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Léa Linster & Peter Gaymann: Tipps für den perfekten Osterbrunch

Von Mirjana am Donnerstag, 17. April 2014 um 18:19 Uhr

GRAZIA traf die Sterneköchin Léa Linster (59) und den Cartoonisten Peter Gaymann (63) auf einen Kaffee, um mit dem Duo über ihr neues Buch "Das Gelbe vom Ei“ und den perfekten Osterbrunch zu sprechen. Ein Gespräch voller Lachen, Lebensweisheiten und natürlich mit ganz vielen Hühnern...

Léa Linster & Peter Gaymann über den perfekten Osterbrunch:

 

Léa: Ich mag es, wenn es locker zugeht und alle Zeit haben, entspannt zu frühstücken. Am Anfang fließt der Kaffee am Ende der Champagner – ich liebe das. Der Nachmittag ist gestorben.

 

Welche Rezepte empfehlen Sie für den perfekten Osterbrunch?

Léa: Rezepte aus unserem Buch "Das Gelbe vom Ei" natürlich: Törtchen mit Rührei und Kaviar, einen Hühnereintopf, kaltes Huhn, kleiner Strammer Max und die Crêpes mit Apfelconfit und Zimt (Zimt dezent einsetzen).

Peter: Die Crêpes dürfen auf keinen Fall fehlen.

Léa: Dann noch einen Kaffee mit Calvados - Mmmhhh!

 

Welche Deko-Tipps haben Sie?

Peter: Unser Buch an aller erster Stelle, aber weniger ist mehr. Nicht zu überladen. Man könnte mit schönen Bildern und Aufhängern arbeiten.

Léa: In meinem Restaurant schmücken wir sehr dezent. Auf jeden Tisch stellen wir ein hübsches Schokoladenei, so duftet der ganze Raum sehr elegant. Dazu arrangieren wir bunte Tulpen, die haben so eine appetitliche Farbe.

 

Welche Musik soll gespielt werden?

Peter & Léa: Fröhliche Klassik, wie Rossini – es soll gute Stimmung aufkommen, aber nicht zu aufdringlich. Und auf jeden Fall klassischen Jazz. Wir sind jazzig!

 

Welchen Star würden Sie sich am Brunch-Buffet wünschen?

Léa: Meryl Streep liebe ich. Und Alfred Biolek muss dabei sein, schließlich hat er mich ins Fernsehen gebracht. Ach ja, David Garrett is my new best friend, der soll auch noch kommen.

Peter: Moment, jetzt habe ich auch noch eine Idee. Ich wünsche mir den Künstler David Hockney – toller Typ.

 

Wie feiern Sie selbst Ostern?

Léa: Ich habe ganz viele Gäste in meinem Restaurant, das macht mich an. Ich versuche dem Lokal einen dezenten Touch von Ostern zu geben. So kann sich jeder kann darin wiederfinden.

 

Strammer Max und die Crêpes mit Apfelconfit

 

Kochbuch-Check: "Das Gelbe vom Ei“

 

Wie sind Sie auf das Buchthema "Das Gelbe vom Ei gekommen“?

Léa: Peter Gaymann kam auf mich zu. Er sagte, dass er gerne mal ein Buch mit mir machen würde und ich habe mir immer gedacht, ich mag den Cartoonisten aus der Brigitte. Wir hatten beide schon den Wunsch, nur brauchten wir eine dritte Person, die uns zusammengebracht hat. Ich liebe das, wenn man einen Traum hat und dann wird er auch schon wahr, das ist das Schöne im Leben. Wir müssen uns bald neue Träume anschaffen...

 

Warum dreht sich das Buch gerade um Huhn und Ei?

Peter: Ich zeichne schon seit 35 Jahren Cartoons mit Hühnerfiguren. Zwar mache ich auch schon seit 25 Jahren die Cartoons für die Brigitte mit Menschen, aber trotzdem sagen viele: "Gaymann, dass ist doch der mit den Hühnern"

Léa: Mein Tipp: nie ein billiges Huhn kaufen. Meine Hühner sind für mich wie Cousinen - ich liebe die. Wer Huhn sagt, sagt automatisch auch Ei. Wir könnten auch mal ein Buch über Kühe und Milch machen...

 

Wie mögen Sie Ihr Frühstücksei am liebsten?

Léa: Ich mag es am liebsten, wenn der Dotter dickflüssig ist und das Eiweiß muss stocken. Es ist eine Kunst, die Größe der Eier muss immer gleich sein und die Temperatur des Wassers auch. Ist das Frühstücksei perfekt, dann weiß man, es wird ein sehr guter Tag. Ist das Ei nicht gut, weiß man, da kommen noch ganz andere Probleme an dem Tag. Das Ei ist immer auch Glückssache.

Peter: Mein Favorit ist Spiegelei auf Toast. Wir haben gerade beim Frühstück darüber gesprochen, dass man die Lebensmittel einfach mal so lassen soll, wie sie sind. Ein Ei ist ein Ei.

Léa: Ja, ich lasse jedes einzelne Lebensmittel gerne zum Star erblühen.

 

Ist das das Geheimnis Ihrer Sterneküche?

Léa: Ja, ich behandle meine Lebensmittel so, wie ich es auch liebe, wenn man mich behandelt. Wer unser Produkt kennt, kennt eigentlich auch uns. Wir identifizieren uns total damit.

Peter: Stimmt, das haben wir gemeinsam. Bei mir geht es nicht darum, die Menschen mit meinen Cartoons anzugreifen, sondern mehr darum die Dinge aufzuzeigen. Einen Spiegel vorzuhalten, so dass man sich immer noch anschauen kann. Macken hat ja jeder. Ich möchte, dass man sie annimmt, drüber lachen und damit leben kann.

 

Wie ist die Stimmung bei Ihnen in der Küche? Herrscht ein rauer Ton?

Léa: Nicht bei mir, wenn ein Koch schreit, ist es meistens aus Angst, dass sein Resultat gefährdet ist. Das hat etwas mit intellektuellem Niveau zu tun. Wer seine Leute klein macht, arbeitet nur mit Kleinen. Ich arbeite lieber mit Großen.

 

Sie haben bei der TV-Show "The Taste" mitgemacht. Wie war das für Sie?

Léa: Das war eine tolle Erfahrung. Die Sendung ist eine Achterbahn der Gefühle, die lange dauert, aber kurzweilig ist. Wir hatten sehr viel Spaß.

 

War es für Sie überraschend?

Léa: Ja, bis du selbst weißt, worum es eigentlich geht, bist du schon mittendrin. Meine Spontanität hat das gerne.

 

Haben Sie was aus der Sendung gelernt?

Léa: Ja, man muss das nicht gewinnen, aber man kann davon profitieren. Meine Message: Man sollte nicht so verbissen sein, sondern locker zeigen wer man ist, das hat Nachhaltigkeit. Als ich den Bocuse D'Or Preis gewonnen habe, war ich auch nicht so vermessen.

Peter: Erfolg kann auch immer wieder gehen.

 

Ein Ei ist ein Ei...

 

 

Alle Rezepte rund um Huhn und Ei finden Sie im neuen Kochbuch von Léa Linster "Das Gelbe vom Ei" mit lustigen Illustrationen von Peter Gaymann. Für ca. 25 € online erhältlich.

 

Weitere Köstlichkeiten für Ihren Osterbrunch finden Sie hier: Hühnchenbrust in Sesam mit Paprika-Curry-Sauce, Îles Flottantes & Mini-Tartelettes mit cremigem Rührei und Kaviar.

 

Bilder: GRAZIA/PR

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