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Longevity im THE FLAG Costa del Sol: Mein persönliches Retreat zwischen Biohacking und Mittelmeer

Gestresst, ausgelaugt und mit deutlich zu wenig Kraft in den Muskeln bin ich an die Costa del Sol geflogen. Wenige Tage später kam ich mit einem Plan, neuer Energie und dem Gefühl zurück, endlich angefangen zu haben. Mein Erfahrungsbericht aus dem THE FLAG Costa del Sol zwischen Estepona und Puerto Banús.

Longevity im THE FLAG Costa del Sol: Mein persönliches Retreat zwischen Biohacking und Mittelmeer© THE FLAG
Das THE Flag Costa del Sol vereint Wellness und Luxus mit einem ausgeklügelten Longevity-Konzept.

Ehrlich gesagt: Ich war urlaubsreif. Wer mich in den Wochen vor dieser Reise erlebt hat, weiß: Ich lief auf Reserve. Deadlines, Termine, zu wenig Schlaf. Und Sport? Den habe ich mir zwar regelmäßig vorgenommen, aber selten wirklich gemacht. Vor allem beim Thema Kraft hatte ich einiges aufzuholen, und genau das habe ich bei jedem Treppenaufgang und jeder schweren Einkaufstasche gespürt. Dazu das Gefühl, immer funktionieren zu müssen – meistens für andere, selten für mich selber.

Doch obwohl Einsicht schon mal der erste Schritt in die richtige Richtung ist, so ist aller Anfang dennoch bekanntlich schwer. Mit den richtigen Experten an der Seite ist die Hürde allerdings plötzlich gar nicht mehr so hoch. Und die habe ich im „The FLAG Costa del Sol“ getroffen.

Als die Einladung kam, das Stay-Strong-Programm zu testen, habe ich deswegen nicht lange überlegt. Drei Tage, ein persönlich zugeschnittenes Fitnessprogramm, Behandlungen, eine abgestimmte Ernährung, dazu Sonne und Meer im Oktober. Was ich nicht erwartet hatte: dass diese kurze Zeit sich nicht wie ein verlängertes Wellness-Wochenende anfühlen würde, sondern wie ein echter Startschuss.

Was „Stay Strong“ eigentlich ist

© THE FLAG
Im Programm "Stay Strong" geht es um Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit.

„Stay Strong“ ist eines von drei „Stay-Well“-Programmen des Hotels und richtet sich an alle, die ihre Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit verbessern möchten. Ausdrücklich egal, ob man Sport-Neuling ist oder schon Erfahrung mitbringt. Das Programm lässt sich für drei, fünf, sieben oder 14 Nächte buchen, wobei ich mich für die kompakteste Variante mit drei Nächten entschieden habe. Das erklärte Ziel: individuelle Fitnessziele definieren und erreichen, eine bessere Haltung entwickeln und die Gelenke stärken, unterstützt von einem persönlichen Ernährungsplan.

Und das Programm dafür kann sich sehen lassen – sogar bei meinem 3-Tage-Plan. Darin enthalten sind eine ausführliche Beratung mit Gesundheits- und Fitnessbewertung, zwei Personal Trainings, eine Session Stretching und Meditation, zwei therapeutische Massagen, individuell angepasste Anwendungen wie Kältekammer, BOA-Kompressionsmassage (also Lymphdrainage), eine Rotlicht-Anwendung sowie Vollpension mit persönlichem Ernährungsplan. Dazu kommen Gruppenaktivitäten, Pool, Sauna, Dampfbad und Gym, ein Abschlussgespräch und ein Follow-up per E-Mail nach der Abreise.

Das Besondere daran ist für mich aber nicht die Liste an sich, sondern wie alles ineinandergreift. Hier wird nicht einfach ein Spa-Menü abgearbeitet. Jede Anwendung, jedes Training und jede Mahlzeit baut auf dem auf, was am ersten Tag über meinen Körper herausgefunden wurde.

Dahinter steht ein Ansatz, den das Haus unter dem Stichwort Longevity zusammenfasst: ein ganzheitliches Gesundheitskonzept aus persönlicher Diagnostik, individueller Ernährung, maßgeschneidertem Training und sogenannten Biohacking-Anwendungen wie IHHT (ein Training mit wechselndem Sauerstoffgehalt der Atemluft), Kältekammer und Rotlicht. Es geht also nicht nur um ein paar schöne Tage, sondern darum, mit Unterstützung von Expertinnen und Experten gesunde Routinen aufzubauen, die auch nach der Abreise bleiben.

Der Status quo: Mein Körper in Zahlen

© THE FLAG
Die BIA-Analyse gibt einen ersten – wichtigen – Überblick.

Anders als man bei „Stay Strong“ vermuten würde, ging es aber nicht direkt los mit einem schweißtreibenden Workout, sondern erst einmal mit einer Bestandsaufnahme. Beim sogenannten 360-Grad-Check-up wird unter anderem eine bioelektrische Impedanzanalyse, kurz BIA, gemacht. Dabei fließt ein schwacher, nicht spürbarer Strom durch den Körper, und anhand des Widerstands lässt sich ablesen, wie sich der Körper aus Muskelmasse, Fett und Wasser zusammensetzt.

Ich gebe zu: Ich war ein bisschen nervös. Und ja, die Ergebnisse haben bestätigt, was ich bereits geahnt hatte. Während Wasser und Fett im grünen Bereich lagen, ist in Sachen Muskelmasse bei mir noch Luft nach oben. Das Schöne war aber, wie mit diesen Zahlen umgegangen wurde. Kein erhobener Zeigefinger, kein schlechtes Gewissen, sondern ein ruhiges, ehrliches Gespräch darüber, wo ich stehe und was mein Körper jetzt braucht.

Personal Training: Kraft, die ich verloren hatte

Auf Basis der Analyse wurden meine beiden Personal Trainings geplant, und zwar genau auf mein Defizit zugeschnitten: Kraft. Kein Programm von der Stange, kein Überfordern, aber auch kein Schonen. Meine Trainerin hat sehr genau hingeschaut, korrigiert, erklärt, warum eine Übung sinnvoll ist, und mich immer wieder ein kleines Stück weiter gebracht, als ich mir selbst zugetraut hätte – und dabei habe ich mich nie vorgeführt gefühlt, sondern ernst genommen. Am Ende bin ich mit Übungen nach Hause gefahren, die ich ohne Geräte und ohne Gym-Mitgliedschaft in meinen Alltag einbauen kann. Genau das macht für mich den Unterschied zwischen einem netten Urlaubserlebnis und einer echten Veränderung.

Minus 85 Grad: Mein Date mit der Kältekammer

Der Sport ist aber nur die eine Säule, eine andere ist die Kryo-Kammer aka mein Endgegner. Als bekennende Frostbeule dachte ich nicht, dass ich es auch nur zehn Sekunden in der Eiseskälte aushalten kann – nur im Bikini! Am Ende stand ich ganze zweimal darin – und was soll ich sagen: ich würde es jederzeit wieder tun. Für rund eine Minute (die Regel sind circa drei Minuten, aber ich habe erst mal langsam gestartet) wird der Körper Temperaturen von bis zu minus 85 Grad ausgesetzt. Klingt brutal, ist es aber nicht. Die Kälte ist trocken, das Team bleibt die ganze Zeit in Kontakt, und die Minute vergeht schneller als gedacht.

Und das Gefühl danach ist es wert: ein Kick, den ich so nicht erwartet hatte. Wach, klar, fast euphorisch. Kälteanwendungen sollen unter anderem die Regeneration nach dem Training unterstützen, den Stoffwechsel anregen und die Stimmung heben. Ich kann vor allem Letzteres unterschreiben. Und nach dem Personal Training war meine Muskulatur am nächsten Tag deutlich weniger verkatert als befürchtet.

Massagen, Lymphdrainage und Meditation: die andere Hälfte des Programms

Was „Stay Strong“ so klug macht: Es geht nicht nur ums Fordern, sondern genauso ums Erholen. Die therapeutischen Massagen waren genau das, was mein verspannter Schreibtisch-Nacken gebraucht hat, und die Therapeutin hat mit unglaublich viel Gespür gearbeitet. Wellness und Entspannung pur!

Genauso wie die BOA-Kompressionsmassage, eine Form der Lymphdrainage. Man trägt dabei eine spezielle Hose, in deren Kammern nacheinander Luft gepumpt und wieder abgelassen wird. Das fühlt sich an wie eine sanfte, wellenförmige Umarmung von den Füßen aufwärts. Danach waren meine Beine leicht wie lange nicht mehr, und ich habe mich gefragt, warum ich so etwas nicht ständig mache.

Die Session Stretching und Meditation hat das Ganze dann noch für mich abgerundet. Nach Wochen im Dauerstress einfach mal eine halbe Stunde nur zu atmen und bei mir anzukommen, war fast das Wertvollste des ganzen Aufenthalts.

Essen, das mitspielt

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Im THE FLAG Costa del Sol wird mit regionalen und gesunden Zutaten gekocht.

Wenn wir über Sport oder Gesundheit im Allgemeinen sprechen, müssen wir aber auch über die Ernährung sprechen. Ich hatte ehrlich gesagt mit kleinen Portionen und viel Verzicht gerechnet. Stattdessen habe ich drei Tage lang so gut gegessen wie lange nicht. Mein Ernährungskonzept war auf mein Programm und meine Analyse abgestimmt, mit Frühstück, Mittag- und Abendessen im Restaurant Seven M. des Hotels.

Dort lautet das Motto „from nature to plate": Gekocht wird mit frischen, saisonalen und regionalen Produkten. Und das schmeckt man. Alles war leicht, bunt, raffiniert und so lecker, dass ich nie das Gefühl hatte, auf etwas zu verzichten. Im Gegenteil: Ich habe gelernt, dass gesundes Essen, das den Muskelaufbau unterstützt, kein Diät-Teller sein muss.

Ein Hotel, das Ruhe atmet

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Der große und beheizte Salzwasserpool ist ein echtes Highlight im THE FLAG Costa del Sol.

Neben den ganzen Abwendungen darf aber auch einfach mal entspannt werden. Und das passiert im THE FLAG Costa del Sol ganz automatisch. Das Hotel liegt in Estepona, nur wenige Kilometer von Marbella entfernt und etwa 45 Minuten vom Flughafen Málaga. Und es ist genau das, was ich in dem Moment gebraucht habe: ruhig. Kein Partytrubel, keine Animation, kein Lärm. Stattdessen ein beheizter 20-Meter-Salzwasserpool, ein Spa mit Sauna und Dampfbad, eine Lounge mit Kamin und eine kleine Bibliothek. Und auch zum Strand sind es nur ein paar Minuten zu Fuß.

Alles im Haus ist neu, modern und hochwertig, mit klaren Linien, hellen Farben und viel Holz. Alles ist auf Wohlbefinden und Entspannung ausgelegt und man merkt, dass hier nicht einfach ein Spa an ein Hotel angebaut wurde, sondern dass das ganze Haus um die Idee herum gedacht ist. Dass es den Gästen besser gehen soll, wenn sie abreisen, als bei ihrer Ankunft. Luxuriös, ja, aber auf eine leise, unaufgeregte Art.

Und das zieht sich durch bis in die Zimmer. Mein Zimmer glich eher einem kleinen Apartment, denn es war großzügig geschnitten, mit eigener Küche, Loggia und ebenerdigem Bad mit Regendusche. Was mich aber wirklich begeistert hat: In meinem Zimmer gab es eine LED-Maske und Lymphdrainage-Boots. Abends mit leichten Beinen und leuchtender Haut ins Bett zu gehen, war ein Luxus, an den ich mich sehr schnell gewöhnt habe.

Und wer noch nicht genug hat, findet im Zimmer eine Yogamatte, einen Gymnastikball und eine Reckstange. Ich habe die Matte tatsächlich jeden Morgen genutzt, für ein paar Dehnübungen mit Blick aufs Meer. Mehr Einladung, etwas für sich zu tun, geht wirklich kaum.

Die Menschen machen den Unterschied

So schön das Haus ist, das, was mir am meisten in Erinnerung bleiben wird, sind aber die Menschen. Vom Empfang über die Trainerin bis zu den Therapeutinnen im Spa und dem Team im Restaurant: Ich habe selten so viel echte Herzlichkeit in einem Hotel erlebt. Persönlich, lieb, aufmerksam und vor allem unglaublich empathisch.

Man hat sich an meinen Namen erinnert, an meine Ziele, an die kleinen Dinge, die ich nebenbei erwähnt hatte. Niemand hat mich gedrängt, alle haben mich ermutigt. Gerade wenn man gestresst und erschöpft ankommt, macht genau das den Unterschied: Ich habe mich von der ersten Minute an wohl und gut aufgehoben gefühlt. Und die Motivation des Teams war ansteckend. Ich glaube, ohne sie hätte ich mich nicht so schnell auf das Programm einlassen können.

Nicht nur Stay Strong: Stay Balanced und Stay Pure

Wer andere Ziele hat als ich, findet im THE FLAG Costa del Sol aber noch zwei weitere Programme, die nach demselben Prinzip aufgebaut sind –  also Analyse, persönliche Betreuung, Anwendungen und abgestimmte Ernährung.

„Stay Balanced“ ist das Weight-Management-Programm des Hauses. Es setzt nicht auf schnelle Erfolge, sondern auf nachhaltige Gewichtsreduktion durch kalorienreduzierte Ernährung, Bewegung und Entspannung. Neben Personal Trainings und Massagen gehören hier auch Ernährungscoaching und bei längeren Aufenthalten persönliche Yoga-Sessions dazu. Buchbar ist es für drei bis 21 Nächte.

„Stay Pure“ wiederum ist das Detox-Programm. Hier stehen Saftfasten und Regeneration im Mittelpunkt: Statt fester Nahrung gibt es tagsüber vier Säfte und abends eine klare Suppe, ergänzt durch Körperpeeling und -packung, Massagen und dieselben modernen Anwendungen wie Kältekammer, Rotlicht und Lymphdrainage. Wer unsicher ist, ob Fasten das Richtige für einen ist, kann sich vorab vom Team beraten lassen. „Stay Pure“ gibt es für drei, fünf oder sieben Nächte.

Wer lieber in der Gruppe und zu einem bestimmten Thema abtaucht, findet im Programm des Hotels außerdem kuratierte Retreats, vom kurzen Wochenend-Reset bis zur längeren Auszeit. Auch sie verbinden Expertenwissen mit Bewegung, Ruhe und bewusster Ernährung.

Der perfekte Startschuss in ein gesünderes Leben

Drei Tage sind keine Ewigkeit, und niemand wird in 72 Stunden zu einem anderen Menschen. Aber darum geht es bei „Stay Strong“ auch nicht. Es geht darum, ehrlich hinzuschauen, wo man steht, und dann mit Unterstützung die ersten richtigen Schritte zu gehen. Für mich war dieses Programm der perfekte Startschuss in ein gesünderes Leben: Ich weiß jetzt, wo meine Baustellen sind, ich habe einen Plan, und ich habe gemerkt, wie gut es sich anfühlt, wenn der Körper wieder Kraft bekommt.

Und vielleicht ist das die größte Stärke des THE FLAG Costa del Sol: Man fühlt sich hier nicht wie ein Gast, der etwas leisten muss, sondern wie jemand, um den man sich kümmert.