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España desconocida. Spaniens unbekannter Norden

Von Martyna am Dienstag, 22. November 2016 um 16:13 Uhr

Ab in den Süden. Das ist eine schon fast reflexartige Reaktion auf die hereinbrechende kalte Jahreszeit in unseren Breitengraden. Je südlicher, desto besser. Denn das verspricht die Aussicht auf genau die Portion Sonnenschein und Wärme, die bei uns bald Mangelware sein werden. Immer noch ganz weit vorne in der Beliebtheitsskala der Reiseziele ist Spanien.

 
 

Mehr als Strandurlaub – Reise ins grüne Spanien

Tatsächlich wartet der nördliche Teil Spaniens mit weit mehr als Stränden auf, was ihn nur umso interessanter macht. Trotzdem zieht es die meisten Touristen weiterhin in den Süden. Einerseits nachvollziehbar, weil hier gerade in den Wintermonaten mit sehr viel größerer Wahrscheinlichkeit mit Sonnenschein und angenehmen Temperaturen gerechnet werden kann. Das angenehme Klima ist es schließlich auch, was immer wieder Grund für eine Rückkehr liefert.

Auf der anderen Seite entgehen den Besuchern damit unverwechselbare Landschaften, eine unglaubliche kulturelle Vielfalt und einige der kulinarischen Highlights Spaniens. Wenn es also mal etwas anderes sein darf als der wiederholte Trip an die Costa Blanca oder auf die Inseln nach Mallorca oder die Kanaren – in Nordspanien gibt es viel zu entdecken. 

Damit ihr auf der Anreise keine Probleme bekommt oder auf der Rückreise wegen zolltechnischer Missverständnisse in Schwierigkeiten geratet, solltet ihr euch – egal wie gut über Spanien Bescheid zu wissen glaubt – über die aktuellen Bestimmungen auf dem Laufenden halten. Ihr wollt euch schließlich die Erinnerungen an das „grüne Spanien“ nicht dadurch verderben, dass irgendwelche Papiere fehlen oder der Apfelwein in leicht zu großen Mengen als Mitbringsel ausgeführt werden sollte. Wir helfen euch umgekehrt dabei, möglichst viele tolle Urlaubserinnerungen zu sammeln und dabei möglichst wenig von Nordspanien zu verpassen.

Asturien – Zwischen Steilküste und Steilhängen

Mit dem „klassischen“ Spanien-Urlaub, der sich hauptsächlich um das ausgiebige Sonnenbaden am Sandstrand dreht, hat der Ausflug nach Asturien nur recht wenig zu tun.Weil schon die Landschaft eine gänzlich andere Angelegenheit ist, als sie aus dem spanischen Süden bekannt ist.


© fotolia.com |© wildman

Nicht dass es hier nicht auch Sandstrände zu finden gibt. Sie sind aber nur ein Mosaiksteinchen in einem überaus abwechslungsreichen Fleckchen Erde. So bietet dieComunidad Autónoma Asturias eben auch eine grüne Küste und südenglisch anmutende Bergregionen. Überhaupt ist die Region in vielerlei Hinsicht so gar nicht typisch spanisch – auch wenn hier gerne der Ursprung Spaniens als Nation angesiedelt wird (was Asturien seiner Rolle bei der Reconquista, also der Rückeroberung der Iberischen Halbinsel von den Muslimen im 8. Jahrhundert zu verdanken hat).

Wen schon die Landschaft an die britischen Inseln erinnert, wird spätestens dann an einen Fehler der Reiseunternehmer glauben, wenn Dudelsack-Klänge an das Ohr dringen. Was nicht weiter ungewöhnlich ist, denn das Spielen der Gaita, wie die Sackpfeife hier genannt wird, ist ein Bestandteil der keltischen Vergangenheit Asturiens, der sich bis heute erhalten hat. Damit erschöpfen sich die Parallelen zu Irland, Schottland und England aber auch, spätestens bei der Kulinarik gehen die Asturer nämlich ihren eigenen Weg.

Sidra, Fabada und Cabrales – Die rustikale Seite der spanischen Küche

Und bieten einiges an Spezialitäten an, die sich kein Besucher entgehen lassen sollte. Die Bandbreite reicht von sternen-gekrönter Feinschmeckerküche (Hinweis für reisende Gourmets: Davon gibt es im gesamten spanischen Norden keinen Mangel!) bis hin zu traditionell-rustikalen Gerichten und Lebensmitteln.

Sidra: Punkt eins auf der Liste asturischer Köstlichkeiten, die es zu verkosten gilt, ist der Apfelwein aus der Region. Der ist nicht nur ein Geschmackserlebnis, sondern schon wegen der Art und Weise seiner Darreichung eine spezielle Erfahrung – eingeschenkt wird der Sidranämlich mit einer ganz eigenen Technik. Die Flasche wird dabei über den Kopf gehoben und der Apfelwein so in ein Glas gegossen, das der Kellner auf Hüfthöhe hält. Damit soll dem Getränk noch einmal eine Extraportion Sauerstoff beigefügt werden, um das Aroma zur vollsten Entfaltung zu bringen.


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Cabrales: Der Edelpilzkäse steht hier stellvertretend für ein überreiches regionales Käseangebot. Der nach seinem Herkunftsort benannte Cabrales wird aus Kuh-, Schafs- und Ziegenmilch hergestellt, der beste Käse bei der jährlich stattfindenden Certamen del QuesoCabrales gekürt. Was den geschmacklichen Wert der teils geräucherten oder gewürzten Käsesorten der Region keineswegs schmälern soll.

Fabada: Möchtet ihr Asturien in typischster Weise auf den Teller bekommen, solltet ihr es mit Fabada versuchen. Der Eintopf aus weißen Bohnen ist allerdings für Vegetarier denkbar ungeeignet, denn das ländliche Gericht beinhaltet Speck, Blut- und Paprikawurst sowie denlacón genannten Schinken – in nicht zu übersehenden Mengen.

Naturerlebnis pur – Asturiens Tierwelt

Kultur und Kulinarik lassen sich am besten in den asturischen Bergdörfern oder Städten wieOviedo und Gijón erfahren, für Naturerlebnisse hingegen können beispielsweise die Picos die Europa erkundet werden. Kalksteinmassiv umfasst einen großen Nationalpark, der ganz dem Schutz der Natur und den Wünschen von Wanderern gewidmet ist. Neben Panorama-Ausblicken über Berggipfel, Gebirgsseen und grüne Wälder lockt auch die heimische Tierwelt – mit Adlern und Geiern, Wölfen und Bären. Letztere haben sogar ihren eigenen Bärenlehrpfad. Pferdefreunde hingegen können in der Sierra del Sueve die Asturcones, eine hier lebende kleinwüchsige Pferderasse antreffen.

Kantabrien – Spaniens grüner Norden

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Der direkte Nachbar Asturiens steht dem Fürstentum in keiner Weise nach, was die touristischen Reize anbelangt. Die Ähnlichkeiten der Regionen sind zwar nicht von der Hand zu weisen, dennoch hat Kantabrien seinen ganz eigenen Charme – und ganz eigene „Schätze“, die entdeckt werden wollen.

Versteckte Ruhezonen – Die Strände Kantabriens

Dazu zählen unbedingt die Strände. Die sind im Allgemeinen deutlich weniger überlaufen als ihre südspanischen Pendants (was, zugegeben, mit den unterschiedlichen klimatischen Bedingungen zusammenhängen mag), müssen sich qualitativ aber keineswegs verstecken. Im Gegenteil gibt es ausreichend – in Zahlen: über 60 – Strände, die mit feinstem Sand und optimalen Bedingungen für Wassersportler aller Art aufwarten können. Und für die Romantiker gibt es genügend Buchten entlang der Küste, die kleinere Sandstrände beherbergen und ungestörte Stunden ermöglichen.

Santander – Eleganz und Tradition in der Hauptstadt

Lebhafter geht es, das ist wohl keine Überraschung, in der kantabrischen Hauptstadt Santander zu. Wobei auch hier der Ausflug an die Strandpromenade lohnenswert ist, weil sie von einigen der glanzvolleren Gebäude der Stadt (von denen leider ein Großteil durch einen Brand 1941 zerstört wurde) gesäumt wird. Außerdem ist sie sowohl in Altstadtnähe und in Reichweite der Fußgängerzone – Sightseeing, Shopping und Strandbesuch lassen sich hier also auf komfortabelste Weise miteinander verknüpfen. Eine alternative Erkundungsmöglichkeit stellen Bootsrundfahrten um die Stadt dar.

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Ein Ausflug in die Geschichte – Santillana del Mar

Kultur pur bietet das 20 Kilometer von Santander entfernt gelegene Santillana del Mar. Nicht nur weil die Altstadt einen Einblick in die letzten Jahrhunderte der Architekturgeschichte gibt, angefangen beim romanischen Benediktinerkloster Colegiata über Vertreter der Gotik bis zum Renaissance-Palast von Velarde und den architektonischen Auswüchsen des Barock.

Das ist nämlich längst nicht alles, vor der Stadt warten mit den Höhlen von Altamirabeeindruckende Kunstwerke prähistorischer Höhlenmalerei. Die Wände der Höhle sind über und über mit Tierdarstellungen verziert, die kaum weniger als 15.000 Jahre alt sind. Um diesen Schatz zu erhalten, ist die „Sixtinische Kapelle der Steinzeit“ leider für Besucher nicht mehr zugänglich – immerhin gibt es im angeschlossenen Museo de Altamira aber eine Kopie. Oder, wenn ihr euch doch im Original von der Qualität der Malereien überzeugen wollt, Besichtigungsmöglichkeiten in den Höhlen von Punte Viesgo und Covalanas.

Galicien – Entdeckungen entlang des Jakobswegs

Etwas versteckt an der nordwestlichsten Spitze Spaniens, umgeben von hohen Berglandschaften liegt Galicien. Bis heute ist die Region geprägt von ihrer kultischen Bedeutung, von den keltischen Wurzeln bis hin zu einem der wichtigsten Zentren christlicher Wallfahrten.

Nicht ganz so unbekannt – Auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela

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Dass Galicien etwas bekannter ist als das angrenzende Asturien dürfte vor allem mit der Bedeutung für die Wallfahrt zu tun haben. Die Hauptstadt Santiago de Compostela, die seit mehreren Jahrhunderten katholische Pilger aus aller Welt anlockt, ist sozusagen das Aushängeschild der Provinz und der Besuchermagnet schlechthin. Tendenz der Besucherzahlen steigend, spätestens seit Hape Kerkeling den Jakobsweg in Deutschland populär gemacht hat.

Allerdings hat Galicien deutlich mehr zu bieten als das weltbekannte Pilgerziel und schon die unterschiedlichen Routen des Jakobswegs ermöglichen neue Perspektiven und neue Entdeckungen entlang der Strecke. Statt wie üblich in den wärmeren Monaten zu reisen, verspricht eine Wintertour auf dem Pilgerpfad schon wegen des geringeren Aufkommens anderer Wallfahrer eine andere Erfahrung – mit mehr Ruhe (und noch mehr körperlicher Herausforderung allerdings).

Santiago betet, Vigo arbeitet, A Coruña lebt – Die galicischen Städte

Santiago de Compostela kommt übrigens, wie kaum anders zu erwarten, die passende Rolle innerhalb der sprichwörtlichen Arbeitsteilung der galicischen Städte zu: Denn während Santiago betet, zeichnet sich Vigo für das Arbeiten und A Coruña für das Leben zuständig. Eine Zuordnung, die ganz offensichtlich nicht von ungefähr stammt und in der Tat den Hauptcharakter der jeweiligen Stadt widerspiegelt: Das Wallfahrtsziel hier, dasIndustriezentrum dort und zu guter Letzt die immer noch für ihre Lebhaftigkeit bekannte Hafenstadt. Was sich gerade in der Altstadt überprüfen lässt, obwohl es genauso ruhigere Ecken zum Verweilen gibt – oder auch zum Essen, denn wie fast alle nordspanischen Städte geizt auch a Coruña nicht, wenn es um die Vielzahl der kulinarischen Möglichkeiten geht.
 

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Traumstrände und Fischerdörfer – Galiciens Küste

„Vielzahl“ ist auch ein denkbar gutes Wort, um die Strandsituation an Galiciens Küste zu beschreiben. Die vielfach steile Küstenlandschaft ist trotzdem von zahllosen, langen Sandstränden gesäumt – auf rund 1.300 Kilometern verteilen sich davon fast 800. Dass die Strände häufig genug mit malerischen Fischerdörfern „verziert“ sind, macht den Strandurlaub in Galicien nur umso attraktiver. Auch wenn das Wetter hier nicht immer mitspielt – wer sich noch bis zum kommenden Sommer gedulden kann, wird an der La Playa de la Lanzada oder dem Strand der Islas Cies jedoch ausreichend Gelegenheit haben, sich von dem milden Klima zu überzeugen.

Baskenland – (Ess-)Kultur am Fuß der Pyrenäen

Geht es um regionale Eigenheiten – die es in Nordspanien zur Genüge gibt –, nimmt das Baskenland sicher eine Vorreiterrolle ein. Denn mit einer Ausnahme ist wohl keine der übrigen spanischen Provinzen derart bekannt für ihr ureigenes Selbstbewusstsein.

Aus Tradition – Der baskische Eigenwille

Das sich im Übrigen auf eine mehrere tausend Jahre alte Tradition beruft, zumindest hinsichtlich der eigenen Sprache. Die politische und rechtliche Unabhängigkeit wiederum, diein sich einer eigenen Regierung, dem dazugehörigen Parlament und einer eigenen Polizei niederschlägt, geht auf mittelalterliche Vorrechte zurück. Dass der baskische Nationalismus über mehrere Jahrzehnte in Terror ausartete, ist eine ebenso unrühmliche wie traurige Episode der Geschichte – die immerhin inzwischen ein Ende gefunden hat.

 

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Hinweis am Rande: Während die Grenzen der spanischen Provinz Baskenland eindeutig definiert sind, sieht das mit dem kulturellen Baskenland etwas anders aus. Das erstreckt sich nämlich bis nach Frankreich hinein, die genaue Ausdehnung ist allgemeinhin aber wenigstens kontrovers.

Sternenhimmel – Die feine baskische Küche

Aus verschiedenen Gründen ist die wiedergewonnene Sicherheit eine mehr als gute Nachricht, angefangen mit einem ungefährdeten Zugang zu den Köstlichkeiten der Küche des Baskenlands. Die ist so gut, dass alleine in San Sebastián und Umgebung 18 Michelin-Sterne scheinen. Das liegt unter anderem an den besonderen Voraussetzungen, denn die Region liefert viele Zutaten in erstklassiger Qualität. Dazu kommt die traditionell gute baskische Küche, die hier bis auf Sterne-Niveau verfeinert wird.

Es muss aber nicht zwingend eines der – wortwörtlich – ausgezeichneten Restaurants sein, selbst die Bars wissen sich im kulinarischen Wettstreit zu positionieren. Nämlich mit ihren Pintxos, die aus der einheimischen Küche nicht wegzudenken sind. Auch der Wettstreit ist hier wörtlich zu verstehen, alljährlich werden die besten Pintxos der jeweiligen Stadt prämiert. Das ist für Leckermäuler eigentlich nur insofern problematisch, als es fast zu viele Köstlichkeiten gibt, die probiert werden wollen. Die Empfehlung lautet daher, es den Basken gleich zu tun: In jeder Pintxos-Bar nur ein bis zwei der Kleinigkeiten probieren und das Spiel im nächsten Laden (oder besser: in den nächsten Läden) wiederholen.

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Die ewige Rivalität – San Sebastián und Bilbao

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Aber auch sonst ist San Sebastián einen Besuch wert, allein die Lage an der La Concha(„Die Muschel“) genannten Bucht könnte hübscher nicht sein. Der Rest der europäischen Kulturhauptstadt 2016 folgt dem in feinster Manier nach, sie es nun in der Altstadt oder in der Neustadt.

Schwerer hatte es da die Rivalin Bilbao, die sich erst vom Industriezentrum zu dem heutigen Architektur- und Design-Schmuckstück mausern musste. Das aber mit erstaunlichem Ergebnis: Wahrzeichen der Stadt und gleichzeitig Sinnbild der Umgestaltung ist und bleibt das von Frank Gehry geschaffene Guggenheim-Museum, das schon für sich genommen ein Highlight ist. Zu dem sich mittlerweile zahlreiche andere gesellt haben, die nur folgerichtigund stilecht durch die von Norman Foster gestaltete Metro miteinander verbunden sind.

Das charmante Kontrastprogramm zum modernen, durchgestylten Bilbao bildet das CascoViejo, die Altstadt um die 7 Calles („Sieben Straßen“). Übrigens eine weitere gute Gelegenheit, einerseits die Lebensfreude der Basken mitzuerleben und andererseits aufPintxos-Jagd zu gehen. Oder von dort aus mit der Seilbahn auf den Artxanda hinauf, um von dort den Panorama-Blick über die Stadt zu genießen.

Katalonien – Mehr als Barcelona


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Kaum weniger eigenwillig als die Basken sind die Katalanen, die weiterhin daran arbeiten,ihren Traum von der Unabhängigkeit zu verwirklichen. Mit einem katalanischen Blick auf die Geschichte werden nicht nur die Gründe hierfür, sondern vor allem das dahinterstehende Selbstverständnis klar: die Katalanen fühlen sich überhaupt nicht als Spanier, sondern als eigenständige Kulturnation.

Abgesehen vom historischen Hintergrund hat Katalonien in vielerlei Hinsicht Grund für das ausgeprägte Selbstbewusstsein. Die Region gehört wirtschaftlich in Spanien und Europa zu den führenden und ist schon wegen ihrer Hauptstadt Barcelona ein Anziehungspunkt für Touristen. Für die es aber ganz sicher mehr zu sehen gibt, denn die autonome Provinz im äußersten Nordosten ist landschaftlich unglaublich vielfältig.

Die Perlen Kataloniens – Reise ins Landesinnere

Natürlich spricht nichts gegen einen Besuch der Hauptstadt – ganz im Gegenteil. Es würde nur den vielen anderen Höhepunkten Kataloniens kaum gerecht, die Region auf einen Städtetrip zu reduzieren. Und auch abseits der Strände der Costa Brava gibt es genug zu entdecken. Etwa das ursprüngliche Katalonien, wie es sich in den Dörfern und Orten im Landesinneren erhalten hat.

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Die haben sich ihren oft noch mittelalterlichen Charme bewahrt, nicht zuletzt weil sie noch nicht von den Touristen überrannt sind. Das gilt selbst für das denkmalgeschützte Besalú, das nicht nur wegen seiner alten Steinbrücke am Ortseingang sehenswert ist. Abgesehen von ihrer fast malerischen Qualität lohnen die Ausflüge und die Dörfer auch aus anderen Gründen: InPeralada wird in jedem Sommer zu Musikfestivals im Schlosspark geladen, Altafulla bildet den Hintergrund für den ortseigenen Karneval und im Mai lockt das Honigfest von Arnes.

Val d’Aran – Die grüne Seite der Pyrenäen

Solche Touren lassen sich in vielen Fällen gleichzeitig hervorragend für einen tieferen Ausflug in die Pyrenäen nutzen. Wanderfreudige Naturliebhaber sollten sich dabei nicht die Gelegenheit entgehen lassen, den einen oder anderen Blick auf die Bergwelten des Val d’Aranzu werfen. Das Tal liegt ganz im Nordwesten Kataloniens, in Richtung Frankreich.

Hier entfaltet sich mit dem Parque Nacional Aigüestortes y Estany de Sant Maurici der einzige, dafür umso größere Nationalpark der Provinz, der verschiedenste Ökosysteme miteinander vereint. Entsprechend vielfältig ist daher das Naturerlebniszwischen Wäldern, Seen und Berggipfeln jenseits der 3.000-Meter-Grenze.

Spanien neu entdecken

Klar, im Urlaub ist Entspannung angesagt. Gutes Wetter. Gutes Essen. Eine gute Zeit eben.Für viele von uns am liebsten verbunden mit einem gepflegten Strand. Erste Wahl bleiben daher südlichere Gefilde und selbst bei einem großen Land wie Spanien gibt es eine recht eindeutige Präferenz für den (vermeintlich) lauschigeren Süden.

Dabei warten schon hinter der geografischen Grenzlinie der Pyrenäen ebenso unverwechselbare wie abwechslungsreiche Urlaubsziele – kulturell wie landschaftlich. Wenn ihr also das etwas andere Spanien sucht und gerne auf Entdeckungsreise gehen wollt, dann sind die Regionen Nordspaniens genau das Richtige. Für jeden. Und das ganz ohne Verzicht auf den obligatorischen Strandbesuch.

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