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Neue Studie: Kommt nun etwa bald die Pille für den Mann?

Von kyra am Freitag, 23. März 2018 um 11:52 Uhr

Pille statt Kondom: Es gibt neue Hoffnungen auf eine Verhütungspille für den Mann. Forscher haben einen hormonellen Wirkstoff in Pillenform getestet und er scheint zu wirken! 

Hand aufs Herz: Wie oft denkt ihr darüber nach, wie praktisch – und fair – es wäre, wenn es auch für Männer eine Möglichkeit der hormonellen Verhütung gäbe? Doch in der Realität sieht sie Sache leider etwas anders aus: In den meisten Beziehungen ist die Frau für die Verhütung verantwortlich – das könnte sich jetzt aber ändern. In einer neuen US-Studie scheinen Forscher nämlich einen Wirkstoff gefunden zu haben, der die Produktion des körpereigenen Testosterons bei Männern hemmt und dadurch die Spermienproduktion blockiert. Ihre Arbeit zeigt: Das verabreichte Mittel scheint bei Männern zu wirken – und es hat kaum Nebenwirkungen.👏🏼

Die amerikanische Universität Washington hat eine Studie durchgeführt, bei der insgesamt 100 Männer im Alter zwischen 18 und 50 Jahren teilgenommen haben. Diese wurden anschließen in vier Gruppen unterteilt. Wissenschaftelerin Stephanie Page und ihr Forschungsteam verabreichten ihnen über 28 Tage den Wirkstoff Dimethandrolon-Undecanoat – kurz auch DMAU genannt – in Pillenform: Eine Gruppe bekam Tabletten mit Placebo-Effekt (= ein Medikament ohne Wirkstoff), die anderen drei unterschiedlich hohe Dosierungen des Wirkstoffs. 

Männerpille: Das Ergebnis der Studie 

Bluttests haben gezeigt, dass die Gruppe mit der höchsten Dosierung einen deutlich veränderten Hormon-Haushalt hatte. Laut Stephanie Page bedeutet das, dass sie keine Spermien mehr produzieren können. Der einzige Haken an der Geschichte: Es wurden nur die Blutwerte getestet, keine Spermien gezählt. Wir wissen also nicht, ob die Männer tatsächlich in der Zeit unfruchtbar geworden sind. Wir geben dennoch die Hoffnungen nicht auf, denn den Forschern zufolge haben Männer einen Testosteron-Wert zwischen 350 bis 1100 Nanogramm pro Deziliter. In der Studie habe der Wert nun bei einigen Probanden bei 13 Nanogram gelegen – bei Werten unter 50 Nanogram sprechen Wissenschaftler von einer chemischen Kastration.

Zudem seien keine kritischen oder besorgniserregenden Nebenwirkungen aufgetreten, abgesehen von ein paar Pickeln und leichten Gewichtsschwankungen bei einigen Männern. Page sagte gegenüber Daily Mail, dass ein extrem niedriges Hormon-Level bei Männern eine effektive Verhütungsmethode sein könnte und betonte: "Trotz der niedrigen Testosteronwerte klagten nur sehr wenige Probanden über die für einen Testosteronmangel typischen Symptome, wie Stimmungsschwankungen und Antriebslosigkeit. Für eine Pille für den Mann sind das beispiellos vielversprechende Ergebnisse."

Wann wird die Antibabypille für Männer erhältlich sein?

Auch wenn die Studie nur ein weiterer Anfang ist – aus Sicht der Forscher sind sie der Pille für den Mann einen Schritt näher gekommen. Wie cool ist das denn bitte? Wann die Antibabypille für Männer auf dem freien Markt erhältlich sein wird, ist aber noch nicht bekannt.

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