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Maskenpflicht: So einfach kannst du deinen Mundschutz selbst machen

Von Jenny am Mittwoch, 22. April 2020 um 17:15 Uhr

In den nächsten Tagen wird in Deutschland bundesweit eine Pflicht von Masken im öffentlichem Nahverkehr und in Geschäften in Kraft treten. Damit du hierfür vorbereitet bist, zeigen wir dir, wie du schnell und einfach selbst einen Mundschutz kreieren kannst – und sogar ohne zu nähen.

Damit das Coronavirus in seiner Verbreitung eingedämmt wird und sich weniger Menschen anstecken, wurden in den vergangenen Wochen eine Vielzahl von Maßnahmen eingeführt. Neben sozialer Isolation und der Schließung von Restaurant und Cafés sowie Geschäften, ist es in ganz Deutschland nun die Maskenpflicht, die folgt. Erste Fortschritte, die zunächst in Jena aufgrund des Tragens eines nicht-medizinischen Mundschutzes in der Öffentlichkeit sichtbar wurden, lassen hoffen, uns könne dieser im Kampf gegen das Virus helfen. Denn Tröpfchen, die durch Husten oder Sprechen freigesetzt werden, können mit einem solchen teilweise abgefangen werden. Wer hierfür nicht etwa selbst Hand anlegen will, der hat bislang noch die Möglichkeit auf Amazon einige Produkte wie Einwegmaske oder solche aus Stoff zu erstehen. Möchtest du aber viel lieber selbst eine Behelfs-Mund- und Nasenmaske basteln und somit auch Geld sparen, dann haben wir ebenfalls Ideen für dich zusammengetragen, wobei wir natürlich verschiedene Varianten vorstellen, sodass auch diejenigen auf ihre Kosten kommen, die nicht nähen können oder eine Nähmaschine besitzen.

So gelingt der Mundschutz – ohne zu nähen

Um dir das Ganze zu veranschaulichen, kannst du in unserem IGTV genau sehen, wie leicht der Mundschutz ganz ohne Nähmaschine kreiert wird. Was du brauchst, sind lediglich ein Halstuch, zwei Haargummis sowie eine Haarspange. Das Tuch legst du einfach auf eine glatte Oberfläche und faltest es mehrmals in der Mitte, sodass es eine Breite hat die Mund- und Nasenbereich bedeckt. Die Haargummis führst du nun über die beiden Enden und faltest den überschüssigen Stoff nach innen. Diesen kannst du schließlich noch mit einer Spange fixieren. Hast du das erledigt, kannst du die Gummibänder über die Ohren streifen und die Maske über Nase und Mund ziehen.

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Natürlich gibt es aber auch noch weitere Möglichkeiten, einen Mundschutz ganz einfach zuhause zu kreieren. Einer der meistgefragten Virologen der aktuellen Zeit, Christian Drosten, gibt uns hier ebenfalls Hinweise und veröffentlichte via Twitter einen Artikel mit simpler Anleitung. Der Experte, der sein Wissen regelmäßig in einem Podcast teilt, weist dabei auf einen Schutz hin, der aus Küchenrolle, einem Taschentuch, Klebeband und Gummibändern besteht. Für die Konstruktion legst du zwei Blätter Küchenkrepp übereinander und ergänzt schließlich ein Papiertaschentuch. Den Stapel halbierst du, sodass du ihn für zwei Masken verwenden kannst. Nun werden die Seitenränder mit Klebeband stabilisiert und mit einem Loch versehen, durch das schließlich das Gummiband gefädelt wird – fertig ist der Mundschutz, ganz ohne Nähmaschine.

So kannst du deinen Mundschutz selbst nähen

Zuletzt gelingt der Mundschutz natürlich am nachhaltigsten mit einer Nähmaschine, wie dem Bestseller-Modell von Brother für ca. 170 Euro, wobei auch da nur wenige Schritte notwendig sind, wie uns die Online-Plattform Nähfrosch vormacht. In einem simplen Video wird uns der genaue Ablauf noch einmal erklärt. Die wichtigsten Punkte haben wir für dich aufgelistet:

  1. Suche dir zunächst Schnittmuster, lade diese herunter und schneide sie aus. Die Vorlage verwendest du nun für einen Stoff deiner Wahl, wobei du vier Maskenteile brauchst, bei denen jeweils zwei als Paar zusammen passen. Empfehlenswerte Materialien sind im Übrigen: Molton, Baumwolle oder Batist.

  2. Die Paare legst du nun aufeinander, wobei die Seite, die im Späteren nach außen zeigen soll, jetzt zunächst die innere Seite ist. Die aufeinandergelegten Seiten steckst du nun ab und nähst sie fest.

  3. Nun wird die Nahtzugabe entlang der Rundung zurückgeschnitten. Hierfür empfiehlt sich eine spezielle Stoffschere, die du für ca. 19 Euro bei Amazon bekommst. Bei  der Anwendung solltest du aufpassen, dass du nicht in die Naht schneidest.

  4. Die fertigen Maskenteile legst du nun wieder aufgefaltet aufeinander und achtest dabei darauf, dass die Seite, die schließlich nach außen zeigt, weiterhin nach innen gerichtet ist. Anschließend werden auch diese Teile aufeinander genäht, wobei die Nahtzugabe aus Schritt drei Anwendung findet.

  5. Nun wird die Maske endlich durch eine der Öffnungen gewendet und kann heiß gebügelt werden. Auch die Nahtzugabe solltest du jetzt nach innen klappen und ebenfalls bügeln.

  6. Der Mundschutz muss nun noch um Gummibänder erweitert werden, die hinter das Ohr geklemmt werden können. Schiebe hierfür zwei Gummis mit Anfang und Ende an beide Seite der Maske, um eine Schlaufe zu kreieren.

  7. Jetzt wird der Behelfs-Mund- und Nasenschutz nur noch an den Kanten entlang vernäht, sodass die Bänder gut fixiert sind.
 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Wer übrigens einen selbst genähten Mundschutz hat, muss diesen nicht nach jedem Tragen entsorgen. Ein Waschgang bei 60 Grad oder alternativ fünf Minuten bei 70 Grad im Backofen töten die Viren ab und machen ihn zu einem Schutz, den wir mehrfach verwenden können. Wichtig zu wissen ist schlussendlich: Bei den genannten Mundschutz-Varianten handelt es sich nicht um Atemschutzmasken, die nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Träger vor einer Ansteckung schützen können. Dennoch empfiehlt es sich, solche selbst kreierte Masken in der aktuellen Zeit zum Fremdschutz zu tragen. 🙏🏼

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