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Nachhaltig verhüten: So tust du der Umwelt beim Sex was Gutes

Von GRAZIA am Dienstag, 9. Februar 2021 um 14:58 Uhr

Wie sagt man immer so schön: Sex ist die wichtigste Nebensache der Welt. Oft fällt dabei jedoch leider eine Menge Müll an. Ein guter Schutz ist wichtig beim Sex, allerdings ist es dabei auch möglich, nachhaltig vorzugehen. Der umweltfreundlichste Geschlechtsverkehr ist wohl der, der ohne Verhütungsmittel stattfindet, allerdings willst du das Risiko von Krankheiten oder ungewollten Schwangerschaften nicht eingehen. Wir zeigen dir, wie du nachhaltig verhütest und vielleicht sogar deiner Gesundheit noch etwas Gutes tust. 

Nachhaltige Kondome

Vor allem dann, wenn du nicht gerade in einer Beziehung bist und du dennoch gerne Sex hast, führt kein Weg am Kondom vorbei. Es ist nämlich das einzige Verhütungsmittel, das dich nicht nur vor einer ungewollten Schwangerschaft schützt, sondern dich auch vor Geschlechtskrankheiten bewahrt. So bist du relativ sicher vor Syphilis, Gonorrhoe oder HIV. Allerdings ist dabei wichtig, dass es richtig verwendet wird, denn nur dann kann es einen guten Schutz bieten.

Man kann beim Gebrauch der Gummis auch nachhaltig vorgehen. Achte beim Kauf auf Kondome aus Naturkautschuklatex, das aus einem ökologischen und sozial nachhaltigen Anbau stammt.

©PR/Ritex

Kupfer in den Körper

Nicht nur nachhaltig, sondern auch gesünder fährst du mit diversen Kupferimplantaten, die du zur Verhütung nutzen kannst. Du kennst bestimmt die normale Spirale, bei der Hormone, ähnlich wie bei der Pille, in deinen Körper abgegeben werden, sodass du nicht schwanger werden kannst. Allerdings setzt du deinen Organismus damit unter Umständen einer heftigen Belastung aus. Obwohl die Spirale zwar weniger Abfälle verursacht als die Pille, da sie alle drei bis fünf Jahre gewechselt werden muss, ist sie nicht unbedingt besser für deinen Körper.

Komplett ohne Hormone kommen die Kupferspirale, -Ball oder -Kette aus. Das Metall sorgt dafür, dass die Spermien unbeweglicher werden. Außerdem hat Kupfer einen Effekt auf die Schleimhaut deiner Gebärmutter. Deren Aufbau wird nämlich eingeschränkt, wodurch das befruchtete Ei sich nicht einnisten kann. Ähnlich wie die normale Spirale, können die Kupferausführungen je nach Modell bis zu fünf Jahre getragen werden.

Der Nachteil: du trägst für mehrere Jahre einen Fremdkörper mit dir herum und das Kupfer schützt dich nicht vor Geschlechtskrankheiten, sondern nur vor ungewollten Schwangerschaften. Außerdem kann die Blutung stärker und mitunter schmerzhafter sein.

Diaphragma

Genauso wie die Kupferspirale kommt das Diaphragma ganz ohne Hormone aus. Zudem kannst du es nach dem Gebraucht säubern und immer wieder Verwenden. Hier steht die Nachhaltigkeit eindeutig im Vordergrund. Nach dem Einsetzen werden die Spermien daran gehindert, zum Ei zu gelangen.

Wichtig ist jedoch, dass du das Diaphragma mit dem passenden Verhütungsgel einsetzt. Dadurch werden die Spermien noch zusätzlich daran gehindert das Ei zu befruchten. Aber auch hier ist der Nachteil, dass dich das Verhütungsmittel nur vor einer Schwangerschaft und nicht vor Krankheiten bewahrt.

Zyklusanalyse

Mit dieser Methode bist du zwar sehr nachhaltig unterwegs, allerdings büßt du damit auch ein wenig deiner Sicherheit ein. Bei der Analyse deines Zyklus musst du erst einmal deinen Körper beobachten. Du brauchst also zunächst einmal Zeit, um dich auf diese Art der Verhütung vorzubereiten. Etwa ein Jahr lang solltest du deinen Zyklus beobachten und notieren, wie er sich verhält.

Kannst du relativ sicher sagen, wann deine Periode beginnt und wann sie zu Ende geht? Nach einem Jahr solltest du bestimmte Muster erkannt haben. Aus den Ergebnissen deiner Beobachtungen kannst du ableiten, wann du fruchtbar bist.

Etwa zwei Wochen vor deiner Regel bist du am fruchtbarsten. An diesen Tagen solltest du auf keinen Fall Sex haben, weil dann logischerweise die Chance größer ist, dass du schwanger wirst. Du kannst alternativ jedoch auch ganz normal verhüten oder du hast Sex ohne Penetration.

Temperatur messen

Neben der Zyklusanalyse gibt es noch weitere Möglichkeiten, wie du ohne Hilfsmittel verhüten kannst. Die Temperaturmethode ist sogar noch sicherer als die vorherige. Direkt nach dem Aufstehen misst du dabei deine Temperatur. Zusätzlich solltest du die Qualität deines Zervixschleims überprüfen. Anhand dieser Daten kannst du ebenfalls herausfinden, wann genau du deine fruchtbaren Tage hast. Allerdings solltest du hier ebenfalls deinen Zyklus vorher genau beobachten, damit du weißt, was für deinen Körper normal ist.

Kinderwunsch abgeschlossen?

Falls du deine Familienplanung bereits abgeschlossen hast und du keine oder keine weiteren Kinder haben möchtest, kannst du auch einen endgültigeren Schritt gehen. Du könntest beispielsweise eine Sterilisation wählen. Dabei solltest du jedoch wirklich sicher in deiner Entscheidung sein, da der Eingriff nicht mehr rückgängig zu machen ist.

Wenn du einen Partner hast und ihr euch einigt, könnte er sich für eine Vasektomie entscheiden. Dieser Eingriff lässt sich sogar wieder rückgängig machen und bietet euch mehr Flexibilität. Lasse dich unbedingt von deinem Frauenarzt beraten, falls du über eine solche Entscheidung nachdenkst.

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