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Ruhe, bitte! Die besten Strategien gegen Alltagsstress

Von Jenny am Freitag, 23. Oktober 2020 um 15:58 Uhr

Morgens in aller Eile das Wichtigste erledigen, dann ab in den Job. Abends zum Sport, danach muss der Haushalt erledigt werden – kennt ihr das Gefühl auch, dass euer Leben im Dauerstress verläuft? Damit seid ihr nicht allein. Wie eine Umfrage der Schwenniger Krankenkasse zeigte, sind vor allem junge Frauen unter 35 vom Phänomen Stress zunehmend betroffen. Aber das muss nicht so bleiben.

Nehmt euch Zeit

Eine höchst unwillkommene Nebenwirkung von Stress: Wir essen zu ungesund. Damit ist nicht etwa das Stück Schoki als Seelentröster gemeint, sondern die Fertiggerichte, die wir uns abends schnell in die Mikrowelle schieben, weil wir keine Zeit zum Einkaufen und Kochen haben. Das geht allerdings auch anders: Kochboxen sowie einfache und schnelle Rezepte sparen jede Menge Zeit in der Küche und ihr könnt euch trotzdem gesund ernähren.

Für die allermeisten von uns beginnt der tägliche Irrsinn bereits am frühen Morgen, wenn der Wecker klingelt. In dem Moment, in dem aufstehen, fangen wir nämlich schon an, uns zu stressen: Alles muss schnell gehen. Falsch, sagen Stressforscher. Am besten beginnt man den Tag nämlich tatsächlich in aller Ruhe. Was ihr dafür tun müsst, ist denkbar einfach – eine Viertelstunde früher aufstehen. Vor allem für Nachteulen kein leichtes Unterfangen, aber nach ein paar Tagen habt ihr euch daran gewöhnt. Dafür müsst ihr allerdings eins machen: Entsorgt euren Wecker mit Snooze-Funktion. Stattdessen benutzt ein Modell ohne Schlummertaste und platziert ihn außerhalb eurer Reichweite. Dann habt ihr nämlich endlich mal wieder Zeit, um in Ruhe zu frühstücken. Die wichtigste Mahlzeit des Tages macht euch nicht nur glücklich, sie ist auch die beste Mahlzeit, um ein paar überflüssige Pfunde loszuwerden.

Morgens rechtzeitig aufzustehen, damit der Tag stressfrei beginnt, bedeutet übrigens keineswegs, dass ihr dafür Schlaf opfern solltet. Auch wenn die tägliche Schlafdauer vom Einzelnen abhängt, gehen Mediziner davon aus, dass diese idealerweise zwischen sieben und acht Stunden liegt. Daran sollte man sich möglichst auch halten – denn Dauermüdigkeit sorgt dafür, dass man sich fühlt wie gerädert und die Konzentration sowie Leistungsfähigkeit rapide abnimmt. Diese Effekte setzen bereits nach nur wenigen Tagen ohne ausreichenden Schlaf ein.

Stressfalle Arbeitsplatz

Der größte Stressfaktor findet sich – wer hätte das gedacht – am Arbeitsplatz. Das hat auch eine internationale Umfrage des Personaldienstleisters ADP gezeigt. Laut dieser fühlen sich fast 76 Prozent der Befragten mindestens einmal in der Woche im Berufsleben gestresst. Natürlich lässt sich nicht jeder Stress im Job vermeiden, ihr könnt ihn aber verringern. Setzt euch jeden Tag Prioritäten, indem ihr anstehende Aufgaben in Kategorien unterteilt: brandeilig, wichtig, kann warten. Das macht euren Kopf klar und ihr könnt zielgerichteter arbeiten. Achtet aber darauf, dass eure Ziele realistisch bleiben. Wer ständig überhöhte Erwartungen an die eigene Arbeitsleistung stellt, wird früher oder später frustriert sein, weil er diese Erwartungen einfach nicht erfüllen kann. Zu effektivem Arbeiten gehören außerdem regelmäßige Pausen, in denen man den Kopf wieder freibekommen kann. Nutzt diese am besten für eine kurze Runde durch den Park.

Warum fällt es eigentlich Frauen so schwer, auch mal "nein" zu sagen? Psychologen wissen, dass das ein Stück weit mit dem eigenen Selbstwertgefühl zu tun hat. Wer selbstbewusst ist, dem fällt es leichter, auch mal eine Bitte abzulehnen. Das kann man aber trainieren – und genau das solltet ihr im Job auch dringend tun. Denn sonst bleibt der eigene Schreibtisch voll und die Kollegin, der ihr gerade geholfen hat, geht pünktlich zur After-Work-Lounge – während ihr schon wieder Überstunden macht.

Niemand muss perfekt sein

Aber nicht nur im Job, sondern auch im Privatleben sorgt ein anderes Phänomen für Stress: der Zwang zur Selbstoptimierung. Wir müssen unbedingt, hübscher, schlanker und fitter sein als alle anderen Frauen auf diesem Planeten. Dazu suchen wir uns gern auch mal völlig unerreichbare Vorbilder wie das Topmodel mit eigenem Fitness-Couch und Ernährungsberater. Die gute Nachricht: Perfektion muss gar nicht sein. Es macht viel glücklicher, wenn man mit sich selbst zufrieden ist – inklusive der kleinen Makel, die wir alle haben. Das bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass wir nur noch Binge-Watching auf dem Sofa betreiben sollten. Ein regelmäßiges Workout tut nämlich nicht nur dem Körper, sondern auch der Seele gut. Dafür muss man aber nicht Unmengen von Zeit investieren. Mit diesen schnellen Workouts bleibt man bei minimalem Zeitaufwand maximal fit.

Es gibt mittlerweile zahlreiche Studien, die klar zeigen, dass Freunde das beste Gegenmittel bei Stress sind. Zudem stärken Freundschaften das allgemeine Wohlbefinden und stärken sogar das Immunsystem. Wann startet ihr also euren nächsten Mädelsabend mit einem spannenden Film, viel Lachen und guten Gesprächen?

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