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Deshalb bietet eine Klinik in Indien kostenlose Brust-OPs an

Von Jenny am Dienstag, 27. Februar 2018 um 13:43 Uhr

What? In Indien kann man sich kostenlos die Brüste vergrößern lassen und wir können es kaum glauben...

Bei dieser News mussten wir wirklich zweimal hinschauen: In Indien bekommen Frauen erstmals die Möglichkeit, sich gratis die Brüste vergrößern zu lassen. Ihr glaubt, das sei ein Scherz? Falsch gedacht, wer genau die Prozedur auf Kosten des Staates in Anspruch nehmen darf und warum, erklären wir euch…

Dieser indische Staat verschenkt Brustvergrößerungen 😳

Schon seit Längerem bietet die Klinik in der Hauptstadt Chennai im indischen Tamil Nadu rekonstruktive Maßnahmen für die Oberweite von Krebspatienten, finanziert durch Steuereinnahmen, an. Wie das Online Magazin The Guardian in der vergangenen Woche berichtete, soll das Krankenhaus ab sofort aber auch bei Patienten ohne Krankheitsgeschichte kostenlose Brustvergrößerungen durchführen. Der Gesundheitsminister Vijayabaskar ist der Meinung, dass auch ärmere Menschen damit das Recht auf Schönheit erhalten.

Egal ob aus ästhetischen oder medizinischen Gründen, in dem südlichsten und sehr wohlhabenden Teil des Landes darf jeder, der als bedürftig gilt, dieses Angebot, das mit Steuermitteln finanziert wird, wahrnehmen. Auch Verkleinerungen des Busens seien kostenfrei möglich und auch Männer sind von den Prozeduren nicht ausgeschlossen. 

Das steckt hinter den kostenlosen Behandlungen 

Der Gesundheitsminister erklärte seine Entscheidung mit den Worten: "Warum sollten Beauty-Behandlungen nicht für die Armen zugänglich sein? Wenn wir keine kostenlosen Prozeduren anbieten, könnten die Betroffenen hierfür gefährliche Methoden wählen oder enorme Kredite aufnehmen." In den vergangenen sechs Jahren war, laut The Guardian, die Anzahl der kosmetischen Eingriffe von 390.000 auf rund 420.000 angestiegen. Wie ernst dem Politiker diese Angelegenheit ist, wird nicht zuletzt daran deutlich, dass die Regierung in der Zukunft eine komplette Kostenübernahme durch die Krankenversicherung United India plant. 

Auch wenn hinter der Idee vor allem der Gedanke einer Gleichberechtigung von Armen und Reichen stecken soll, wirft sie viele Fragen auf. Einige Kritiker würden vor allem Investitionen in die Prävention ansteckender Krankheiten als sinnvoller erachten. Für den spendablen Staat ist es allerdings nicht die erste wohltätige Maßnahme. Bereits in der Vergangenheit beschenkte man den weniger wohlhabenden Teil der Bevölkerung mit Fahrrädern oder sogar Laptops. Wir sind gespannt, wie dieses kostenfreie Angebot bei den Einwohnern ankommen wird. Das Ministerium rechnet momentan mit 150 Beauty-OPs pro Monat... 

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