Lifestyle

Menstruations-Unterwäsche: Top oder Flop?

Von Isabella Schröder am Mittwoch, 24. April 2019 um 12:57 Uhr

Das hat Mutter Natur irgendwie ungerecht eingerichtet. Da bekommen wir Frauen einmal im Monat die nervige Menstruation, müssen die Schmerzen aushalten und dürfen dann - quasi als Belohnung - die teuren Tampons und Binden bezahlen. Doch es gibt Hoffnung. Zumindest die Tampons und Binden können wir uns zukünftig sparen. Menstruationsunterwäsche ist der neueste Hype. Wir erklären euch, wie die neue Unterwäsche für „die Tage“ funktioniert und beantworten alle wichtigen Fragen.

Was ist das überhaupt, ein Menstruations-Slip?

Auf den ersten Blick ist so ein Höschen nicht von ganz normaler Unterwäsche zu unterscheiden. Es trägt sich auch genau so angenehm. Sein Geheimnis verbirgt sich in dem integrierten Schutzbereich, der eure Blutung sicher aufnimmt. Nach dem Tragen einfach kurz mit kaltem Wasser ausspülen, dann ab in die Waschmaschine, trocknen, fertig. Anstelle von Tampons und Binden zu nutzen, oder als zusätzlicher Schutz. 

Ist das nicht unangenehm feucht?

Ein ganz klares: Nein. Und das liegt an den vier intelligenten Stoffschichten, aus denen so ein Slip aufgebaut ist. Eine der Schichten nimmt Flüssigkeit sofort auf und leitet sie ins Innere weiter. Sie funktioniert also ähnlich einer Binde, so dass ihr euch immer wunderbar frisch und trocken fühlt. Eine weitere atmungsaktive Membran sorgt dafür, dass das Blut sicher im Höschen eingeschlossen bleibt und nicht ausläuft. Ein einziger Slip hat übrigens die Saugfähigkeit von bis zu drei Tampons, so dass es ausreicht, wenn ihr den Slip wenige Male am Tag wechselt. 

Wie sieht ein Menstruationsslip aus? - Trägt der nicht auf?

Keine Sorge, die Höschen sind geschnitten wie ganz normale Unterwäsche. Der einzige Unterschied liegt in der besonderen Schutzzone, den die Slips haben. Da der aber aus extra dünnen Stoffschichten besteht, trägt hier auch nichts auf. Von außen ist nicht mal erkennbar, dass ihr ein ganz spezielles Höschen tragt. Je nach modischem Geschmack und Vorliebe gibt es die Menstruationsslips als sportliches Modell, alternativ aber auch verspielt mit Muschelsaum oder gar sexy mit Spitze. Also nix von wegen Oma-Style.

Gibt es überzeugende Vorteile gegenüber Menstruationstassen, Tampons und Binden? 

Allerdings. Anders als bei Tampons und Menstruationstassen müsst ihr nichts in den Körper einführen, die Blutung wird sanft erst außerhalb des Körpers aufgenommen. Das schont die zarten Schleimhäute und lässt sie nicht austrocknen. Ein riesen Plus. Ganz besonders auch für Teens, die noch nicht mit Tampon und Co umgehen können und wollen. Menstruationsslips, wie Kari, sorgen für eine unbeschwerte Teenie-Zeit, wenn die Tage noch nicht regelmäßig, sondern eher überraschend kommen. 

Auch im Vergleich zu klassischen Binden liegt die Menstruations-Unterwäsche vorn. Hier ist es ganz klar die Bequemlichkeit, die überzeugt. Wer sich jemals mit verrutschenden, scheuernden Binden herumärgern musste, weiß die gutsitzenden Menstruationsslips zu schätzen. 

Umwelt schonen und „period panties“ tragen

Seid ihr bislang noch nicht überzeugt, hier das letzte wichtige Argument für die Menstruationsunterwäsche: Ihr leistet einen super Beitrag zum Umweltschutz. Statt 10.000 bis 17.000 Binden und Tampons im Laufe eures Lebens zu verbrauchen und damit einen riesigen Müllberg zu produzieren, geht ihr mit den waschbaren Höschen einen umweltbewussten Weg. Das gute Gewissen gibt es ganz umsonst dazu. 

Und was ist mit den Kosten? 

Sicher, umsonst sind die Menstruations-Slips nicht, und auch teurer als ein Günstig-Slip beim Modediscounter. Für hochwertige Modelle müsst ihr ab 26,80 Euro rechnen, einen Preisvergleich der unterschiedlichen Modelle könnt ihr zum Beispiel im Onlineshop femtis machen. Um sicher durch die „Erdbeerwoche“ zu kommen, müsst ihr mindestens fünf Höschen pro Zyklus rechnen. Anbieter wie femtis bieten Mengenrabatte von 20 Prozent, es lohnt sich, danach Ausschau zu halten. Und im Gegenzug reduzieren sich Kosten für Tampons und Co erheblich, oder fallen gleich ganz weg. Das bei der Kalkulation auch im Auge behalten.