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Neuer Social-Media-Trend: Entfreunden heißt jetzt Friend Cleanse

Von GRAZIA am Sonntag, 25. Mai 2014 um 11:00 Uhr
Wie bitte? Sie folgen Ihrem Ex immer noch auf Twitter und Instagram? Das könnte zu Missverständnissen führen. Höchste Zeit, die Accounts mal richtig durchzuputzen… Wir erklären Ihnen wie und wie sich die Stars von lästigen Followern befreien.

Wir geben es ja zu: Webstalking ist unser Lieblingssport! Denn Instagram & Co. können verdammt spannend sein. Und zwar nicht nur wegen der Sprüche und Bilder. Wir meinen subtilere Infos: Wer folgt wem? Wer hat welche Abos aktiviert? Im Freundeskreis kann man so versteckte Beziehungsbotschaften deuten und überraschende Verbindungen herstellen.

Selena Gomez kündigte alle Instagram-Abos

Das musste jetzt auch Selena Gomez (21) feststellen. Als die Schauspielerin auf Instagram den Bilderabos von Kim Kardashians kleinen Schwestern Kendall (18) und Kylie Jenner (16) bye-bye sagte, wurde plötzlich wild spekuliert, was zwischen dem "Spring Breakers"-Star und den Jenner-Mädchen vorgefallen sein mochte. US-Medien gaben dem Bereinigen der Freundesliste gleich einen neuen Namen: friend cleanse. Selena selbst war offenbar so schockiert von der öffentlichen Analyse ihres Folgeverhaltens, dass sie einen Tag später überstürzt all ihre Instagram-Abos kündigte. Dabei hat sie doch eigentlich nur gemacht, was wir uns alle hin und wieder gönnen sollten.

„Auf Twitter & Co. beherzt durchzuputzen kann ja sooo wohltuend sein"

Wer will sich schon weiterhin von einem untreuen Typen oder der Ex-BFF mit Selfies und Tweets versorgen lassen? Was im echten Leben nicht mehr läuft, verdient auch kein virtuelles Mahnmal. Besser: bewusstes Entfreunden, sorry, friend cleanse. Denn auf Twitter & Co. beherzt durchzuputzen kann ja sooo wohltuend sein. Das wäre auch ein guter Tipp für Vito Schnabel (27), dessen digitale Reinlichkeit arg zu wünschen übrig lässt. Oder wie sonst sollen wir uns erklären, dass er immer noch als Instagramabonnent von Liliana Nova (26) geführt wird – aber auf Heidis heiße Pics verzichtet? Na ja, besser, die virtuelle Identität hinkt dem turbulenten Leben hinterher als umgekehrt. Denn immer mehr Fans von sozialen Netzwerken schaffen direkt dort Beziehungstatsachen: Die beste Freundin nervt? Mit einem Klick kann man sich von ihren Instagram- Pics verabschieden. Der Lover meldet sich nicht? Eine Änderung des Beziehungsstatus zeigt ihm mehr als deutlich, dass es so nicht weiter geht. Mit diesem short cut spart man sich tränenreiche Gespräche und muss nicht erst nach taktvollen Worten suchen.

Friend cleanse klappt auch analog

Schöne neue Welt? Im ersten Moment scheint es sehr reizvoll zu sein, Beziehungen bequem über Laptop oder Smartphone zu organisieren. Tatsächlich verlieren wir so die Direktverbindung zu unserer Umwelt – obwohl das WLAN-Netz perfekt funktioniert. Bei einem Gespräch unter vier Augen stellt man vielleicht auch fest, dass man nicht wegen der coolen Posts miteinander befreundet ist, sondern weil man auf einer Wellenlänge funkt. Und falls es dann doch nicht passt: Friend cleanse klappt auch analog.

 

Text: Frederike Trudzinski

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