Lifestyle

Mit Tanz zu mehr Selbstliebe

Von GRAZIA am Mittwoch, 9. Juni 2021 um 15:40 Uhr

Beim Tanzen werden nicht nur Kondition und Koordination gefördert – es baut auch Stress ab und entfacht Lebensfreude. Bei der rhythmischen Bewegung zu Musik werden die Glückshormone Dopamin und Endorphin ausgeschüttet. Die daraus entstehende gute Laune steigert das Selbstwertgefühl. Dass Tanzen glücklich macht, ist sogar wissenschaftlich bewiesen. An der Virginia Commonwealth University haben Forscher herausgefunden, dass Tanzen zu einer höheren Lebenszufriedenheit führt.

Tanzen schenkt Körpergefühl und den Fokus auf sich selbst und seine Fähigkeiten. Es ist also nicht nur gut für den Körper, sondern vor allem auch für den Geist. Dabei ist es völlig egal, ob in einer Tanzschule, in einer Diskothek mit Freunden oder Zuhause alleine getanzt wird. Im Vordergrund steht der Spaß an der Bewegung.

Frei und selbstbewusst

Die Bewegung beim Tanzen kann dabei helfen, mit Freude und Leichtigkeit Selbstakzeptanz zu entwickeln – völlig unabhängig von der Kleidergröße. Während Musikrichtungen wie Hip-Hop Raum für Coolness geben, verhelfen sinnliche Bewegungen – wie zum Beispiel beim Lady Style – Leidenschaft zum Ausdruck zu bringen. Eine aufrechte und würdevolle Haltung beim Tanzen sorgt zusätzlich für ein gestärktes Selbstwertgefühl. Studien der Universität Oldenburg bestätigen, dass Tanzen nicht nur Kraft, sondern auch Selbstbewusstsein verleiht.

Für die Menschheit hat Tanzen schon immer eine wichtige Rolle gespielt: ob für Sonnenschein, Fruchtbarkeit, aus Freude oder purer Lust an der körperlichen Betätigung – die Menschen bewegen sich zu Musik. Das Gute: es bedarf keine Vorkenntnisse. Wichtig ist nur, sich vor dem Tanzen ein wenig aufzuwärmen. Das lockert den Körper und vermittelt von vorn herein ein positives Gefühl. Mit der passenden Musik, ganz egal ob schnell oder langsam, laut oder leise, kann Tanzen dabei helfen, Frieden mit dem eigenen Körper zu finden.

Im eigenen Tempo

Für alle, denen das einfach-drauf-los-tanzen nicht ganz leicht fällt, hat die Tanzpädagogin Sandra Wurster die Video-Reihe "Selbstliebe durch SelbstakzepTANZ" ins Leben gerufen. Unter Anleitung können verschiedene Choreographien nachgetanzt werden. Geist und Körper können sich von Stress und Anspannungen befreien, mentale Knoten können sich lösen. Mit einem freien Kopf lassen sich Zweifel wegschütteln und Selbstliebe leichter erlernen.

Auch beim Nachtanzen können Emotionen durch die Bewegung zum Ausdruck gebracht werden – im ganz eigenen Tempo. Wichtig ist, sich selbst den Druck zu nehmen, dass jeder Schritt umgehend sitzt. Viel zu häufig drehen sich die Gedanken um die eigenen vermeintlichen Schwächen und Fehler. Doch beim Tanzen geht es darum, sich die Bewegung zu besorgen, die einem guttut. Dabei sollte der Fokus weniger darauf liegen, was möglicherweise noch nicht so gut läuft, sondern hauptsächlich darauf, was bereits geschafft wurde.

Die Herausforderung sollte vielmehr als eine Chance empfunden werden. Denn feststeht: Selbstliebe ist die Voraussetzung für ein gutes Selbstwertgefühl und ein Leben in Fülle. Mit diesem Mindset fällt es deutlich leichter, den eigenen Selbstwert zu erkennen und das auch auf den Alltag zu übertragen. Es ist nie zu spät, damit anzufangen.

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