ab 40 essen, um ihn anzukurbeln

Laut Studie: Diese alltägliche Sache kann eure Beziehung gefährden

Themen
kalorienzähler