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#RichBitch: So versuche ich zu sparen

Von Gast (nicht überprüft) am Freitag, 3. Februar 2017 um 17:42 Uhr

Viel zu oft gebe ich viel zu wenig Acht auf meine Ausgaben. Maximal zehn Tage nachdem mein Gehalt auf mein Konto geflattert ist, hat es sich auch schon wieder in Luft aufgelöst. Deswegen habe ich, auch aus Eigennutz, die wichtigsten Spar-Tipps zusammengetragen. Vielleicht kurieren sie mich von meinem Shopping-Wahn...

Seit rund einem Jahr arbeite ich daran, mir endlich eine Designer-Handtasche leisten zu können – am liebsten das Modell Marcie von Chloé. Doch dann schaue ich auf mein Konto und bin der festen Überzeugung, dass mich jemand ausgeraubt hat. Am Ende muss ich immer wieder enttäuscht feststellen, dass ich nicht etwa einem ominösen Dieb die Schuld geben kann, nein, ich hatte mich mal wieder nicht im Griff. Ich habe nicht nur etliche Starbucks-Besuche bezahlt, sondern auch utopisch viele Snacks bei Rewe gekauft. Deswegen gelten ab sofort eiserne Spar-Regeln für mich, die mir meine Investitionen möglich machen sollen!

1. Endlich das Sparkonto nutzen

Ich persönlich kann mit meiner Bankkarte auf zwei Konten zugreifen, eines davon ist ein Sparkonto. Von diesem kann ich nur zwischen 10 und 18 Uhr zwischen Montag und Freitag Geld abheben und das auch nur an einem Automaten meiner Bank. Das Geld scheint mir dort also vergleichsweise sicher angelegt. Worauf warte ich also noch? Es wird ein Dauerauftrag eingerichtet, mit dem ich 50 Euro im Monat auf das (fast) sichere Sparkonto einzahle. In einem Jahr habe ich also 600 Euro gespart – vorausgesetzt ich verliere nicht wieder die Kontrolle und plündere es...

2. Das große (Fr)Essen einstellen

Als Foodlover muss ich mich auch dafür verantworten, dass auf meinem Kontoauszug diverse Restaurant- und Supermarktbesuche auftauchen, die total unnötig waren. Die größte Herausforderung für mich: Mahlzeiten planen und lieber für das Büro vorkochen, anstatt beim Mittagstisch knusprige Ente zu essen. Spaghetti Bolognese machen mich genauso satt und ich kann davon definitiv öfter essen – warum sollte ich also die Sauce im Kühlschrank verrotten lassen? Eben, da gibt es keinen Grund für! Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich rund 80 - 100 Euro im Monat spare, vor allem wenn ich den Coffee-to-go dazu rechne.

3. Altlasten müssen weg

Es ist Zeit, dass ich der Wahrheit ins Gesicht blicke: Es gibt einen Grund dafür, warum mein Zuhause total überfüllt aussieht! Dieser ist eigentlich glasklar, denn ich besitze zu viele Dinge die ich gar nicht brauche. Das fängt bei drei alten Handys an (haben die nicht irgendwann einen historischen Wert?) und hört bei den vier ungetragenen Paar High Heels und zwanzig neuen Shirts wieder auf. Mit Sicherheit sind die Dinge, die ich nicht brauche, eine wahre Goldgrube, wenn es darum geht eine Anzahlung für die Tasche zu tätigen. Deswegen habe ich mich jetzt für einen Flohmarkt angemeldet, sowie meinen Kleiderkreisel- und eBay-Account wieder aktiviert.

4. Nur Bares ist Wahres

Es ist so easy: Das Zara Kleid sitzt wie angegossen, also zücke ich meine Karte und bezahle. So läuft es bei jedem Shopping-Abstecher nach der Arbeit. Beim Blick auf mein Konto dann der Schock: Das Geld ist weg! Selbiges gilt natürlich auch für Heißhungerattacken und unnötig gekaufte Snacks, ich habe gar nicht vor Augen, wie viel ich eigentlich ausgebe. Also verbanne ich den kleinen Plastik-Teufel aus meinem Portemonnaie und hebe stattdessen jede Woche einen gewissen Betrag ab, den ich mir dann einteilen muss. So weiß ich ganz genau, wo mein Geld landet.

Ob ich mich an meine eigenen Regeln und Vorsätze halten kann? Dass kann ich nur für das Wohl meines Kontostandes hoffen. Mir erspart es sicher auch den ein oder anderen Schweißausbruch, den ich sonst erleide, wenn ich mich frage: "Wie willst du die restlichen drei Wochen des Monats überleben?"